Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

    1. Umsatz

    Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze: Umsatz

    Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt grundsätzlich erst nach Erbringung der Leistung, d.h. mit Lieferung an sowie Abnahme durch den Kunden, beziehungsweise wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über das Gut oder die Dienstleistung erlangt hat. Bei langfristigen Dienstleistungsverträgen und Servicegarantien werden die Umsatzerlöse linear über die Vertragslaufzeit erfasst oder, sofern die Leistungserbringung nicht linear erfolgt, entsprechend dem erwarteten Aufwandsverlauf unter Anwendung der Cost-to-Cost-Methode. Erhaltene Vorauszahlungen für Dienstleistungen führen dazu, dass der diesen zugewiesene Transaktionspreis zum Zeitpunkt des ursprünglichen Verkaufsvorgangs als Erhaltene Anzahlung aus Kundenverträgen und über die Dauer der Dienstleistung als Umsatz erfasst wird. Wenn sich die Zahlungen für Dienstleistungsverträge mit der Erfüllung der Leistungsverpflichtung decken, entspricht der erfasste Umsatz den Zahlungen. Zahlungen an Kunden mit Bezug zu Verkäufen von Fahrzeugen werden umsatzmindernd erfasst.

    Enthält ein Vertrag mehrere Leistungsverpflichtungen, wird der Transaktionspreis auf die jeweiligen Leistungsverpflichtungen verteilt. Bei Verträgen, bei denen Serviceelemente im Vergleich zum Umsatzerlös aus dem Verkauf des Fahrzeugs einen unwesentlichen Wert haben, wird die Residualwertmethode zur Allokation des Transaktionspreises verwendet. Dies führt nicht zu wesentlichen Unterschieden im Vergleich zum Umsatz, der auf relativen Einzelverkaufspreisen basiert. Ansonsten wird der Transaktionspreis basierend auf den relativen Einzelverkaufspreisen aufgeteilt.

    Darüber hinaus gibt es bei TRATON Verkäufe, bei denen zu einem späteren Zeitpunkt bestimmte Teile zur Wiederaufbereitung zurückgekauft werden. Diese begründen die Erfassung einer Rücknahmeverpflichtung gegenüber dem Kunden, die mittels der Erwartungswertmethode bewertet wird, und einer Sonstigen Forderung für das zugrunde liegende Teil. Umsatz wird insoweit nicht erfasst.

    Zur Förderung von Verkäufen werden Drittfinanzierern und Endkunden Unterstützungen wie Restwertgarantien angeboten. Restwertgarantien führen zu einer Rückerstattungsverbindlichkeit und werden gewöhnlich anhand des wahrscheinlichsten Betrags ermittelt.

    Skonti, Kundenboni und Rabatte vermindern den Transaktionspreis. Variable Gegenleistungen werden nur insoweit in den Transaktionspreis einbezogen, als eine spätere Stornierung der Umsatzerlöse mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann.

    TRATON nutzt die praktische Erleichterung, eine Finanzierungskomponente nur zu bilanzieren, wenn diese wesentlich ist und wenn ein Zeitraum von mehr als einem Jahr zwischen dem Übergang des Produkts oder der Dienstleistung an den Kunden und der Kundenzahlung erwartet wird. Aufgrund dieser Erleichterung wird keine Finanzierungskomponente bilanziert.

    Soweit die TRATON GROUP neben den Chancen und Risiken zusätzlich auch die Verfügungsmacht zurückbehält, werden veräußerte Fahrzeuge, die mit einer Rückkaufverpflichtung versehen sind, als Operating-Leasingverhältnis bilanziert. Der bei Veräußerung erhaltene Kaufpreis wird abzüglich des Barwerts des Rückkaufpreises ratierlich über die Laufzeit des Leasingverhältnisses im Gewinn oder Verlust erfasst. Die Barwerte der Rückkaufpreise werden unter den Sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten und die noch nicht im Gewinn oder Verlust erfassten Erträge unter den Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Verkäufe, bei denen der Rückkauf nicht von vornherein fest vereinbart ist, sondern allein der Kunde über den Rückkauf zu einem zuvor vereinbarten Preis entscheidet, werden ebenfalls als Operating-Leasingverhältnis bilanziert. Aufgrund der Vertragsgestaltung und den Erfahrungen mit derartigen Verkäufen wird angenommen, dass der Kunde stets von seinem Andienungsrecht Gebrauch macht. Weitere Informationen zur Bilanzierung von Operating-Leasingverhältnissen finden sich in Anhangangabe 11. Vermietete Vermögenswerte.

