Schneider Umweltservice AG, Schweiz
Niedrigere Gesamtbetriebskosten und höhere Akzeptanz in der Bevölkerung durch leisere Abfallentsorgung
Koopman Logistics B. V., Niederlande
Emissionsfreier Fahrzeugtransport auch für anspruchsvolle Logistikaufgaben
First Student, USA
Wie weniger Emissionen zu einem gesünderen Schulweg beitragen.
TRANSPPASS, Brasilien
Nachhaltige Mobilität auf anspruchsvollen städtischen Routen
E-Mobilität
in der Praxis
Batterieelektrische Nutzfahrzeuge verändern den Transportsektor nachhaltig. Bei Kunden von Scania, MAN, IC Bus sowie Volkswagen Truck & Bus sind sie bereits täglich im Einsatz – und senken damit Emissionen, reduzieren Kosten und steigern die Effizienz.
Schneider Umweltservice AG, Schweiz
Niedrigere Gesamtbetriebskosten und höhere Akzeptanz in der Bevölkerung durch leisere Abfallentsorgung
„Unser Name verpflichtet“, sagt Rico Sommerhalder, Geschäftsführer von Schneider Umweltservice. Um Recycling und Entsorgung noch nachhaltiger zu gestalten, stellt das Schweizer Unternehmen seine Flotte gemeinsam mit Scania schrittweise auf Elektroantrieb um. Aktuell sind 25 der insgesamt 128 eigenen Fahrzeuge der Flotte batterieelektrische Lkw, darunter 18 von Scania. Ihr Einsatz ist vielfältig – von Abrollkippern über Sattelzugmaschinen bis hin zu Kehrichtfahrzeugen.
Für Schneider Umweltservice ist der Übergang zur elektrischen Mobilität sowohl eine wirtschaftliche als auch eine ökologische Entscheidung. „Wir betrachten E-Lkw als echte Win-win-Lösung“, sagt Sommerhalder. „Über den gesamten Lebenszyklus sind sie wirtschaftlich attraktiv, weil Energie- und Wartungskosten deutlich niedriger sind. Gleichzeitig reduzieren wir spürbar CO2-Emissionen und werden so unserer Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft gerecht.“
Den Ladestrom erzeugt Schneider Umweltservice größtenteils mit eigenen Photovoltaikanlagen oder kauft ihn im Voraus. „Mit unseren elektrischen Lkw sind wir so weniger von Preisschwankungen abhängig als mit konventionellen Diesel-Lkw. Das gibt uns eine höhere Planungssicherheit“, erklärt Sommerhalder. Der niedrige Geräuschpegel der Elektrofahrzeuge sei ein weiterer wichtiger Vorteil, besonders in Wohngebieten oder auf Baustellen. „Die Akzeptanz der regionalen Bevölkerung ist für uns sehr wichtig“, betont der Geschäftsführer.
Das Laden erfolgt über die bestehende Infrastruktur an den Recyclingstandorten. Zudem sind bis 2026 gemeinsam mit Scania rund 70 Ladepunkte geplant. Bis 2027 soll mehr als die Hälfte der Flotte elektrisch fahren, bis 2029 soll der Anteil bei 90 % liegen.
Koopman Logistics B. V., Niederlande
Emissionsfreier Fahrzeugtransport auch für anspruchsvolle Logistikaufgaben
Die Koopman Logistics Group mit Hauptsitz in den Niederlanden ist auf Güterverkehr und Fahrzeugauslieferung spezialisiert. Ziel des Unternehmens ist es, Autos und Waren umweltfreundlich ans Ziel zu bringen. „Wir wollen auf komplett emissionsfreien Transport umsteigen – und das möglichst schnell“, erklärt Klaas Koopman, Miteigentümer und Geschäftsführer des Unternehmens.
Zentrale Bausteine dieses nachhaltigen Ansatzes sind die vollelektrischen MAN eTGX sowie der MAN eTGX Low Liner (Ultra). Mit der Low Liner Sattelzugmaschine kann das Unternehmen nicht nur Komponenten und Teile, sondern auch komplette Neufahrzeuge vollständig elektrisch ausliefern. Das Fahrzeug eignet sich vor allem für Einsätze, bei denen die optimale Zuladungskapazität entscheidend ist. Es verfügt über eine besonders niedrige Aufsattelhöhe und einen sehr kurzen Radstand, bietet aber trotzdem die maximale Batteriekapazität. Ein weiterer wesentlicher Vorteil für Koopman ist die flexibel wählbare Anzahl an Batteriepacks: Mit vier, fünf oder sechs Batteriemodulen lässt sich der MAN eTGX optimal für jede Transportanforderung ausrüsten.