    Werden hingegen die wesentlichen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen, wird die Transaktion als Finanzierungsleasingverhältnis bilanziert. Dabei wird das Fahrzeug aus den Vorräten der TRATON GROUP ausgebucht und in den Umsatzkosten erfasst. Darüber hinaus wird eine Forderung in Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasingverhältnis bilanziert, was zur Umsatzlegung in Höhe der abgezinsten Leasingzahlungen führt. Weitere Informationen zur Bilanzierung von Finanzierungsleasingverhältnissen finden sich in Anhangangabe 14. Forderungen aus Finanzdienstleistungen.

    Erträge aus der Kunden- oder Händlerfinanzierung und dem Finanzierungsleasing werden unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode über die Vertragslaufzeit realisiert und unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Bei der Vergabe von un- oder niedrigverzinslichen Fahrzeugfinanzierungen werden die Umsatzerlöse um die gewährten Zinsvorteile verringert.

    Struktur des Umsatzes

    Berichtszeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2025

      2025 2024
    in Mio € Scania
    Vehicles &
    Services
    MAN
    Truck & Bus
    International
    Motors
    Volks-wagen
    Truck & Bus
    TRATON
    Financial Services
    Überleitung Gesamt Davon TRATON Opera­tions Scania
    Vehicles &
    Services
    MAN
    Truck & Bus
    International
    Motors
    Volks-wagen
    Truck & Bus
    TRATON
    Financial Services
    Überleitung Gesamt Davon TRATON Opera­tions
    Neufahrzeuge 11.696 8.783 5.924 2.549 –46 28.906 28.941 12.883 8.383 8.263 2.698 –76 32.151 32.202
    Vehicle-Services-Geschäft 4.020 2.928 1.645 173 –40 8.727 8.742 3.839 2.902 1.860 179 –32 8.747 8.751
    Originalteile 2.808 2.011 1.645 158 –27 6.596 6.599 2.770 2.033 1.860 161 –31 6.793 6.795
    Werkstattleistungen 1.212 917 15 –13 2.131 2.143 1.069 868 18 –1 1.954 1.955
    Sonstige Umsatzerlöse1 2.230 2.384 599 46 2.188 –1.027 6.419 4.854 2.185 2.367 994 42 1.932 –944 6.574 5.230
    Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte 962 626 215 3 15 0 1.820 1.806 911 707 638 1 30 –9 2.277 2.256
    Motoren, Aggregate und Teilelieferungen 445 839 –362 922 922 441 787 –300 929 929
    Vermiet- und Leasinggeschäft 557 764 46 638 –471 1.534 1.367 603 784 42 503 –402 1.529 1.428
    Zinsen und ähnliche Erträge 0 1.535 –151 1.385 0 0 0 1.399 –168 1.231 0
    Weitere Umsatzerlöse1 265 156 338 43 –44 758 758 230 90 314 41 –66 608 617
      17.945 14.095 8.169 2.768 2.188 –1.113 44.052 42.536 18.907 13.652 11.116 2.918 1.932 –1.052 47.473 46.182

    1 Vorjahreswert wurde an aktuelle Darstellung angepasst, siehe dazu Abschnitt Segmentberichterstattung.

    Informationen über die Leistungsverpflichtungen der Gruppe

    Die Leistungsverpflichtungen des Konzerns umfassen hauptsächlich den Verkauf von Lkw, schweren Spezialfahrzeugen, Bussen, leichten Nutzfahrzeugen und damit verbundenen Ersatzteilen sowie die Erbringung von Reparatur- und Wartungsleistungen. Die TRATON GROUP gewährt neben regulären rechtlichen Gewährleistungen auch Servicegarantien.

    Die Zahlungsfrist beträgt gemäß üblicher Geschäftspraxis 30 Tage, wobei in einigen Märkten eine Zahlungsfrist von bis zu 140 Tagen gewährt wird. Kunden können sich entscheiden, ein Fahrzeug mit Finanzierungsleistungen von TRATON Financial Services zu erwerben. Falls ein nicht zur TRATON GROUP gehörender Dritter eingesetzt wird, erhält TRATON die Zahlung in der Regel von diesem Dritten, kurz nachdem der Kunde das Fahrzeug erhalten hat.

    Die Weiteren Umsatzerlöse umfassen u.a. Erlöse aus produktbezogenen Lizenzeinnahmen. Die Überleitung beinhaltet die TRATON-Holding, die Group Industrial Function R&D, die Effekte aus Kaufpreisallokationen im Falle des Erwerbs eines einzelnen Segments sowie die Konsolidierungsmaßnahmen zwischen den Berichtssegmenten.

    Die im Berichtszeitraum erfassten Umsatzerlöse, die zu Beginn des Berichtszeitraums in den Erhaltenen Anzahlungen aus Kundenverträgen erfasst waren (siehe Anhangangabe 23. Sonstige Verbindlichkeiten), betrugen 1.579 Mio € (1.339 Mio €). Im Umsatz sind –53 Mio € (14 Mio €) enthalten, die sich auf die Erfüllung von Leistungsverpflichtungen in Vorjahren beziehen.

    Auftragsbestand

    in Mio € 2025 2024
    Voraussichtlicher Zeitpunkt der Umsatzrealisierung    
    Innerhalb eines Jahres 13.114 15.671
    1–5 Jahre 2.554 2.559
    In mehr als fünf Jahren 263 229
      15.931 18.459

    Der Auftragsbestand nach IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden mit einer Umsatzrealisierung innerhalb von einem Jahr bezieht sich im Wesentlichen auf die Auslieferung von Fahrzeugen. Eine erwartete Umsatzrealisierung in mehr als einem Jahr bezieht sich hauptsächlich auf langfristige Servicevereinbarungen und erweiterte Garantieverträge. Der Auftragsbestand verringerte sich trotz eines im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegenen Auftragseingangs. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen ein im Verhältnis zum Absatz geringerer Auftragseingang (siehe Ertragslage im Zusammengefassten Lagebericht).

    2. Funktionskosten

    Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze: Betriebliche Aufwendungen

    Betriebliche Aufwendungen werden erfasst, wenn die zugrunde liegenden Produkte oder Dienstleistungen in Anspruch genommen werden. Kosten für Werbung und andere Vertriebskosten werden erfasst, wenn sie anfallen.

    In den Kosten der Umsatzerlöse werden die zur Erzielung der Umsatzerlöse angefallenen Herstellungskosten sowie die Einstandskosten von Handelswaren erfasst. Diese Position umfasst auch die Kosten für Zuführungen zu Gewährleistungsrückstellungen für gesetzliche oder vertragliche Garantieverpflichtungen, die jeweils zum Verkaufszeitpunkt der Produkte gebildet werden. Umsatzkosten beinhalten Sachgemein- und Personalkosten sowie die auf den Produktionsbereich entfallenden Abschreibungen. Die nicht aktivierungsfähigen Forschungs- & Entwicklungskosten sowie die Abschreibungen der aktivierten Entwicklungskosten werden ebenfalls unter den Kosten der Umsatzerlöse ausgewiesen.

    Korrespondierend zum Ausweis der Zins- und Provisionserträge in den Umsatzerlösen werden die dem Finanzdienstleistungsgeschäft zuzuordnenden Zins- und Provisionsaufwendungen in den Kosten der Umsatzerlöse ausgewiesen.