„Die eTrucks erledigen die Aufgabe nicht nur genauso gut wie Diesel-Lkw, sondern sogar noch besser, weil sie nachhaltig sind“, so Koopman. Fahrer würden elektrische Lkw zu schätzen wissen, da sie leise und komfortabel sind. „Sie wollen danach nicht mehr zu Diesel-Lkw zurück“, ergänzt er.
Für das Laden der Batterien nutzt das Unternehmen sowohl eigene Ladestationen am Hauptsitz als auch öffentliche Ladepunkte entlang der Routen. Aktuell sind fünf der insgesamt 500 Fahrzeuge des Unternehmens vollelektrische MAN-Lkw. Im Rahmen der Unternehmensstrategie zur weiteren Elektrifizierung der Flotte sind bereits weitere sechs Fahrzeuge geplant.
First Student, USA
Wie weniger Emissionen zu einem gesünderen Schulweg beitragen.
„Wir befördern täglich mehr Menschen als die gesamte US-amerikanische Luftfahrtindustrie“, sagt Kevin Matthews. Als Head of Electrification bei First Student, dem größten Schulbusbetreiber Nordamerikas, ist er für die Elektrifizierung der Unternehmensflotte verantwortlich. Rund 2,7 Millionen Kinder und Jugendliche fahren täglich mit einem der großen gelben Schulbusse des Unternehmens zur Schule und wieder nach Hause – einige von ihnen inzwischen mit einem elektrischen Type-C-Bus von IC Bus, einer Marke von International Motors.
„Schulbusse sind ideal für die Elektrifizierung“, erklärt Matthews. Im Durchschnitt legen sie nicht mehr als 128 Kilometer zurück – 64 Kilometer am Morgen und dieselbe Strecke am Nachmittag. Mittags und abends können sie im Depot geladen werden.
Der wichtigste Faktor jedoch, so Matthews, seien die Kinder gewesen: „Die Sicherheit und Gesundheit unserer Schüler haben für uns oberste Priorität.“ Mit den Elektrobussen will First Student Emissionen reduzieren, die Luftqualität verbessern und zu einer gesünderen Umwelt beitragen. Die Fahrer berichten außerdem, dass die Kinder in den Elektrobussen entspannter und ruhiger sind – vermutlich aufgrund der leiseren Fahrt. „Das kommt den Schülern und Fahrern viel mehr zugute, als wir jemals erwartet hätten“, ergänzt Matthews.
Derzeit sind 82 Elektrobusse von IC Bus bei First Student im Einsatz, 335 weitere sind bestellt. Das langfristige Ziel des Unternehmens ist klar: In den kommenden Jahren soll die gesamte Flotte von rund 46.000 Bussen vollständig elektrifiziert werden.
TRANSPPASS, Brasilien
Nachhaltige Mobilität auf anspruchsvollen städtischen Routen
Im Westen von São Paulo betreibt TRANSPPASS den öffentlichen Personennahverkehr mit Bussen in zwei ausgewiesenen Bereichen. Im Rahmen des öffentlichen Vergabevertrags mit den städtischen Behörden begann das Unternehmen im Jahr 2025, elektrische Busse anzuschaffen.
„Die Umwelt hat jetzt oberste Priorität“, sagt Adaías Francisco de Souza, Direktor bei TRANSPPASS. Neue Vertragsklauseln in öffentlichen Ausschreibungen legen fest, dass anstelle von Diesel-Fahrzeugen ausschließlich Elektrobusse zum Einsatz kommen. Für TRANSPPASS war das der Startschuss für die konsequente Umstellung der Flotte, zusammen mit Volkswagen Truck & Bus (VWTB) als Partner. Im Rahmen der laufenden Modernisierung soll die gesamte Flotte von 454 Bussen innerhalb der nächsten fünf Jahre vollständig elektrifiziert werden. Neben einem positiven Effekt auf die Umwelt trägt das auch dazu bei, Kosten zu senken.
„Einer der Vorteile der e-Volksbusse ist ihre kompakte Bauweise“, erklärt de Souza. „Das ist auf einigen unserer schwer zu befahrenden Routen äußerst hilfreich.“ Die 13 Meter langen Busse von VWTB lassen sich auf engen Straßen leichter manövrieren und ihre Reichweite übertrifft die Erwartungen. Strecken, auf denen bislang die hohen Kosten für Diesel zu Buche schlugen, können nun mit Elektrobussen effizienter und wirtschaftlicher betrieben werden.
TRANSPPASS hat die Wirtschaftlichkeit der Busse im Tagesbetrieb in einer sechsmonatigen Testphase gründlich evaluiert. „Unsere Fahrer und unser Wartungsteam haben die e-Volksbusse sehr gut angenommen“, berichtet de Souza. Aufgrund der positiven Ergebnisse entschied sich TRANSPPASS für den Kauf von 50 elektrischen Bussen von VWTB. „Die Zukunft des Nahverkehrs, mit Elektrobussen im Mittelpunkt, ist da“, so de Souza.