    Unter den Vertriebskosten werden im Wesentlichen Sachgemein- und Personalkosten sowie die auf den Vertriebsbereich entfallenden Abschreibungen ausgewiesen. Die Verwaltungskosten enthalten im Wesentlichen Sachgemein- und Personalkosten sowie die auf den Verwaltungsbereich entfallenden Abschreibungen.

    Umsatzkosten

    In dem zum 31. Dezember 2025 endenden Geschäftsjahr sind Umsatzkosten in Höhe von 35.630 Mio € (37.373 Mio €) angefallen. Hierin sind dem Segment TRATON Financial Services zurechenbare Aufwendungen in Höhe von 1.491 Mio € (1.315 Mio €) enthalten. Des Weiteren sind Aufwendungen in Höhe von 60 Mio € (– Mio €) der im Rahmen des Section-232-Erlasses in Kraft getretenen weiteren US-Zölle enthalten. 

    Die in den Umsatzkosten beinhalteten Forschungs- & Entwicklungskosten stellten sich wie folgt dar:

    in Mio € 2025 2024
    Primäre F&E-Kosten1 2.742 2.469
    davon aktivierte Entwicklungskosten1 1.215 976
    Aktivierungsquote (in %)1 44,3 39,5
    Abschreibungen und Wertminderungen auf aktivierte
    Entwicklungskosten
    620 530
    Ergebniswirksam verrechnete Forschungs- & Entwicklungskosten 2.148 2.022

    1 Die primären F&E-Kosten enthalten seit dem Geschäftsjahr 2025 keine aktivierten Fremdkapitalkosten mehr. Die Vorjahreskennzahl wurde entsprechend angepasst.

    Personal

    Der in den Funktionskosten enthaltene Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um 311 Mio €. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Mitarbeiterzahlen sowie Lohn- und Gehaltssteigerungen.

    Personalaufwand

    in Mio € 2025 2024
    Löhne und Gehälter 6.097 5.924
    Soziale Abgaben 1.314 1.208
    Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 393 361
    Personalaufwand 7.804 7.493

    Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter

      2025 2024
    Leistungslöhner 48.589 49.321
    Indirekter Bereich 59.166 56.558
    Mitarbeiter gesamt 107.755 105.879
    davon Mitarbeiter in der passiven Phase der Altersteilzeit 880 797
    Auszubildende 3.485 3.216
    Gesamtbelegschaft 111.240 109.095

    Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Mitarbeiterzahlen bei Scania Vehicles & Services und MAN Truck & Bus zurückzuführen.

    3. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

    in Mio € 2025 2024
    Sonstiger
    betrieblicher
    Ertrag
    Sonstiger
    betrieblicher
    Aufwand
    Nettoertrag (+)/Nettoauf-
    wand (–)
    Sonstiger betrieblicher Ertrag Sonstiger betrieblicher Aufwand Nettoertrag (+)/Nettoauf-
    wand (–)
    Auswirkungen aus Wechselkursveränderungen 858 –991 –133 1.225 –1.151 73
    Erträge aus Auflösung von Rückstellungen und abgegrenzten
    Verbindlichkeiten
    76 76 60 60
    Auswirkungen, die sich aus Derivaten außerhalb Hedge Accounting ergeben 145 –67 79 61 –154 –93
    Erträge aus Miet- und Pachteinnahmen 23 23 17 17
    Auswirkungen aus Anlageabgängen  43 –21 23 28 –11 17
    Aufwendungen aus Prozess- und Rechtsrisiken  –305 –305 –308 –308
    Übrige Erträge und Aufwendungen 241 –374 –134 287 –290 –3
      1.386 –1.758 –372 1.678 –1.915 –237


    Die Erträge aus Wechselkursveränderungen enthalten überwiegend Gewinne aus Kursveränderungen zwischen Entstehungs- und Zahlungszeitpunkt von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie Kursgewinne aus der Bewertung zum Stichtagskurs. Daraus resultierende Kursverluste werden unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

    In den Prozess- und Rechtsrisiken sind Aufwendungen für zivilrechtliche Klagen gegen Scania Vehicles & Services und MAN Truck & Bus im Zusammenhang mit den EU-Truck-Cases in einzelnen Ländern enthalten (siehe Anhangangabe 32. Rechtsstreitigkeiten/Rechtliche Verfahren).

    Die Erträge bzw. Aufwendungen aus Derivaten außerhalb Hedge Accounting enthalten überwiegend Kursgewinne bzw. Kursverluste aus der Marktbewertung von derivativen Finanzinstrumenten zur Währungssicherung, die nicht ins Hedge Accounting einbezogen sind.

    Die Übrigen Erträge enthalten Schadenersatzansprüche in Höhe von 54 Mio € (100 Mio €), insbesondere Gewährleistungen von externen Lieferanten.

    In den übrigen Aufwendungen sind im Zusammenhang mit Restrukturierungen bei Scania Vehicles & Services Kosten von 42 Mio € (– Mio €) enthalten.

    4. Zinsergebnis

    Berichtszeitraum 1. Januar bis 31. Dezember

    in Mio € 2025 2024
    Zinsertrag1 235 317
    Zinsen und ähnliche Erträge1 235 317
    Zinsaufwand1 –656 –808
    Zinsen und ähnliche Aufwendungen1 –430 –596
    Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten –51 –44
    Nettozinsaufwand auf die Nettoschuld aus Pensionen
    und ähnlichen Verpflichtungen
    –87 –80
    Aufzinsung und Effekte aus der Änderung des Abzinsungssatzes von Verbindlichkeiten und Sonstigen Rückstellungen –88 –87
    Zinsergebnis –421 –490

    1 Das Vorjahr wurde angepasst, siehe Anhangangabe Vorjahresinformationen.

    Aufgrund des Rückgangs des allgemeinen Zinsniveaus im aktuellen Geschäftsjahr sanken sowohl der Zinsertrag als auch Zinsaufwand, trotz Anstieg des Finanzierungsvolumens.

    Die Zinserträge und -aufwendungen beinhalten realisierte Erträge bzw. Aufwendungen aus Zinsderivaten auf Positionen der Nettoliquidität.

    Im Vorjahr waren höhere Zinserträge aus Steuererstattungen in den Zinserträgen enthalten.

    5. Übriges Finanzergebnis

    Berichtszeitraum 1. Januar bis 31. Dezember

    in Mio € 2025 2024
    Sonstige Erträge aus Beteiligungen 3 2
    Sonstige Aufwendungen aus Beteiligungen –34 –1
    Erträge und Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen 2 2
    Realisierte Fremdwährungserträge und -aufwendungen
    aus Darlehensforderungen und -verbindlichkeiten
    –141 356
    Erträge und Aufwendungen aus Bewertungseffekten
    von originären Finanzinstrumenten
    –550 –524
    Erträge und Aufwendungen aus Fair-Value-Änderungen
    von Derivaten außerhalb Hedge Accounting
    524 –120
    Erträge und Aufwendungen aus Fair-Value-Änderungen von Derivaten innerhalb Hedge Accounting 0 –5
    Aufwand Spruchverfahren zum MAN SE-Merger-Squeeze-Out –96
      –196 –387

    Die Fair-Value-Änderungen aus Derivaten außerhalb Hedge Accounting wirken den Währungsumrechnungseffekten auf die Nettoverschuldung aus der Realisierung und Bewertung entgegen. Im Geschäftsjahr 2025 verbleibt ein Residualaufwand, der hauptsächlich auf der Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar beruht. Im Vorjahr verblieb ein weit höherer Residualaufwand, der hauptsächlich aus der Aufwertung des Euro gegenüber dem brasilianischen Real resultierte.

    6. Ertragsteuern

    Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze: Ertragsteuern

    Die Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Steuern. Für in diesem Zusammenhang anfallende steuerliche Nebenleistungen werden Sonstige Rückstellungen passiviert.

    Der Bewertung von aktiven latenten Steuern für steuerliche Verlustvorträge werden in der Regel zukünftige zu versteuernde Einkommen im Rahmen eines Planungszeitraums von fünf Geschäftsjahren, in Einzelfällen auch bis zu zehn Geschäftsjahren, zugrunde gelegt. Für aktive latente Steuern, deren Realisierung in einem überschaubaren Zeitraum nicht zu erwarten ist, werden Wertberichtigungen vorgenommen.

    Schätzungen und Ermessensspielräume des Managements: Ertragsteuern

    Die TRATON SE und ihre Tochtergesellschaften sind weltweit tätig und werden laufend von lokalen Finanzbehörden geprüft. Änderungen der Steuergesetze, der Rechtsprechung und deren Interpretation durch die Finanzbehörden in den jeweiligen Ländern können zu gegenüber den im Abschluss getroffenen Einschätzungen abweichenden Steuerzahlungen führen. Die Bewertung der Steuerrückstellung orientiert sich an dem wahrscheinlichsten Wert der Realisierung dieses Risikos. Ob eine Mehrzahl von steuerlichen Unsicherheiten einzeln oder in Gruppen bilanziert wird, macht TRATON je betrachtetem Einzelfall davon abhängig, welche Darstellung sich besser für die Vorhersage der Realisierung des steuerlichen Risikos eignet. Insbesondere bei Verträgen über grenzüberschreitende, konzerninterne Lieferungen und Leistungen ist die Bestimmung der Preise von einzelnen Produkten und Dienstleistungen komplex, da in vielen Fällen keine Marktpreise für eigene Produkte zu beobachten sind oder der Rückgriff auf Marktpreise von ähnlichen Produkten aufgrund der fehlenden Vergleichbarkeit mit Unsicherheiten behaftet ist. Die Bepreisung erfolgt in diesen Fällen – auch für steuerliche Zwecke – auf Basis von einheitlichen, betriebswirtschaftlich anerkannten Bewertungsverfahren.

    Zusammensetzung des Steuerertrags und -aufwands

    in Mio € 2025 2024
    Tatsächlicher Steueraufwand (+)/-ertrag (–) Inland 32 –65
    Tatsächlicher Steueraufwand (+)/-ertrag (–) Ausland 696 1.043
    Tatsächliche Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 728 978
    davon periodenfremde Aufwendungen (+)/Erträge (–) –10 –97
    Latenter Steueraufwand (+)/-ertrag (–) Inland 16 121
    Latenter Steueraufwand (+)/-ertrag (–) Ausland –264 –333
    Latenter Steueraufwand (+)/-ertrag (–) –249 –212

    Der gesetzliche Körperschaftsteuersatz in Deutschland für den Veranlagungszeitraum 2025 betrug 15 %. Hieraus resultiert, einschließlich Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag, eine Steuerquote von 31,9 % (31,9 %).

    Für die Bewertung der latenten Steuern wird im deutschen Organkreis ein Steuersatz in Höhe von 31,9 % (31,9 %) für Differenzen zwischen dem Buchwert eines Vermögenswerts in der Bilanz und seinem steuerlichen Wertansatz, die sich kurzfristig realisieren, angewendet. Für langfristige temporäre Differenzen wurde der unternehmensindividuelle Steuersatz angewandt, der im Zeitpunkt ihrer Umkehrung gilt.

    Die angewandten lokalen Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variieren zwischen 0 und 45 % (0 und 45 %). Bei gespaltenen Steuersätzen wurde der Thesaurierungssteuersatz angewandt. Der sich aus Steuersatzänderungen ergebende latente Steuerertrag betrug im Jahr 2025 auf Konzernebene 13 Mio € (latenter Steueraufwand 7 Mio €).

    Im Juli 2025 wurde in Deutschland eine Änderung des Körperschaftsteuergesetzes verabschiedet. Infolgedessen wird der Körperschaftsteuersatz stufenweise ab 2028 von 15 auf 10 % gesenkt. Dies führte in dem am 31. Dezember 2025 endenden Geschäftsjahr zu einem Ertrag von 17 Mio € aus der Bewertung von latenten Steueransprüchen und latenten Steuerschulden der deutschen Tochterunternehmen.

    Die Realisierung steuerlicher Verlustvorträge aus Vorjahren führte im Jahr 2025 zu einer Minderung der laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag um 93 Mio € (165 Mio €).

    Aufgrund der Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verluste und Steuergutschriften aus früheren Perioden minderte sich der tatsächliche Ertragsteueraufwand im laufenden Geschäftsjahr um 2 Mio € (1 Mio €). Die bisher nicht berücksichtigten steuerlichen Verluste und Steuergutschriften trugen im Jahr 2025 zu einer Minderung des latenten Steueraufwands um 9 Mio € (29 Mio €) bei.

    Latente Steuern auf Zinsvorträge werden aktiviert, soweit es wahrscheinlich ist, dass der Zinsvortrag in der Zukunft genutzt werden kann. Bisher noch nicht genutzte Zinsvorträge bestehen in Höhe von 745 Mio € (718 Mio €). Zinsvorträge in Höhe von 532 Mio € (528 Mio €) sind zeitlich unbegrenzt nutzbar, während 213 Mio € (191 Mio €) innerhalb der nächsten zehn Jahre zu verwenden sind.

    Steuerliche Verlustvorträge

    in Mio € 31.12.2025 31.12.2024
    Zeitlich unbegrenzt nutzbar 2.669 1.622
    Begrenzt nutzbar innerhalb der nächsten 10 Jahre 1.520 1.347
    Begrenzt nutzbar zwischen 11 und 20 Jahren 569 1.119
    Bisher noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge gesamt 4.758 4.088
    Unverfallbare steuerliche Verlustvorträge 209 237
    Verfallbar innerhalb der nächsten 10 Jahre 357 128
    Verfallbar zwischen 11 und 20 Jahren 301 252
    Nicht nutzbare steuerliche Verlustvorträge gesamt 867 617

    Abschreibung latenter Steueransprüche

    in Mio € 31.12.2025 31.12.2024
    Latenter Steueraufwand aus der Abwertung
    eines latenten Steueranspruchs
    84 8
    Latenter Steuerertrag aus der Zuschreibung
    eines latenten Steueranspruchs
    0 –2

    Die von verschiedenen Staaten gewährten Steuerguthaben betrugen 170 Mio € (177 Mio €) zum 31. Dezember 2025.

    Keine Erfassung latenter Steueransprüche auf Steuerguthaben

    in Mio € 31.12.2025 31.12.2024
    für nach Ablauf von 20 Jahren verfallene Steuergutschriften 42 84
    für unverfallbare Steuergutschriften 2 0

    Für die Gewinnrücklagen ausländischer Tochtergesellschaften in Höhe von 43.362 Mio € (39.494 Mio €) wurden keine latenten Steuern gebildet, da diese Gewinne zum Großteil in den Betrieb der entsprechenden Gesellschaften reinvestiert werden sollen. Die Ausschüttung würde üblicherweise zu zusätzlichen Aufwendungen für Ertragsteuern führen.

    Zum 31. Dezember 2025 hat die TRATON GROUP für Gesellschaften, die einen Verlust in der laufenden Periode oder in der Vorperiode erlitten haben, latente Steuerforderungen ausgewiesen, die die latenten Steuerverbindlichkeiten um 1.006 Mio € (284 Mio €) übersteigen. Davon entfallen 767 Mio € (0 Mio €) auf Gesellschaften im Organkreis USA und 233 Mio € (275 Mio €) auf Gesellschaften im Organkreis der TRATON SE. Diese Beträge beinhalten im Wesentlichen Verlustvorträge und abzugsfähige temporäre Differenzen. Der Ansatz basiert unter anderem auf ausreichenden steuerlichen Gewinnen in den folgenden Geschäftsjahren. Diese sind durch die Unternehmensplanungen unterlegt. Die Gesamtbetrachtung kommt zu dem Ergebnis, dass die jeweiligen Gesellschaften ausreichend zu versteuernde Ergebnisse erzielen werden, mit denen die bislang ungenutzten steuerlichen Verluste und abzugsfähigen temporären Differenzen verrechnet werden können.

    Im Jahr 2025 wurden latente Steuern in Höhe von insgesamt 72 Mio € (–40 Mio €) im Sonstigen Ergebnis erfasst. Die Entwicklung der latenten Steuern nach Sachverhalten ist in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt.

    Globale Mindestbesteuerung

    Aus der Einführung der Globalen Mindeststeuer (Säule 2) entstehen der TRATON GROUP keine wesentlichen Belastungen. Der tatsächliche Steueraufwand im Zusammenhang mit Säule-2-Ertragsteuern beläuft sich auf 2 Mio € (2 Mio €). Die TRATON GROUP hat die Ausnahme von Ansatz und Angabe latenter Steuern im Zusammenhang mit Säule-2-Ertragsteuern angewandt.

    Latente Steuern nach Bilanzposten

    Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzposten sowie auf steuerliche Verlustvorträge entfielen die folgenden bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern:

    Aktive und passive latente Steuern

      Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
    in Mio € 2025 2024 2025 2024
    Immaterielle Vermögenswerte 248 213 1.642 1.731
    Sachanlagen und vermietete Vermögenswerte 142 109 1.597 1.570
    Langfristige finanzielle Vermögenswerte 0 2 13 10
    Vorräte 102 61 45 77
    Forderungen und sonstige Vermögenswerte
    (einschließlich Forderungen aus Finanzdienstleistungen)
    376 324 511 415
    Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 456 542 2 2
    Verbindlichkeiten und sonstige Rückstellungen 3.192 3.204 511 554
    Wertberichtigungen auf aktive latente
    Steuern aus temporären Differenzen
    Temporäre Differenzen nach Wertberichtigungen 4.516 4.456 4.322 4.358
    Steuerliche Verlustvorträge/Zinsvorträge nach Wertberichtigungen 1.130 1.084
    Steuergutschriften nach Wertberichtigungen 125 92
    Summe vor Konsolidierung und Saldierung 5.771 5.633 4.322 4.358
    davon entfallen auf langfristige Vermögenswerte und Schulden 4.313 4.271 3.761 3.846
    Saldierung –3.893 –3.781 –3.893 –3.781
    Konsolidierung 675 752 84 95
    Bilanzansatz 2.552 2.604 512 672

    Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen
    Ertragsteueraufwand

    in Mio € 2025 2024
    Ergebnis vor Ertragsteuern 2.024 3.569
    Erwarteter Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (–)
    (Steuersatz 31,9 % (31,9 %))
    646 1.138
    Überleitung:    
    Abweichende ausländische Steuersätze –48 –239
    Steueranteil für:    
    steuerfreie Erträge –242 –285
    steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 159 214
    Effekte aus Verlustvorträgen und Steuergutschriften 34 –84
    Periodenfremde Steuern und Steuerrisiken –19 –42
    Effekte aus Steuersatzänderungen –13 7
    Sonstige Steuereffekte –37 57
    Ausgewiesener Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (–) 479 766
    Effektiver Steuersatz in % 24 21

    7. Ergebnis je Aktie

    Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze: Ergebnis je Aktie

    Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus dem Konzernergebnis nach Steuern, welches den Anteilseignern der TRATON SE zurechenbar ist, geteilt durch die Zahl der durchschnittlich in Umlauf befindlichen Aktien. Da die TRATON SE keine Finanzinstrumente ausgegeben hat, die zu einem Verwässerungseffekt führen könnten, entspricht die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie der des unverwässerten Ergebnisses je Aktie. Im Falle der Ausübung des bedingten Kapitals der TRATON SE können in Zukunft Verwässerungen eintreten.

    in Mio € 2025 2024
    Ergebnis nach Steuern (Anteil der Aktionäre der TRATON SE) 1.547 2.804
    Im Umlauf befindliche Aktien (Anzahl) 500.000.000 500.000.000
    Ergebnis je Aktie (in €) 3,09 5,61

    Das Grundkapital der TRATON SE beträgt 500 Mio € und ist eingeteilt in 500 Mio (500 Mio) auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien.