Erläuterungen zur Bilanz
8. Geschäfts- oder Firmenwerte und Wertminderungen von Vermögenswerten
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze: Geschäfts- oder Firmenwerte und Wertminderungen von Vermögenswerten
Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen werden mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft. Der Werthaltigkeitstest der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt in der Regel anhand des Nutzungswerts auf Ebene der Segmente. Das Gleiche gilt bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer (insbesondere Markennamen) sowie bei immateriellen Vermögenswerten, die noch nicht nutzungsbereit sind (insbesondere aktivierte Entwicklungskosten vor Beginn der Serienproduktion). Im Rahmen des Werthaltigkeitstests werden Corporate Assets der Group R&D mittels eines individuellen Schlüssels den einzelnen Segmenten zugerechnet.
Bei sonstigen Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt, wenn zum Bilanzstichtag ein Indikator für eine Wertminderung vorliegt.
Der Nutzungswert entspricht grundsätzlich dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows aus dem jeweiligen Vermögenswert. Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse erzeugt (zahlungsmittelgenerierende Einheit), bestimmt, welcher der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann. Ist der erzielbare Betrag niedriger als der Buchwert, erfolgt eine sofortige ergebniswirksame Wertminderung.
Schätzungen und Ermessensspielräume des Managements: Werthaltigkeit langfristiger nichtfinanzieller Vermögenswerte
Sowohl die Überprüfung der Werthaltigkeit nichtfinanzieller Vermögenswerte – insbesondere Geschäfts- oder Firmenwerte, Markennamen, aktivierte Entwicklungskosten, sonstige Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen – als auch nach der Equity-Methode oder zu Anschaffungskosten bewerteter Beteiligungen erfordern Annahmen bezüglich der zukünftigen Marktentwicklung, der daraus abgeleiteten zukünftigen Cashflows und des zu verwendenden Diskontierungszinssatzes.
Zur Ableitung der Cashflows lässt das Management im Rahmen der Planung seine mittelfristigen Erwartungen zur Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds, des Marktvolumens, der Marktanteile sowie der Kosten- und Preisentwicklung einfließen. Dabei werden Annahmen zu makroökonomischen Trends (Währungs-, Zins- und Rohstoffpreisentwicklung) und die Einflüsse geopolitischer Risiken auf das Geschäftsmodell sowie historische Entwicklungen berücksichtigt. Der Detailplanungszeitraum bezieht sich im Allgemeinen auf fünf Jahre.
Die Cashflows werden aus der detaillierten Verkaufs- und Umsatzplanung für Nutzfahrzeuge, der Planung der Profitabilität (Bruttomarge) der Produkte und der Entwicklungen im Service-Geschäft abgeleitet. Zudem fließt auch die Transformation zur Elektromobilität unter Berücksichtigung der regulatorischen Zeitpläne ein (siehe auch Anhangangabe Auswirkungen des Klimawandels). Die Schätzung der Cashflows nach Beendigung des fünfjährigen Detailplanungszeitraums basiert auf einer Wachstumsrate von 1 % p.a. (1 % p.a.), in der auch der Wandel zur E‑Mobilität berücksichtigt ist.
Unseren Planungen liegt die Annahme zugrunde, dass die globale Wirtschaftsleistung im Jahr 2026 insgesamt mit einer im Vergleich zu 2025 ähnlichen Dynamik wachsen wird. Die weiter rückläufige Inflation in wichtigen Wirtschaftsregionen und die daraus resultierende fortgesetzte Lockerung der Geldpolitik sollten sich positiv auf die private Nachfrage auswirken. Risiken sehen wir weiterhin in einer zunehmenden Fragmentierung der Weltwirtschaft, in protektionistischen Tendenzen, in Turbulenzen auf den Finanz-, Energie- und Rohstoffmärkten sowie in strukturellen Defiziten einzelner Länder. Die Wachstumsaussichten werden zudem von anhaltenden geopolitischen Spannungen und Konflikten belastet. Risiken bergen insbesondere der Russland-Ukraine-Konflikt, die angespannte Lage im Nahen Osten sowie zunehmende Unsicherheiten im Zusammenhang mit der wirtschaftspolitischen Ausrichtung der USA und der globalen Zunahme geoökonomischer Maßnahmen, die geopolitische Spannungen weiter verschärfen können. Wir gehen davon aus, dass die fortgeschrittenen Volkswirtschaften im Durchschnitt eine ähnliche und die Gruppe der Schwellenländer eine leicht niedrigere Dynamik aufweisen werden als im Berichtsjahr.
Durch diese makroökonomischen Rahmenbedingungen ergibt sich auch ein erhöhtes Maß an Unsicherheit in Bezug auf die Ermittlung der Nutzungswerte. Im Laufe des Geschäftsjahres 2025 waren die Inflationsraten in vielen Ländern zwar rückläufig, zum Teil aber weiterhin auf erhöhtem Niveau. So haben nicht alle Zentralbanken im selben Umfang ihre Leitzinsen gesenkt, was sich teilweise dämpfend auf die Konjunkturentwicklung auswirkte. Für die Geschäftsjahre ab 2026 gehen wir davon aus, dass sich die Steigerungsraten von Material- und Personalkosten – je nach Region – auf einem in der Vergangenheit üblichen Niveau einpendeln werden. Bedingt durch die Kostensteigerungen wurden auch Umsatzsteigerungen in der Planung hinterlegt. In Anbetracht der aktuellen geopolitischen Risiken und deren Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Lage könnten sich zusätzliche Herausforderungen für die Entwicklung der Nutzfahrzeug-Märkte ergeben.
Auf den für die TRATON GROUP relevanten Nutzfahrzeugmärkten geht der Vorstand in den Jahren 2026 bis 2030 insgesamt von einem leichten Marktwachstum aus, mit regional unterschiedlichen Entwicklungen. Für die Region EU27+3 erwarten wir einen stabilen Nutzfahrzeugmarkt auf dem Niveau der Vorjahre, während wir in Nordamerika einen leichten Anstieg erwarten. Marktschwankungen werden voraussichtlich in den Jahren vor und nach der Einführung neuer Emissionsstandards in der Region EU27+3 und Nordamerika auftreten. In Südamerika gehen wir im Planungszeitraum von einem leichten Anstieg aus. Nähere Details zur erwarteten Branchenentwicklung und zur Prognose für das Geschäftsjahr 2026 sind im Prognosebericht im Zusammengefassten Lagebericht enthalten.
Basierend auf Volumen- und Preiseffekten gehen wir über den Planungszeitraum von einem Umsatzanstieg aus. Dabei ist in den Segmenten Scania Vehicles & Services, MAN Truck & Bus und VWTB in der Fünfjahresplanung eine Ausweitung der Elektromobilität hinterlegt (siehe auch Anhangangabe Auswirkungen des Klimawandels). Die Kosten aus der Transformation wurden in den Cashflows berücksichtigt. Die negativen Effekte der im Rahmen des Section-232-Erlasses in Kraft getretenen weiteren US-Zölle wurden in den Cashflows bei International berücksichtigt.
Bei Scania Vehicles & Services wirkt sich darüber hinaus ein steigendes Absatzvolumen sowie der Ausbau des Vehicle-Services-Geschäfts positiv auf die geplanten Cashflows aus.
Bei MAN Truck & Bus wirkt sich das höhere Absatzvolumen positiv auf die Cashflows aus.
Bei International Motors wird trotz des unmittelbaren Einflusses der im Rahmen des Section-232-Erlasses in Kraft getretenen weiteren US-Zölle und des nur leichten Wachstums des nordamerikanischen Marktes aufgrund anstehender Einführungen neuer Produkte von deutlich steigenden Absatzvolumina ausgegangen. Die Produkteinführungen, die Nutzung der leistungsstarken Komponenten- und Technologie-Organisation innerhalb der TRATON GROUP sowie der noch wirksamere Einsatz eines der größten unabhängigen Händler- und Service-Netzwerke auf dem nordamerikanischen Markt, zu welchem International Motors schon heute Zugang hat, wirken sich insgesamt positiv auf die geplanten Cashflows aus.
Volkswagen Truck & Bus partizipiert neben dem Einstieg in neue Märkte durch die zunehmende Internationalisierung auch am Wachstum des brasilianischen Marktes.
Diese Annahmen führten insgesamt zu einer erwarteten Verbesserung der Operativen Rendite (bereinigt) bis ins Jahr 2030 über alle zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen ein Geschäftswert zugeordnet ist, hinweg.
Die Planungsprämissen werden jeweils an den aktuellen Erkenntnisstand angepasst.
Bei der Ermittlung des Nutzungswerts im Rahmen der Werthaltigkeitstests werden folgende Kapitalkostensätze (WACC) vor Steuern zugrunde gelegt, die, soweit notwendig, um länderspezifische Risiken angepasst wurden:
| WACC | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Scania Vehicles & Services | 9,8 % | 10,4 % |
| MAN Truck & Bus | 9,8 % | 10,4 % |
| International Motors | 10,5 % | 11,2 % |
| Volkswagen Truck & Bus | 13,9 % | 14,6 % |
Die Ermittlung der Kapitalkostensätze basiert auf dem Zinssatz für risikofreie Anlagen, der Marktrisikoprämie und dem Fremdkapitalzinssatz. Darüber hinaus werden spezifische Peergroup-Informationen für Beta-Faktoren und Fremdkapitalkosten berücksichtigt. Die Zusammensetzung der Peergroups zur Ermittlung der Beta-Faktoren wird fortlaufend überprüft und ggf. angepasst.
Um den Unsicherheiten hinsichtlich der geopolitischen und makroökonomischen Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen, werden im Rahmen der Planungen Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Beispielsweise werden die Wachstumsprognosen für die ewige Rente und die Diskontierungszinssätze um –/+1,0 Prozentpunkte variiert, um feststellen zu können, ob sich daraus ein Wertminderungsbedarf langfristiger nichtfinanzieller Vermögenswerte ergibt. Des Weiteren werden auch die geplanten Zahlungsströme mit Blick auf die für möglich gehaltenen Änderungen, insbesondere hinsichtlich der Transformationsunsicherheit der Nutzfahrzeugbranche zur Elektromobilität, auf ihre Sensitivität geprüft. Die durchgeführten Sensitivitätsanalysen gaben keinen Hinweis auf einen Wertminderungsbedarf der Geschäfts- oder Firmenwerte und Markennamen.
Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte
| in Mio € | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
|
Anschaffungs-/Herstellungskosten Stand am 01.01. |
6.225 | 6.154 |
| Währungsanpassung | –216 | 71 |
| Konsolidierungskreisveränderungen | 29 | 0 |
| Stand am 31.12. | 6.037 | 6.225 |
|
Abschreibungen Stand am 01.01./31.12. (unverändert) |
70 | 70 |
| Buchwert am 31.12. | 5.967 | 6.154 |
Die Aufteilung der Geschäftswerte auf die Segmente ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
| in Mio € | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Geschäftswerte nach Segmenten | ||
| Scania Vehicles & Services | 2.653 | 2.478 |
| MAN Truck & Bus | 222 | 222 |
| International Motors | 2.818 | 3.181 |
| Volkswagen Truck & Bus | 273 | 273 |
| 5.967 | 6.154 | |
Außerplanmäßige Abschreibungen auf unsere Geschäfts- oder Firmenwerte waren auf Grundlage des durchgeführten Impairment-Tests nicht notwendig. Die Veränderungen in den Geschäftswerten beruhen auf Währungsanpassungseffekten und Konsolidierungskreisveränderungen.
9. Immaterielle Vermögenswerte
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze: Immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Entwicklungskosten für Fahrzeuge und Fahrzeugkomponenten werden aktiviert, wenn die Ansatzkriterien von IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte erfüllt sind. So ist beispielsweise die technische Machbarkeit der Fertigstellung des neuen Produkts nachzuweisen damit dieses zu einem künftigen wirtschaftlichen Nutzen für das Unternehmen durch Nutzung oder Verkauf führen wird. Aktivierte Entwicklungskosten umfassen alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Einzel- und Gemeinkosten. TRATON hat mit seinem ONE PDP (Product Development Process) einen gruppenweiten Prozess zur Durchführung von Produktentwicklungsprojekte und -initiativen entwickelt. Der Produktentwicklungsprozess umfasst mehrere Phasen, die sich auf spezifische Teile des Projekts konzentrieren. Jede Phase beginnt und endet mit einem Meilenstein, für dessen Überschreitung fest definierte Kriterien erfüllt sein müssen, damit das Projekt zur nächsten Phase fortschreiten kann. Der Beginn und das Ende der Aktivierung von Entwicklungskosten ist dabei klar an das Erreichen einzelner Meilensteine innerhalb des ONE PDP geknüpft.
Die Abschreibung erfolgt linear ab dem Beginn der Nutzung (z.B. Produktionsbeginn) über die vorgesehene Laufzeit der entwickelten Modelle bzw. Technologien.
Die Abschreibungsdauern für immaterielle Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:
| Erwartete Nutzungsdauern | |
|---|---|
| Software und Lizenzen | 3–5 Jahre |
| Aktivierte Entwicklungskosten | 3–15 Jahre |
| Kundenbeziehungen | 5–20 Jahre |
| Markennamen | unbestimmt |
Des Weiteren werden zur Prüfung der Werthaltigkeit von aktivierten Entwicklungskosten auch makroökonomische und geopolitische Unsicherheiten miteinbezogen, die sich auf die Durchführungsentscheidung einzelner Entwicklungsprojekte auswirken und zu einer Wertminderung führen können.
Die unbestimmte Nutzungsdauer von Markennamen aus Unternehmenszusammenschlüssen ergibt sich regelmäßig aus der weiteren Nutzung und Pflege einer Marke. Bei Markennamen aus Unternehmenszusammenschlüssen sowie bei immateriellen Vermögenswerten, die noch nicht nutzungsbereit sind (insbesondere aktivierte Entwicklungskosten vor Beginn der Serienproduktion), wird außerdem mindestens einmal jährlich ein Werthaltigkeitstest durchgeführt, der den Prinzipien des Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte folgt (für weitere Informationen siehe auch Anhangangabe 8. Geschäfts- oder Firmenwerte und Wertminderungen von Vermögenswerten).
Die Abschreibungen und Wertminderungen des Geschäftsjahres werden den entsprechenden Funktionsbereichen in der Gewinn- und Verlustrechnung zugeordnet und sind insbesondere in den Umsatzkosten und Vertriebskosten enthalten.
Schätzungen und Ermessensspielräume des Managements: Nutzungsdauer der immateriellen Vermögenswerte
Die Schätzung der Nutzungsdauer von abnutzbaren immateriellen Vermögenswerten basiert auf Erfahrungswerten und unterliegt einer regelmäßigen Überprüfung. Bei einer Änderung der Einschätzung kommt es zu einer Anpassung der Restnutzungsdauer und ggf. einer außerplanmäßigen Abschreibung.
Für weitere Informationen siehe auch Anhangangabe 8. Geschäfts- oder Firmenwerte und Wertminderungen von Vermögenswerten.
Entwicklung der Immateriellen Vermögenswerte vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025
| 2025 | 2024 | |||||||||
| in Mio € | Markennamen | Kunden-beziehungen |
Aktivierte Entwick- lungskosten |
Sonstige immaterielle Vermögens-werte |
Gesamt | Markennamen | Kunden-beziehungen |
Aktivierte Entwick- lungskosten |
Sonstige immaterielle Vermögens-werte |
Gesamt |
|
Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand am 01.01. |
1.720 | 3.020 | 7.789 | 801 | 13.329 | 1.705 | 2.918 | 6.937 | 734 | 12.293 |
| Währungsanpassung | –44 | –266 | 89 | 11 | –210 | 15 | 99 | –125 | –24 | –35 |
|
Veränderungen Konsolidierungskreis |
– | 18 | 0 | 2 | 19 | – | – | – | 0 | 0 |
| Zugänge | – | – | 1.220 | 39 | 1.259 | – | 2 | 978 | 32 | 1.012 |
| Umbuchungen | – | – | 0 | 145 | 145 | – | – | – | 68 | 68 |
| Abgänge | – | – | –9 | –36 | –45 | – | – | 0 | –9 | –9 |
| Stand am 31.12. | 1.676 | 2.771 | 9.089 | 960 | 14.497 | 1.720 | 3.020 | 7.789 | 801 | 13.329 |
|
Abschreibungen Stand am 01.01. |
36 | 1.359 | 4.026 | 519 | 5.940 | 43 | 1.101 | 3.564 | 471 | 5.179 |
| Währungsanpassung | 0 | –91 | 71 | –1 | –21 | –7 | 5 | –68 | –17 | –87 |
|
Zugänge Abschreibungen |
– | 243 | 519 | 90 | 852 | – | 252 | 527 | 71 | 850 |
|
Zugänge Wertminderungen |
– | – | 101 | 1 | 102 | – | 1 | 3 | 3 | 6 |
| Zuschreibung | – | – | – | – | – | – | – | – | –1 | –1 |
| Abgänge | – | – | –8 | –32 | –40 | – | – | 0 | –7 | –7 |
| Stand am 31.12. | 36 | 1.511 | 4.709 | 577 | 6.833 | 36 | 1.359 | 4.026 | 519 | 5.940 |
| Buchwert am 31.12. | 1.640 | 1.261 | 4.381 | 383 | 7.664 | 1.684 | 1.661 | 3.763 | 281 | 7.389 |
Im Geschäftsjahr 2025 wurden aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 100 Mio €, die im Zusammenhang mit der Beendigung eines Entwicklungsprojekts für batterieelektrische Trucks der Klasse 8 bei International Motors stehen, wertgemindert und in den Umsatzkosten erfasst.
Die Aufteilung der Markennamen auf die Segmente ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
| in Mio € | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Markennamen nach Segmenten | 1.640 | 1.684 |
| Scania Vehicles & Services | 901 | 850 |
| International Motors | 717 | 809 |
| TRATON Financial Services | 22 | 25 |
10. Sachanlagen, Nutzungsrechte nach IFRS 16 und Leasingverbindlichkeiten
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze: Sachanlagen, Nutzungsrechte nach IFRS 16 und Leasingverbindlichkeiten
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen und, sofern erforderlich, außerplanmäßige Abschreibungen in Form von Wertminderungen bewertet (für weitere Informationen siehe auch Anhangangabe 8. Geschäfts- oder Firmenwerte und Wertminderungen von Vermögenswerten). Des Weiteren werden zur Prüfung der Werthaltigkeit der Sachanlagen auch makroökonomische und geopolitische Unsicherheiten miteinbezogen, die sich auf die Nutzung der Anlagen auswirken und zu einer Wertminderung damit korrespondierender Sachanlagen führen können.
Das Sachanlagevermögen wird linear zeitanteilig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern der Sachanlagen werden regelmäßig überprüft und ggf. angepasst. Den planmäßigen Abschreibungen liegen hauptsächlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:
| Nutzungsdauer in Jahren | |
|---|---|
| Gebäude | 10–50 Jahre |
| Grundstückseinrichtungen | 5–33 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3–12 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, einschließlich Spezialbetriebsmittel | 3–15 Jahre |
Die Nutzungsrechte aus Verträgen, bei denen die TRATON GROUP als Leasingnehmer auftritt, werden im Bilanzposten Sachanlagen geführt und grundsätzlich über die Laufzeit des Leasingverhältnisses linear abgeschrieben.
Die Leasingverbindlichkeit wird mit den ausstehenden Leasingzahlungen, die unter Anwendung des Grenzfremdkapitalzinssatzes des Leasingnehmers abgezinst werden, bemessen. Die Leasingverbindlichkeit wird unter Anwendung der Effektivzinsmethode und Berücksichtigung der Leasingzahlungen fortgeschrieben. Der Ausweis der Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeit erfolgt innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung im Zinsaufwand und innerhalb der Kapitalflussrechnung im Cashflow aus der Geschäftstätigkeit. Darüber hinaus nutzt die TRATON GROUP die Wahlrechte des IFRS 16, Leasingverträge für immaterielle und geringwertige Vermögenswerte sowie kurzfristige Leasingverträge nicht als Leasingverhältnisse zu erfassen und die diesbezüglichen Leasingzahlungen stattdessen als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.
Schätzungen und Ermessensspielräume des Managements: Nutzungsdauer von Sachanlagen und Bewertung von Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten
Die Schätzung der Nutzungsdauer bei Sachanlagen basiert auf Erfahrungswerten und unterliegt einer regelmäßigen Überprüfung. Bei einer Änderung der Einschätzung kommt es zu einer Anpassung der Restnutzungsdauer und ggf. einer außerplanmäßigen Abschreibung.
Der Bewertung von Nutzungsrechten aus Leasingverträgen sowie der damit verbundenen Leasingverbindlichkeiten liegt eine bestmögliche Schätzung hinsichtlich der Ausübung von Verlängerungs- und Kündigungsoptionen zugrunde. Falls sich wesentliche Änderungen der Rahmenbedingungen oder des Vertrags ergeben, wird diese Einschätzung aktualisiert.
Entwicklung der Sachanlagen vom 1. Januar bis 31. Dezember
| 2025 | 2024 | |||||||||
| in Mio € |
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
Gesamt |
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
Gesamt |
|
Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand am 01.01. |
6.733 | 4.858 | 4.781 | 1.882 | 18.254 | 6.438 | 4.554 | 4.570 | 1.391 | 16.953 |
| Währungsanpassung | –38 | 58 | 22 | –71 | –30 | –43 | –131 | –114 | 9 | –279 |
| Zugänge | 383 | 131 | 347 | 1.120 | 1.982 | 284 | 175 | 308 | 1.265 | 2.032 |
| Umbuchungen | 482 | 796 | –1 | –1.415 | –138 | 157 | 358 | 180 | –763 | –68 |
| Abgänge | –97 | –143 | –194 | –10 | –444 | –103 | –96 | –164 | –19 | –382 |
| Konsolidierungskreisveränderungen | 27 | 9 | 5 | 1 | 41 | 0 | –4 | 1 | 0 | –3 |
| Stand am 31.12. | 7.490 | 5.709 | 4.961 | 1.507 | 19.666 | 6.733 | 4.858 | 4.781 | 1.882 | 18.254 |
| Abschreibungen Stand am 01.01. | 2.518 | 2.743 | 3.345 | 2 | 8.608 | 2.275 | 2.551 | 3.159 | 4 | 7.989 |
| Währungsanpassung | 7 | 56 | 42 | 0 | 104 | –17 | –86 | –84 | –1 | –188 |
| Zugänge Abschreibungen | 367 | 397 | 435 | – | 1.199 | 340 | 366 | 401 | – | 1.107 |
| Zugänge Wertminderungen | – | 0 | 4 | 8 | 12 | 2 | – | 8 | 1 | 11 |
| Umbuchungen | 1 | 188 | –188 | – | 1 | 0 | 4 | –4 | – | 0 |
| Abgänge | –62 | –131 | –165 | – | –359 | –77 | –85 | –135 | – | –296 |
| Zuschreibungen | – | – | –8 | –1 | –9 | –6 | –4 | –1 | –2 | –12 |
| Konsolidierungskreisveränderungen | –4 | 1 | 2 | – | –1 | 0 | –4 | 0 | – | –3 |
| Stand am 31.12. | 2.827 | 3.253 | 3.466 | 9 | 9.555 | 2.518 | 2.743 | 3.345 | 2 | 8.608 |
| Buchwert am 31.12. | 4.663 | 2.455 | 1.495 | 1.498 | 10.111 | 4.215 | 2.115 | 1.436 | 1.880 | 9.646 |
Sachanlagen mit einem Buchwert von 615 Mio € (466 Mio €) dienen als Sicherheit für aufgenommene Kreditverbindlichkeiten.
Im Geschäftsjahr 2025 wurden Sachanlagen in Höhe von 8 Mio €, die im Zusammenhang mit der Beendigung eines Entwicklungsprojekts für batterieelektrische Trucks der Klasse 8 bei International Motors stehen, wertgemindert und in den Umsatzkosten erfasst.
Die in den Sachanlagen ausgewiesenen Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen haben sich wie folgt entwickelt:
| in Mio € | 2025 | 2024 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken, enthaltene Nutzungsrechte | In Technischen Anlagen, Maschinen, Anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung enthaltene Nutzungsrechte |
Nutzungsrechte Gesamt |
In Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken, enthaltene Nutzungsrechte | In Technischen Anlagen, Maschinen, Anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung enthaltene Nutzungsrechte |
Nutzungsrechte Gesamt |
|
|
Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand am 01.01. |
1.725 | 331 | 2.056 | 1.601 | 305 | 1.906 |
| Währungsanpassung | –36 | –5 | –41 | –5 | –2 | –8 |
| Konsolidierungskreisveränderungen | 20 | –1 | 20 | 0 | 0 | 1 |
| Zugänge | 297 | 119 | 416 | 205 | 98 | 303 |
| Abgänge | –70 | –75 | –145 | –76 | –70 | –146 |
| Stand am 31.12. | 1.936 | 370 | 2.306 | 1.725 | 331 | 2.056 |
|
Abschreibungen Stand am 01.01. |
750 | 169 | 919 | 619 | 145 | 764 |
| Währungsanpassung | –16 | –3 | –19 | –2 | –1 | –4 |
| Konsolidierungskreisveränderungen | – 3 | 0 | –3 | 0 | 0 | 1 |
|
Zugänge Abschreibungen |
206 | 96 | 301 | 195 | 89 | 283 |
| Abgänge | –51 | –72 | –123 | –62 | –64 | –126 |
| Stand am 31.12. | 885 | 190 | 1.075 | 750 | 169 | 919 |
| Buchwert am 31.12. | 1.051 | 180 | 1.231 | 975 | 162 | 1.137 |
Die in den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesenen Leasingverbindlichkeiten weisen, auf Bruttobasis (vor Abzinsung), folgende Fälligkeitsstruktur auf:
| in Mio € | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Innerhalb eines Jahres | 313 | 292 |
| Zwischen zwei und fünf Jahren | 880 | 821 |
| Nach mehr als fünf Jahren | 339 | 245 |
| 1.532 | 1.359 | |
Insgesamt ergab sich aus Leasingnehmerverhältnissen im Geschäftsjahr ein Zahlungsmittelabfluss von 414 Mio € (389 Mio €), der mit 292 Mio € (276 Mio €) auf die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten innerhalb des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit und mit einem Betrag von 122 Mio € (113 Mio €) auf den Cashflow aus der Geschäftstätigkeit entfällt. Im Cashflow aus der Geschäftstätigkeit sind die Leasingaufwendungen für geringwertige Vermögensgegenstände und kurzfristige Leasingverträge, der Aufwand für variable Leasingzahlungen, die nicht in die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten einbezogen werden, sowie die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten enthalten.
Mögliche zukünftige Zahlungsmittelabflüsse, die nicht bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten berücksichtigt wurden, bestehen im Wesentlichen aus Verlängerungsoptionen in Höhe von 720 Mio € (682 Mio €).
11. Vermietete Vermögenswerte
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze: Vermietete Vermögenswerte
In der Position „Vermietete Vermögenswerte“ werden Vermögenswerte ausgewiesen, bei denen die TRATON GROUP als Leasinggeber auftritt. Dazu gehören insbesondere Fahrzeuge und Immobilien, die im Rahmen von kurzfristigen Vermietverträgen oder Operating-Leasingverhältnissen vermarktet werden, sowie Fahrzeuge, die aufgrund von Rückkaufvereinbarungen weiterhin der TRATON GROUP zuzurechnen sind. Der Leasinggegenstand wird zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten innerhalb der Vermieteten Vermögenswerte der TRATON GROUP bilanziert und linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer bzw. Vertragslaufzeit auf den kalkulierten Restwert abgeschrieben. Die für die Abschreibungen zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen grundsätzlich denen der selbst genutzten Sachanlagen. Änderungen des kalkulierten Restwerts werden durch Anpassung der zukünftigen Abschreibungsraten berücksichtigt. Wertminderungen, die aufgrund eines Impairment-Tests nach IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten zu erfassen sind, werden durch außerplanmäßige Abschreibungen erfasst. Die in der Periode vereinnahmten Leasingraten werden linear oder auf einer anderen systematischen Basis als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Abschreibungen und Wertminderungen sind in den Funktionskosten enthalten. Weitere Informationen zur Bilanzierung von Operating-Leasingverhältnissen finden sich in Anhangangabe 1. Umsatz.
Der angegebene Fair Value der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wird grundsätzlich nach einem Ertragswertverfahren auf Basis interner Daten, anhand interner Berechnungen oder durch Sachverständige (Stufe 3 der Bemessungshierarchie) ermittelt.
Schätzungen und Ermessensspielräume des Managements: Werthaltigkeit von Vermieteten Vermögenswerten
Die Werthaltigkeit der Vermieteten Vermögenswerte des Konzerns hängt insbesondere vom Restwert der vermieteten Fahrzeuge nach Ablauf der Leasingzeit ab, da dieser einen wesentlichen Teil der erwarteten Zahlungsmittelzuflüsse darstellt, sowie von der aktuellen Marktlage, welche kontinuierlich überwacht wird. Die Prognose von Restwerten erfordert Annahmen des Managements bezüglich des zukünftigen Fahrzeugangebots und der Fahrzeugnachfrage sowie der Entwicklung von Fahrzeugpreisen. Diesen Annahmen liegen entweder qualifizierte Schätzungen oder veröffentlichte Informationen sachverständiger Dritter zugrunde. Qualifizierte Schätzungen beruhen, soweit verfügbar, auf externen Daten unter Berücksichtigung intern vorliegender Zusatzinformationen, z.B. historischer Erfahrungswerte und aktueller Verkaufsdaten.
Entwicklung der vermieteten Vermögenswerte vom 1. Januar bis zum 31. Dezember
| 2025 | 2024 | |||||||
| in Mio € |
Vermietete Fahrzeuge |
Als Finanz- investition gehaltene Immobilien |
Sonstige vermietete Vermögens- werte |
Gesamt |
Vermietete Fahrzeuge |
Als Finanz- investition gehaltene Immobilien |
Sonstige vermietete Vermögens- werte |
Gesamt |
|
Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand am 01.01. |
7.696 | 97 | 39 | 7.831 | 8.405 | 100 | 40 | 8.545 |
| Währungsanpassung | –85 | –5 | 2 | –88 | 20 | 1 | –1 | 20 |
| Zugänge | 1.984 | 7 | 0 | 1.992 | 1.564 | 0 | 0 | 1.565 |
| Konsolidierungskreisveränderungen | – | –1 | – | –1 | – | 0 | – | 0 |
| Umbuchungen | 0 | –7 | 0 | –7 | 0 | – | – | 0 |
| Abgänge | –1.792 | –3 | 0 | –1.796 | –2.293 | –5 | 0 | –2.298 |
| Stand am 31.12. | 7.803 | 88 | 42 | 7.932 | 7.696 | 97 | 39 | 7.831 |
|
Abschreibungen Stand am 01.01. |
2.590 | 38 | 35 | 2.663 | 2.812 | 38 | 36 | 2.887 |
| Währungsanpassung | –37 | –1 | 2 | –36 | 14 | 0 | –1 | 14 |
| Zugänge Abschreibungen | 1.027 | 2 | 0 | 1.029 | 1.011 | 2 | 0 | 1.013 |
| Zugänge Wertminderungen | – | – | – | – | 3 | – | – | 3 |
| Umbuchungen | 0 | –1 | 0 | –1 | 0 | – | – | 0 |
| Abgänge | –1.036 | 0 | 0 | –1.037 | –1.248 | –3 | 0 | –1.251 |
| Zuschreibungen | –3 | – | – | –3 | –2 | – | – | –2 |
| Stand am 31.12. | 2.541 | 38 | 37 | 2.616 | 2.590 | 38 | 35 | 2.663 |
| Buchwert am 31.12. | 5.262 | 50 | 4 | 5.316 | 5.106 | 59 | 4 | 5.168 |
Der Anstieg bei den Vermieteten Fahrzeugen im Vergleich zum Vorjahr resultiert daraus, dass das Neugeschäft auslaufende Verträge überkompensiert. Hier spiegelt sich der vermehrte Anteil des Geschäfts mit Rückkaufvereinbarung an den gesamten Absätzen wider.
Der Posten „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien“ enthält zur Vermietung oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehaltene Grundstücke und Gebäude mit einem Fair Value in Höhe von 78 Mio € (96 Mio €). Die Mieteinnahmen aus Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien betrugen im Berichtszeitraum 7 Mio € (4 Mio €).
Weitere Informationen zu Operating-Leasingverhältnissen
Aus den ausstehenden, nicht abgezinsten Leasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden in den nächsten Jahren folgende Zahlungen erwartet:
| in Mio € | 31.12.2025 | 31.12.20241 |
|---|---|---|
| Innerhalb eines Jahres | 545 | 439 |
| Zwischen einem und zwei Jahren | 408 | 301 |
| Zwischen zwei und drei Jahren | 305 | 228 |
| Zwischen drei und vier Jahren | 184 | 141 |
| Zwischen vier und fünf Jahren | 88 | 66 |
| Nach mehr als fünf Jahren | 32 | 16 |
| Leasingzahlungen gesamt | 1.562 | 1.190 |
1 Das Vorjahr wurde angepasst.
Die Erträge aus Operating-Leasingverhältnissen betrugen im Berichtszeitraum 1.563 Mio € (1.550 Mio €).
12. Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze: Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen
Zu den Nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen zählen assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. Die erstmalige Bewertung von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten. Für die Folgebewertung wird der Anteil der TRATON GROUP an den nach dem Erwerb erwirtschafteten Gewinnen und Verlusten ergebniswirksam erfasst. Effekte aus der Zunahme des anteiligen Eigenkapitals (bspw. Kapitalerhöhungen) bei diesen Unternehmen, an denen die TRATON GROUP nicht oder unterproportional teilnimmt, werden ebenfalls erfolgswirksam im Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen erfasst. Wird ein zusätzlicher Anteil an einer bereits Nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung erworben und ändert sich dadurch der maßgebliche Einfluss nicht, so wird der zusätzliche Anteil zu Anschaffungskosten bewertet; es erfolgt keine Neubewertung des bereits gehaltenen Anteils. Die übrigen Veränderungen im Eigenkapital von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen wie Währungsanpassungen werden erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst.
Sofern es Anhaltspunkte für eine Wertminderung einer Nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung gibt, wird für sie ein Werthaltigkeitstest durchgeführt und ggf. eine Wertminderung ergebniswirksam erfasst (siehe Anhangangabe 8. Geschäfts- oder Firmenwerte und Wertminderungen von Vermögenswerten). Entfällt zu einem späteren Zeitpunkt der Grund für die Wertminderung, erfolgt eine Zuschreibung auf den Betrag, der sich ohne Erfassung der Wertminderung ergeben hätte.
Geschäftswerte, die aus dem Erwerb eines assoziierten Unternehmens oder eines Gemeinschaftsunternehmens entstehen, sind in den Beteiligungsbuchwerten der assoziierten Unternehmen bzw. Gemeinschaftsunternehmen enthalten.
Sinotruk
Das assoziierte Unternehmen Sinotruk (Hong Kong) Limited, Hongkong/China (Sinotruk) ist einer der größten Lkw-Hersteller auf dem chinesischen Markt. Die Hauptniederlassung von Sinotruk ist in Hongkong, China. Durch die Anwendung der Equity-Methode unter Beachtung von lokalen Kapitalmarktvorschriften hinsichtlich der Veröffentlichung von Finanzinformationen für die Beteiligung wird für die Bilanzierung von Sinotruk eine vom Geschäftsjahr der TRATON GROUP abweichende Berichtsperiode verwendet.
Zum 31. Dezember 2025 betrug der Börsenwert der Anteile an Sinotruk 2.085 Mio € (1.947 Mio €).
Zusammenfassende Finanzinformationen für Sinotruk (auf 100 %-Basis und somit nicht angepasst an den von TRATON gehaltenen Kapitalanteil) sowie die Überleitung zum Buchwert sind in den folgenden Tabellen enthalten:
Gesamtergebnisrechnung
| in Mio € | 2025¹ | 2024¹ |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 12.371 | 11.893 |
| Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | 867 | 874 |
| Sonstiges Ergebnis | –7 | –4 |
| Gesamtergebnis | 861 | 870 |
| Erhaltene Dividende2 | 94 | 138 |
1 Die Angaben betreffen den Zeitraum vom 1. Juli des Vorjahres bis zum 30. Juni des jeweiligen Jahres.
2 Dividende nach Quellensteuer
Bilanz
| in Mio € | 31.12.2025¹ | 31.12.2024¹ |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 5.352 | 4.922 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 11.345 | 12.144 |
| Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 189 | 174 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 10.403 | 10.708 |
| Nettovermögen | 6.104 | 6.183 |
| Überleitung der Finanzinformationen zum Equity-Buchwert | ||
| Nettovermögen | 6.104 | 6.183 |
| Minderheiten | 958 | 990 |
| Den Aktionären zurechenbares Nettovermögen | 5.146 | 5.193 |
| Anteile von TRATON (in %) | 25 | 25 |
| Der TRATON GROUP zurechenbares Nettovermögen | 1.299 | 1.311 |
|
Geschäftswert, Kaufpreisallokationseffekte, Währungsdifferenz und sonstige Veränderungen |
–18 | –119 |
| Buchwert 31.12. | 1.281 | 1.192 |
1 Die Angaben betreffen den Bilanzstichtag 30. Juni des jeweiligen Jahres.
Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH (RMMV)
Das assoziierte Unternehmen Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH (RMMV) mit Sitz in München ist ein Unternehmen zur Entwicklung, Herstellung und zum Vertrieb von logistischen Radfahrzeugen für einen militärischen Einsatz. Der durch die TRATON GROUP gehaltene Kapitalanteil beträgt 49 % und wird im Segment MAN Truck & Bus ausgewiesen. Durch die Anwendung der Equity-Methode wird unter Beachtung von lokalen Kapitalmarktvorschriften hinsichtlich der Veröffentlichung von Finanzinformationen für die Bilanzierung eine vom Geschäftsjahr der TRATON GROUP um drei Monate abweichende Berichtsperiode verwendet.
Zusammenfassende Finanzinformationen für RMMV (auf 100 %-Basis und somit nicht angepasst an den von TRATON gehaltenen Kapitalanteil) sowie die Überleitung zum Buchwert sind in den folgenden Tabellen enthalten:
Gesamtergebnisrechnung
| in Mio € | 2025¹ | 2024¹ |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.410 | 1.405 |
| Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | 124 | 126 |
| Sonstiges Ergebnis | –6 | 1 |
| Gesamtergebnis | 118 | 127 |
| Erhaltene Dividende | 34 | 13 |
1 Die Angaben betreffen den Zeitraum vom 1. Oktober des Vorjahres bis zum 30. September des jeweiligen Jahres.
Bilanz
| in Mio € | 31.12.2025¹ | 31.12.2024¹ |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 149 | 134 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.063 | 856 |
| Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 71 | 72 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 680 | 506 |
| Nettovermögen | 462 | 412 |
| Überleitung der Finanzinformationen zum Equity-Buchwert | ||
| Nettovermögen | 462 | 412 |
| Den Aktionären zurechenbares Nettovermögen | 462 | 412 |
| Anteile von TRATON (in %) | 49 | 49 |
| Der TRATON GROUP zurechenbares Nettovermögen | 226 | 202 |
| Geschäftswert | 10 | 10 |
| Buchwert 31.12. | 236 | 212 |
1 Die Angaben betreffen den Bilanzstichtag 30. September des jeweiligen Jahres.
Zusammengefasste anteilige Finanzinformationen der einzeln für sich genommen unwesentlichen assoziierten Unternehmen der TRATON GROUP
Die Buchwerte übriger assoziierter Unternehmen betrugen zum 31. Dezember 2025 99 Mio € (96 Mio €). Die nachfolgende Tabelle enthält zusammenfassende Finanzinformationen für die übrigen assoziierten Unternehmen, wobei sich die Angaben jeweils auf den Konzernanteil an den assoziierten Unternehmen beziehen:
| in Mio € | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | –16 | –5 |
| Gesamtergebnis | –16 | –5 |
Zusammengefasste anteilige Finanzinformationen der einzeln für sich genommen unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen der TRATON GROUP
Die Buchwerte der Gemeinschaftsunternehmen betrugen zum 31. Dezember 2025 153 Mio € (141 Mio €). Die nachfolgende Tabelle enthält zusammenfassende Finanzinformationen für die Gemeinschaftsunternehmen, wobei sich die Angaben jeweils auf den Konzernanteil an den Gemeinschaftsunternehmen beziehen:
| in Mio € | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | –19 | –16 |
| Gesamtergebnis | –19 | –16 |
13. Sonstige Beteiligungen
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze: Sonstige Beteiligungen
In den Sonstigen Beteiligungen sind Anteile an nicht konsolidierten unwesentlichen Tochterunternehmen, aufgrund der untergeordneten Bedeutung nicht nach der Equity-Methode bilanzierte assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie Finanzbeteiligungen enthalten. Für Investitionen in Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden und die nach IFRS 9 Finanzinstrumente bewertet werden, hat die TRATON GROUP das Wahlrecht des IFRS 9 ausgeübt, diese Investitionen erfolgsneutral zum Fair Value (ohne Recycling) zu erfassen, da eine erfolgswirksame Erfassung der Gewinne und Verluste zum Fair Value bei diesen Instrumenten für die TRATON GROUP keine Aussage über die Leistung des Unternehmens liefert. Bei einem Verkauf oder Abgang einer Investition in Eigenkapitalinstrumente wird der im Kumulierten Sonstigen Ergebnis erfasste Effekt aus der Fair-Value-Bewertung innerhalb des Eigenkapitals in die Gewinnrücklagen umgegliedert.
Sonstige Beteiligungen
| in Mio € | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Zum Fair Value bewertete Sonstige Beteiligungen | 64 | 71 |
| Zu Anschaffungskosten bewertete unwesentliche Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 19 | 68 |
| 83 | 139 | |
Für weitere Informationen zur Berechnung des Fair Value, siehe Anhangangabe 28. Bedeutung der Finanzinstrumente für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, Abschnitt „Ansatz, Ausbuchung und Klassifizierung von Finanzinstrumenten“.
14. Forderungen aus Finanzdienstleistungen
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze: Forderungen aus Finanzdienstleistungen
TRATON Financial Services bietet verschiedene Arten von Finanzierungslösungen, üblicherweise mit Fälligkeiten zwischen drei und fünf Jahren, bei denen die Fahrzeuge als Sicherheiten fungieren. Die Art der angebotenen Finanzierungslösung wird häufig von den Marktbedingungen sowie zivil- und steuerrechtlichen Regelungen im jeweiligen Land bestimmt.
Forderungen aus Kundenfinanzierung umfassen im Wesentlichen Darlehen, die Direktkunden gewährt werden. Forderungen aus Händlerfinanzierungen beinhalten im Wesentlichen Darlehen an Händler zur Finanzierung ihres Working Capital. Die Darlehen werden durch die zugrunde liegenden Fahrzeuge oder andere Pfandrechte besichert.
Darüber hinaus tritt TRATON Financial Services im Finanzierungsleasinggeschäft als Leasinggeber für vollständig von TRATON Operations hergestellte Nutzfahrzeuge sowie für Fahrzeuge auf, bei denen lediglich die Fahrgestelle von TRATON Operations hergestellt wurden. Die daraus resultierenden Forderungen aus Finanzierungsleasingverträgen werden am Bereitstellungsdatum mit ihrem Nettoinvestitionswert aus dem Leasingverhältnis angesetzt. In der Folge mindern die in der Berichtsperiode erhaltenen Leasingzahlungen den Kapitalbetrag sowie den nicht realisierten Finanzertrag. Ausfallrisiken auf Leasingforderungen werden im Rahmen von IFRS 9 berücksichtigt. Weitere Informationen zur Bilanzierung von Finanzierungsleasingverträgen finden sich in Anhangangabe 1. Umsatz.
Einzelne Gesellschaften der TRATON GROUP verkaufen revolvierend kurzfristig fällig werdende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie vertraglich vereinbarte Zahlungsströme aus Leasingverträgen. Darüber hinaus werden im Einzelfall weitere Verkäufe vereinbart. Bei TRATON Financial Services werden zudem Asset-Backed-Securities-Transaktionen durchgeführt, bei denen zukünftige Zahlungsströme aus Forderungen aus Finanzdienstleistungen an strukturierte Unternehmen abgetreten werden, die diese verbriefen. Verbleiben im Wesentlichen alle Chancen und Risiken aus dem Eigentum bei TRATON Financial Services, wird der finanzielle Vermögenswert nicht ausgebucht. Stattdessen wird im Fall von Asset-Backed-Securities-Transaktionen eine Finanzverbindlichkeit angesetzt bzw. in allen übrigen Fällen eine Sonstige finanzielle Verbindlichkeit in Höhe des erhaltenen Entgelts bilanziert, für weitere Informationen siehe Anhangangabe 22. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.
Für weitere Informationen zu den Ansatz- und Bewertungsgrundsätzen der Forderungen aus dem Finanzierungsgeschäft sowie zu der Berücksichtigung von Ausfallrisiken bei Leasingforderungen siehe Anhangangabe 28. Bedeutung der Finanzinstrumente für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und 29. Art und Ausmaß von Risiken, die sich aus Finanzinstrumenten ergeben.
Schätzungen und Ermessensspielräume des Managements: Bewertung erwarteter Kreditverluste
Die TRATON GROUP ist Risiken aufgrund vertraglich vereinbarter Zahlungen ausgesetzt. In sämtlichen wesentlichen Belangen verfügt die Gruppe als Sicherheit über das Recht, die den Verträgen zugrunde liegenden Fahrzeuge wieder in Besitz zu nehmen. Falls der Marktwert der Sicherheit nicht das Risiko gegenüber dem Kunden vollständig abdeckt und der Kunde seine vertraglich vereinbarten Zahlungen nicht erfüllen kann, besteht für die Gruppe ein Verlustrisiko. Soweit möglich, werden die Einschätzungen dieses Verlustrisikos unter Berücksichtigung aktueller Marktdaten sowie Rating-Klassen und Scoring-Informationen aus Erfahrungswerten abgeleitet.
Forderungen aus Finanzdienstleistungen
| Buchwert | Buchwert | |||||
| in Mio € | kurzfristig | langfristig | 31.12.2025 | kurzfristig | langfristig | 31.12.2024 |
| Forderungen aus dem Finanzierungsgeschäft | ||||||
| Kundenfinanzierung | 2.887 | 5.349 | 8.237 | 2.481 | 4.807 | 7.288 |
| Händlerfinanzierung | 2.036 | 12 | 2.048 | 2.267 | 7 | 2.274 |
| 4.923 | 5.362 | 10.285 | 4.747 | 4.814 | 9.562 | |
| Forderungen aus dem Finanzierungsleasinggeschäft | 2.397 | 5.210 | 7.607 | 2.123 | 4.276 | 6.400 |
| Forderungen aus dem Operating-Leasinggeschäft | 15 | – | 15 | 23 | – | 23 |
| 7.335 | 10.571 | 17.906 | 6.894 | 9.090 | 15.984 | |
Der Anstieg der Forderungen aus dem Finanzierungsgeschäft im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von 723 Mio € ist im Wesentlichen durch eine Erhöhung der Forderungen aus Kundenfinanzierungen in Höhe von 949 Mio € begründet. Gegenläufig wirkt der Rückgang der Forderungen aus Händlerfinanzierungen in Höhe von 226 Mio €. Der Anstieg der Forderungen aus Kundenfinanzierungen resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Portfoliovolumina des brasilianischen Markts im Zuge des Erwerbs des VWTB-Finanzdienstleistungsgeschäfts mit Wirkung zum 30. Juni 2025 (siehe Anhangangabe Akquisitionen), sowie aus der Ausweitung des Finanzierungsgeschäfts bei TRATON Financial Services für International. Der Rückgang der Forderungen aus Händlerfinanzierungen gegenüber dem Vorjahr resultiert hauptsächlich aus dem Umkehreffekt aus den im Vorjahr vorgezogenen Verkäufen in Mexiko aufgrund der Einführung einer neuen Emissionsnorm, die im Jahr 2025 in Kraft getreten ist.
Der Anstieg der Forderungen aus dem Finanzierungsleasinggeschäft ist im Wesentlichen auf das gestiegene Portfoliovolumen in vielen Märkten zurückzuführen. Nachdem TRATON Financial Services bereits im Vorjahr in mehreren Ländern die Rechte für das zukünftige MANFinanzdienstleistungsgeschäft übernommen hatte, wurde der Erwerb im 1. Halbjahr 2025 vollständig abgeschlossen. Mit dem Anlaufen der Geschäftstätigkeiten in den neuen Märkten Ende 2024 sowie über das gesamte Geschäftsjahr 2025 führte dies zu einem deutlichen Anstieg der Forderungen aus Finanzierungsleasinggeschäft.
Überleitungsrechnung der Leasingzahlungen aus Finanzierungsleasingverträgen
| in Mio € | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Nicht abgezinste Leasingzahlungen1 | 8.639 | 7.336 |
| Noch nicht erwirtschaftete Zinserträge | –863 | –776 |
| Nettoinvestitionswert1 | 7.776 | 6.560 |
| Risikovorsorge auf Leasingforderungen1 | –169 | –160 |
| Buchwert | 7.607 | 6.400 |
1 Das Vorjahr wurde angepasst.
Die Zinserträge aus der Nettoinvestition der Finanzierungsleasingverhältnisse belaufen sich auf 473 Mio € (401 Mio €) und werden in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen entstand im Geschäftsjahr ein Veräußerungsgewinn von 679 Mio € (544 Mio €). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf ein gesteigertes Volumen durch Aktivitäten von MAN Financial Services in mehreren Märkten zurückzuführen.
Aus den erwarteten ausstehenden, nicht abgezinsten Leasingzahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen werden in den nächsten Jahren folgende Zahlungen erwartet:
| in Mio € | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Innerhalb eines Jahres | 2.794 | 2.487 |
| Zwischen einem und zwei Jahren | 2.185 | 1.842 |
| Zwischen zwei und drei Jahren | 1.665 | 1.392 |
| Zwischen drei und vier Jahren | 1.121 | 905 |
| Zwischen vier und fünf Jahren1 | 572 | 467 |
| Nach mehr als fünf Jahren | 303 | 243 |
| Leasingzahlungen gesamt1 | 8.639 | 7.336 |
1 Das Vorjahr wurde angepasst.
Asset-Backed-Securities-Transaktionen zur Refinanzierung des Segments TRATON Financial Services sind zum Abschlussstichtag mit einem Buchwert in Höhe von 3.515 Mio € (2.418 Mio €) in den Forderungen enthalten. Der Buchwert der korrespondierenden Finanzverbindlichkeiten beträgt 2.816 Mio € (1.813 Mio €). Im Rahmen der Transaktion werden die erwarteten Zahlungen an strukturierte Unternehmen abgetreten und Sicherheiten in Höhe von insgesamt 3.515 Mio € (2.418 Mio €) gestellt. Die Asset-Backed-Securities-Transaktionen führten nicht zu einem bilanziellen Abgang der Forderungen, da Delkredere- und Zahlungszeitpunktrisiken in der TRATON GROUP zurückbehalten wurden. Zusätzlich besteht in einigen Fällen die Möglichkeit, Forderungen aus der Asset-Backed-Securities-Struktur zurückzutransferieren. Der Unterschiedsbetrag zwischen den abgetretenen Finanzdienstleistungsforderungen und den dazugehörigen Verbindlichkeiten resultiert aus unterschiedlichen Konditionen innerhalb der Strukturen, einschließlich Übersicherung.
Teile der durchgeführten Asset-Backed-Securities-Transaktionen können unter bestimmten Bedingungen vorzeitig zurückgezahlt werden (sogenannter Clean-up Call, Kündigungsoptionen oder vereinzelte vorzeitige Rückkäufe). Sofern Forderungen aus der Asset-Backed-Securities-Struktur zurück an TRATON Financial Services transferiert werden, können die abgetretenen Forderungen nochmals abgetreten werden oder anderweitig als Sicherheit dienen. Die Ansprüche der Schuldverschreibungsinhaber und der finanzierenden Banken sind auf die abgetretenen Forderungen begrenzt, und die Zahlungseingänge aus diesen Forderungen sind für die Tilgung der korrespondierenden Verbindlichkeit bestimmt. Zum 31. Dezember 2025 betrug der Fair Value der abgetretenen und weiterhin bilanzierten Forderungen 3.515 Mio € (2.418 Mio €). Der Fair Value der dazugehörigen Verbindlichkeiten belief sich zum Stichtag auf 2.816 Mio € (1.813 Mio €). Die daraus resultierende Nettoposition beträgt somit 700 Mio € (605 Mio €).
15. Sonstige finanzielle Vermögenswerte
| in Mio € | Buchwert | Buchwert | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kurzfristig | Langfristig | 31.12.2025 | Kurzfristig | Langfristig | 31.12.2024 | |
| Positive Fair Values von derivativen Finanzinstrumenten | 172 | 410 | 581 | 125 | 290 | 415 |
| Verfügungsbeschränkte Zahlungsmittel | 94 | 9 | 103 | 118 | 2 | 120 |
| Forderungen aus Darlehen (ohne Zinsen) | 73 | 57 | 130 | 130 | 52 | 182 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 553 | 118 | 671 | 452 | 172 | 624 |
| 891 | 594 | 1.485 | 825 | 516 | 1.341 | |
Die Sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten positive Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten, vor allem zur Sicherung von Zins- und Währungsrisiken. Die Gesamtposition der derivativen Finanzinstrumente wird in den Anhangangaben 28. Bedeutung der Finanzinstrumente für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie 29. Art und Ausmaß von Risiken, die sich aus Finanzinstrumenten ergeben näher erläutert.
Die Verfügungsbeschränkten Zahlungsmittel dienen im Wesentlichen als Sicherheit im Rahmen von Asset-Backed-Securities-Transaktionen. Im Vorjahr beinhalteten die Verfügungsbeschränkten Zahlungsmittel 41 Mio € für den schrittweisen Erwerb wesentlicher Teile des weltweiten Finanzdienstleistungsgeschäfts von MAN und VWTB (siehe Anhangangabe Akquisitionen).
Der Rückgang der Forderungen aus Darlehen resultiert im Wesentlichen aus der Rückzahlung einer Darlehensforderung gegenüber Banco Volkswagen S.A., São Paulo/Brasilien, in Höhe von 33 Mio €.
In den Übrigen finanziellen Vermögenswerten sind u.a. Forderungen gegenüber Kunden, die mittels eines Kreditkartenprogramms Teile bei Händlern gekauft haben, Ansprüche auf Erstattungen, Forderungen aus dem Versicherungsmanagement sowie Gewährleistungsgutschriften enthalten.
Zum 31. Dezember 2025 beinhalten die sonstigen finanziellen Vermögenswerte Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von 106 Mio € (170 Mio €). Davon entfallen 7 Mio € (84 Mio €) auf Forderungen aus Darlehen. Der Rückgang ist in beiden Fällen darauf zurückführen, dass Northvolt AB, Stockholm/Schweden (Northvolt) nicht mehr als nahestehendes Unternehmen klassifiziert wird (weitere Information hierzu finden sich in der Anhangangabe 34. Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen).
16. Sonstige Forderungen
| in Mio € | Buchwert | Buchwert | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kurzfristig | Langfristig | 31.12.2025 | Kurzfristig | Langfristig | 31.12.2024 | |
| Sonstige Steueransprüche | 897 | 88 | 984 | 894 | 131 | 1.025 |
| Übrige Forderungen | 673 | 147 | 820 | 682 | 136 | 818 |
| 1.570 | 234 | 1.804 | 1.576 | 266 | 1.842 | |
In den Übrigen Forderungen sind aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 535 Mio € (471 Mio €) enthalten, wovon 462 Mio € (401 Mio €) kurzfristig sind. Weitere 74 Mio € (66 Mio €) entfallen auf Verkäufe mit Rückgaberecht, im Wesentlichen aus verkauften Fahrzeugen, bei denen TRATON bestimmte Teile zu einem späteren Zeitpunkt zur Wiederaufbereitung zurückkaufen wird. Diese sind nahezu vollständig kurzfristig.
Darüber hinaus ist in den Übrigen langfristigen Forderungen Vermögen zur Finanzierung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von 54 Mio € (50 Mio €) enthalten.
Zum 31. Dezember 2025 beinhalten die sonstigen Forderungen Salden gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von 34 Mio € (78 Mio €).
17. Vorräte
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze: Vorräte
Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten, nicht erstattungsfähige Einfuhrzölle sowie anteilige fixe und variable Produktionsgemeinkosten. Die zugerechneten Gemeinkosten sind auf Basis der üblichen Kapazitätsauslastung ermittelt. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten sind nicht in den Herstellungskosten enthalten. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten Verkaufspreis abzüglich der geschätzten Kosten für die Fertigstellung sowie der geschätzten Verkaufskosten. Aktuelle internationale zollpolitische Entwicklungen werden dabei insbesondere bei der Bewertung des geschätzten Verkaufspreises miteinbezogen.
Grundsätzlich werden gleichartige Gegenstände des Vorratsvermögens nach der gewichteten Durchschnittsmethode oder dem FIFO-Verfahren bewertet.
| in Mio € | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 1.525 | 1.683 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 700 | 859 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 4.754 | 4.966 |
| Geleistete Anzahlungen | 36 | 25 |
| Kurzfristiges Vermietvermögen | 1 | 0 |
| 7.016 | 7.532 | |
Zeitgleich mit der Umsatzrealisierung wurden im Geschäftsjahr Vorräte in Höhe von 32.055 Mio € (34.111 Mio €) in den Umsatzkosten erfasst. Die im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Wertberichtigungen betrugen 76 Mio € (124 Mio €).
18. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden beim erstmaligen Ansatz mit ihrem Transaktionspreis bewertet.
Einzelne Gesellschaften der TRATON GROUP verkaufen revolvierend kurzfristig fällig werdende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen; für weitere Informationen siehe Anhangangabe 14. Forderungen aus Finanzdienstleistungen sowie für Forderungsverkäufe an Gesellschaften des Volkswagen Konzerns (echtes Factoring) siehe Anhangangabe 34. Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen. Für weitere Informationen zu den Bewertungsgrundsätzen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen siehe Anhangangabe 28. Bedeutung der Finanzinstrumente für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
| in Mio € | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber | ||
| Dritten | 2.987 | 2.973 |
| Nahestehenden Unternehmen | 138 | 123 |
| 3.126 | 3.096 | |
19. Flüssige Mittel
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze: Flüssige Mittel
Die Flüssigen Mittel enthalten die Guthaben bei Kreditinstituten sowie äußerst liquide Finanzinvestitionen mit temporärem Charakter, die nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen.
Das Finanzmanagement der TRATON GROUP unterhält Cash-Pooling-Strukturen auf Ebene der Marken, wo immer dies rechtlich und wirtschaftlich angemessen und durchführbar ist. Die TRATON-Segmente steuern die Mittelflüsse aus der Geschäftstätigkeit selbst. Die Zahlungsmittelüberschüsse der Segmente von TRATON werden in der Regel bei der TRATON SE verwaltet. Die Cash-Pooling-Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden unter den Flüssigen Mitteln ausgewiesen.
Die TRATON GROUP legt ihre überschüssigen liquiden Mittel zum Teil bei verbundenen Unternehmen des Volkswagen Konzerns zu marktüblichen Zinsen an. Kurzfristig abrufbare Einlagen werden unter den Flüssigen Mitteln ausgewiesen. Einlagen mit Anlagecharakter werden hingegen als Wertpapiere und Geldanlagen (kurzfristig) oder als Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig) erfasst. Entsprechend werden Darlehensaufnahmen und kurzfristige Geldaufnahmen als Finanzverbindlichkeiten erfasst. Einlagen bei global aufgestellten Banken sind ebenfalls gängige Praxis.
Für weitere Informationen zu den Bewertungsgrundsätzen siehe Anhangangabe 28. Bedeutung der Finanzinstrumente für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Flüssige Mittel
| in Mio € | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Guthaben bei Kreditinstituten | 2.394 | 2.129 |
| Schecks, Wechsel und Kassenbestand | 15 | 70 |
|
Cash-Pooling-Forderungen gegen nicht konsolidierte verbundene Unternehmen |
1 | 1 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen des Volkswagen Konzerns | 395 | 342 |
| 2.805 | 2.542 | |
20. Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (Grundkapital)
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der TRATON SE beträgt 500.000.000 € und ist eingeteilt in 500.000.000 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien, auf die jeweils ein rechnerischer Anteil am Grundkapital von 1,00 € entfällt.
Sämtliche Aktien sind voll eingezahlt und haben die gleichen Dividendenrechte. Ein Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ist gemäß § 6 Abs. 2 Satz 1 der Satzung ausgeschlossen.
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist nach § 5 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 31. Mai 2028 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt 200.000.000 € durch Ausgabe von bis zu 200.000.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2023). Dabei kann die Gewinnberechtigung neuer Aktien abweichend von § 60 Abs. 2 AktG bestimmt werden.
Den Aktionären ist ein Bezugsrecht einzuräumen, soweit der Vorstand nicht von den nachfolgenden Ermächtigungen, das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen, Gebrauch macht. Die neuen Aktien können auch von einem durch den Vorstand zu bestimmenden Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 KWG oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 KWG tätigen Unternehmen (Finanzinstitut) oder einem Konsortium solcher Kredit- oder Finanzinstitute mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats in den folgenden Fällen das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
- zum Ausgleich von infolge einer Kapitalerhöhung entstehenden Spitzenbeträgen;
- soweit dies erforderlich ist, um Inhabern bzw. Gläubigern von der Gesellschaft und/oder ihren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften ausgegebenen Wandel- bzw. Optionsschuldverschreibungen sowie Wandelgenussrechten ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung ihrer Wandlungs- oder Optionsrechte bzw. nach Erfüllung ihrer Optionsausübungs- bzw. Wandlungspflichten zustünde;
- wenn die neuen Aktien gegen Bareinlagen ausgegeben werden und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags, die möglichst zeitnah zur Platzierung der Aktien erfolgen soll, nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts gilt jedoch nur, soweit der rechnerisch auf die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien entfallende Anteil am Grundkapital insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreitet, und zwar weder das bei Wirksamwerden dieser Ermächtigung bestehende Grundkapital noch das zum Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung bestehende Grundkapital. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die (i) während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden oder (ii) zur Bedienung von Schuldverschreibungen oder Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. Wandlungs- oder Optionsausübungspflichten ausgegeben wurden oder auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen oder Genussrechte während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben wurden;
- sofern die Kapitalerhöhung zur Gewährung von Aktien gegen Sacheinlagen erfolgt, insbesondere zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder von sonstigen Vermögensgegenständen.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung von § 5 der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital 2023 oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung anzupassen.
Bedingtes Kapital
Außerdem ist nach § 5 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 50.000.000 € durch Ausgabe von bis zu 50.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2023). Das Bedingte Kapital 2023 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Schuldverschreibungen, die gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 1. Juni 2023 unter Tagesordnungspunkt 10.2. bis zum 31. Mai 2028 durch die Gesellschaft oder durch andere Gesellschaften, an denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, ausgegeben werden, für den Fall, dass Wandlungs- bzw. Optionsrechte ausgeübt oder Wandlungs- bzw. Optionsausübungspflichten erfüllt werden oder die Gesellschaft von ihrem Recht Gebrauch macht, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die Ausgabe der Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Beschlusses zu bestimmenden Wandlungs- bzw. Optionspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur durchgeführt, soweit Wandlungs- bzw. Optionsrechte ausgeübt oder Wandlungs- bzw. Optionsausübungspflichten erfüllt werden oder die Gesellschaft von ihrem Recht Gebrauch macht, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden.
Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie ausgegeben werden, am Gewinn teil. Soweit rechtlich zulässig, kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Gewinnbeteiligung hiervon und von § 60 Abs. 2 AktG abweichend, auch für ein bereits abgelaufenes Geschäftsjahr, festlegen.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage der TRATON SE in Höhe von 12.195 Mio € (12.495 Mio €) stellt die Einlagen der Volkswagen AG in die TRATON SE, insbesondere durch die Einbringung der MAN SE und Scania AB, dar.
Bei der Kapitalrücklage in Höhe von 12.195 Mio € handelt es sich um eine freie Kapitalrücklage im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Im Geschäftsjahr wurden 300 Mio € (800 Mio €) aufgelöst und in die Gewinnrücklagen eingestellt.
Gewinnrücklagen und Kumuliertes Sonstiges Ergebnis
Die zum 31. Dezember 2025 ausgewiesenen Gewinnrücklagen in Höhe von 9.054 Mio € (8.135 Mio €) stellen Beträge dar, die in Vorperioden als Ergebnisse nach Steuern erfasst wurden. Sie beinhalten zudem die Differenz zwischen dem Wert der MAN SE-Aktien zum Zeitpunkt ihrer Überführung in die TRATON SE und dem erfassten Buchwert der entsprechenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Des Weiteren werden in den Gewinnrücklagen die Effekte aus Unternehmenszusammenschlüssen unter gemeinsamer Beherrschung erfasst; für weitere Informationen hierzu siehe Anhangangabe Akquisitionen. Im Jahr 2025 zahlte die TRATON SE ihren Aktionären eine Dividende in Höhe von 1,70 € (1,50 €) je Aktie. Dies entspricht einer Gesamtausschüttung in Höhe von 850 Mio € (750 Mio €).
Zum 31. Dezember 2025 beinhaltet das Kumulierte Sonstige Ergebnis in Höhe von –3.115 Mio € (–3.293 Mio €) die kumulierten Beträge aus erfolgsneutralen Transaktionen, insbesondere Währungsumrechnungsdifferenzen, der Bewertung von Beteiligungen und Differenzen aus der Neubewertung von Pensionsplänen. Weitere Informationen sind der Gesamtergebnisrechnung zu entnehmen.
Für das Geschäftsjahr 2025 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der TRATON SE der am 16. Juni 2026 stattfindenden Hauptversammlung eine Dividendenzahlung von 0,93 € je Aktie (1,70 € je Aktie) vor. Dieser Vorschlag entspricht einer Gesamtausschüttung von 465 Mio € (850 Mio €).
21. Finanzverbindlichkeiten
Die Aufgliederung der lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ergibt sich aus der folgenden Tabelle:
| in Mio € | Buchwert | Buchwert | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kurzfristig | Langfristig | 31.12.2025 | Kurzfristig | Langfristig | 31.12.2024 | |
| Anleihen | 3.063 | 9.976 | 13.039 | 4.473 | 8.551 | 13.024 |
| Anleihen aus Asset-Backed-Securities-Transaktionen | 897 | 1.572 | 2.468 | 629 | 1.010 | 1.639 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.338 | 3.062 | 6.400 | 1.957 | 3.483 | 5.441 |
| Darlehen und kurzfristige Geldaufnahmen von Volkswagen Group of America Finance, LLC | 344 | 934 | 1.278 | 95 | 383 | 478 |
| Leasingverbindlichkeiten | 267 | 1.008 | 1.276 | 254 | 917 | 1.171 |
| Commercial-Paper-Programme | 1.239 | – | 1.239 | 246 | – | 246 |
| Darlehen von Volkswagen International Finance N.V. | 500 | 191 | 691 | – | 691 | 691 |
| Schuldscheindarlehen | 300 | 50 | 350 | – | 350 | 350 |
| Darlehen und kurzfristige Geldaufnahmen von Volkswagen AG | – | 250 | 250 | 693 | 250 | 943 |
| Kurzfristige Geldaufnahme von Volkswagen North American Region Payment Services, LLC | 128 | – | 128 | – | – | – |
| Darlehen von Volkswagen Financial Services AG | 63 | 62 | 124 | 77 | 124 | 201 |
| Darlehen und übrige Verbindlichkeiten | 149 | – | 149 | 93 | – | 93 |
| 10.288 | 17.103 | 27.391 | 8.517 | 15.759 | 24.277 | |
Finanzverbindlichkeiten aus Anleihen beziehen sich im Wesentlichen auf European Medium Term Notes (EMTN).
Die TRATON GROUP verfügt über ein European-Medium-Term-Notes-Programm (EMTN-Programm), dessen Emissionsrahmen am 24. März 2025 von 12.000 Mio € auf 18.000 Mio € erhöht wurde. TRATON Finance Luxembourg S.A., Strassen/Luxemburg (TRATON Finance) nutzt das Emissionsprogramm zur Kapitalbeschaffung für allgemeine Unternehmenszwecke, wobei das aufgenommene Kapital je nach Bedarf innerhalb der TRATON GROUP eingesetzt wird. Im Rahmen des Programms hat TRATON Finance im Jahr 2025 insgesamt 3.761 Mio € (3.973 Mio €) Anleihen begeben und Tilgungen von 3.059 Mio € (1.499 Mio €) vorgenommen. Aus diesem EMTN-Programm wurden per 31. Dezember 2025 Verbindlichkeiten mit einem Buchwert von 11.503 Mio € (10.686 Mio €) ausgewiesen. Diese wurden teilweise mit Zinsderivaten gesichert.
Scania setzt ein EMTN-Programm in Höhe von 5.000 Mio € ein, aus welchem zum 31. Dezember 2025 Verbindlichkeiten mit einem Buchwert von 289 Mio € (1.574 Mio €) erfasst wurden. Im Berichtszeitraum wurden daraus wie im Vorjahr keine Anleihen begeben und 1.310 Mio € (692 Mio €) getilgt.
TRATON-Financial-Services-Gesellschaften bedienen sich zu ihrer Finanzierung diverser Anleihen aus Asset-Backed-Securities-Transaktionen, wovon im Berichtsjahr insgesamt 1.195 Mio € (1.094 Mio €) ausgegeben wurden und gegenläufig 302 Mio € (291 Mio €) getilgt wurden.
Asset-Backed-Securities-Verbindlichkeiten sind neben den Anleihen auch in der Zeile „Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten“ enthalten. Für Informationen über die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten siehe Anhangangabe 14. Forderungen aus Finanzdienstleistungen.
TRATON hat zum 12. September 2023 ein Commercial-Paper-Programm von 2.500 Mio € aufgesetzt, wovon seitens TRATON Finance zum Stichtag Verbindlichkeiten mit einem Buchwert von 1.220 Mio € (188 Mio €) ausgewiesen werden. Hieraus wurden 1.182 Mio € (27 Mio €) begeben, wohingegen 150 Mio € (829 Mio €) getilgt wurden.
Innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hat die TRATON SE am 2. Dezember 2025 einen bilateralen Kreditvertrag in Höhe von bis zu 500 € Mio mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) abgeschlossen, der Kosten des TRATON-Modular-System (TMS)-Projekts in den Jahren 2025 bis 2027 finanziert. Die Auszahlung des gesamten Kreditbetrags erfolgte am 19. Dezember 2025 mit einer Laufzeit von fünf Jahren.
Im Berichtsjahr wurden Kreditverbindlichkeiten gegenüber der Volkswagen AG von 693 Mio (104 Mio €) getilgt, wohingegen im Vorjahr zusätzlich eine langfristige Darlehensverbindlichkeit von 250 Mio € aufgenommen wurde. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Volkswagen Group of America Finance, LLC, Reston/USA, erhöhten sich durch die Aufnahme von langfristigen Kreditverbindlichkeiten um 551 Mio € (383 Mio €) und die Ziehung einer kurzfristigen Kreditlinie um 249 Mio €, welche im Vorjahr in Höhe von 263 Mio € getilgt wurde.
Für Informationen zu den Bewertungsgrundsätzen siehe Anhangangabe 28. Bedeutung der Finanzinstrumente für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
22. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
| in Mio € | Buchwert | Buchwert | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kurzfristig | Langfristig | 31.12.2025 | Kurzfristig | Langfristig | 31.12.2024 | |
| Verbindlichkeiten aus Rückkaufverpflichtungen | 696 | 1.254 | 1.950 | 767 | 1.401 | 2.168 |
| Abgrenzung für ausstehende Eingangsrechnungen | 562 | 9 | 571 | 561 | 2 | 562 |
| Zinsverbindlichkeiten | 260 | – | 260 | 252 | – | 252 |
| Negative Fair Values aus derivativen Finanzinstrumenten | 58 | 167 | 226 | 312 | 371 | 683 |
| Verbindlichkeiten Spruchverfahren zum MAN SE-Merger-Squeeze-Out | 2 | 98 | 100 | 2 | 96 | 98 |
| Verbindlichkeiten aus Factoring | 18 | 26 | 44 | 45 | 19 | 64 |
| Kautionen Finanzdienstleistungen | – | – | – | 11 | 42 | 54 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 271 | 30 | 301 | 171 | 39 | 210 |
| 1.868 | 1.584 | 3.452 | 2.121 | 1.970 | 4.091 | |
Die Verbindlichkeiten aus Rückkaufverpflichtungen stammen aus Verkäufen von Nutzfahrzeugen, die aufgrund einer Rückkaufvereinbarung als Operating-Leasingverhältnis bilanziert werden. Für weitere Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen siehe Anhangangabe 11. Vermietete Vermögenswerte.
Die Sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten negative Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten zur Sicherung von Zins- und Währungsrisiken. Die Instrumente, die zur Absicherung des Währungsrisikos von Kundenbestellungen und der Nettoliquidität zum Einsatz kommen, werden sich mit gegenläufigen Effekten des Basiswerts ausgleichen. Die Gesamtposition der derivativen Finanzinstrumente wird in der Anhangangabe 28. Bedeutung der Finanzinstrumente für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie 29. Art und Ausmaß von Risiken, die sich aus Finanzinstrumenten ergeben näher erläutert.
In einigen Fällen wird das vertragliche Anrecht auf Zahlungsströme von Leasingverträgen an eine externe Bank übertragen. Zum Bilanzstichtag beträgt der Buchwert der übertragenen, aber nicht ausgebuchten Leasingvermögenswerte 37 Mio € (50 Mio €). Die Vermögenswerte kamen aufgrund einer allgemeinen Regressklausel nicht für eine Ausbuchung in Betracht. Die entsprechende sonstige finanzielle Verbindlichkeit hat zum Berichtszeitpunkt einen Buchwert von 44 Mio € (64 Mio €). Der Unterschied zwischen dem Vermögens- und dem Verbindlichkeitsbetrag ergibt sich hauptsächlich daraus, dass der Vermögenswert nur den derzeit fälligen Anteil aus Operating-Leasingverhältnissen umfasst, während die Verbindlichkeit den abgezinsten Barwert aller übertragenen künftigen Zahlungsströme enthält. Zum Bilanzstichtag beträgt der Fair Value der übertragenen, aber nicht ausgebuchten Vermögenswerte 37 Mio € (50 Mio €), der Fair Value der entsprechenden Verbindlichkeit beläuft sich auf 44 Mio € (64 Mio €), und die Nettoposition entspricht somit –7 Mio € (–14 Mio €). Für Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen im Zusammenhang mit der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten siehe Anhangangabe 14. Forderungen aus Finanzdienstleistungen.
23. Sonstige Verbindlichkeiten
| in Mio € | Buchwert | Buchwert | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kurzfristig | Langfristig | 31.12.2025 | Kurzfristig | Langfristig | 31.12.2024 | |
| Erhaltene Anzahlungen aus Kundenverträgen | 1.491 | 1.098 | 2.589 | 1.579 | 990 | 2.569 |
|
Noch nicht als Ertrag vereinnahmte Kundenzahlungen für Vermietete Vermögenswerte (Buy-Back-Geschäfte) |
718 | 1.033 | 1.751 | 772 | 1.249 | 2.021 |
| Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung | 1.004 | 1 | 1.004 | 1.188 | 1 | 1.188 |
| Verbindlichkeiten aus übrigen Steuern | 568 | 1 | 569 | 503 | 9 | 512 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 372 | 2 | 374 | 339 | 3 | 342 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 432 | 33 | 465 | 372 | 19 | 391 |
| 4.585 | 2.167 | 6.752 | 4.753 | 2.271 | 7.024 | |
Die Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen aus Kundenverträgen haben sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:
| in Mio € | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen aus Kundenverträgen zum 01.01. | 2.569 | 2.195 |
| Zugänge und Abgänge | 102 | 377 |
| Anpassungen der Währungsumrechnung | –73 | –3 |
| Konsolidierungskreisänderungen | –10 | – |
| Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen aus Kundenverträgen zum 31.12. | 2.589 | 2.569 |
24. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze: Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses aus leistungsorientierten Plänen werden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit Method“) gemäß IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer durch unabhängige Aktuare ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen („Defined Benefit Obligation“) auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet, auf ihren Barwert abgezinst und um den Fair Value des zur Deckung der Versorgungsverpflichtungen bestehenden Planvermögens vermindert. Bei der Bewertung werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch versicherungsmathematische Annahmen für die Diskontierungssätze, die Entgelt- und Rententrends, die Fluktuationsraten, die Lebenserwartungen sowie Kostensteigerungen für die Gesundheitsfürsorge berücksichtigt, die für die Konzerngesellschaften in Abhängigkeit der ökonomischen Rahmenbedingungen ermittelt werden.
Der Dienstzeitaufwand, der die im Geschäftsjahr gemäß Leistungsplan hinzuerworbenen Ansprüche der aktiven Arbeitnehmer repräsentiert, wird innerhalb der Funktionskosten ausgewiesen. Die Nettozinserträge bzw. -aufwendungen ergeben sich durch Anwendung des Abzinsungssatzes auf den Nettovermögenswert bzw. die Nettoschuld und werden im Zinsaufwand berücksichtigt.
Neubewertungen des Nettovermögenswerts bzw. der Nettoschuld umfassen versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Abweichungen zwischen den getroffenen versicherungsmathematischen Annahmen und den tatsächlich eingetretenen Entwicklungen und Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen entstehen, sowie Erträge aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den Nettozinserträgen bzw. -aufwendungen enthalten sind. Die Neubewertungen werden in der Periode ihrer Entstehung unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst. Die im Sonstigen Ergebnis erfassten Neubewertungen aus Pensionsplänen enthalten auch die auf sie entfallenden Währungsumrechnungsdifferenzen.
Schätzungen und Ermessensspielräume des Managements: Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Der Berechnung der Pensionsrückstellungen wurden die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde gelegt:
| Deutschland | USA | Schweden | Andere Länder | |||||
| In % | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 |
|
Diskontierungs- zinssatz 31.12. |
4,0 | 3,4 | 5,1 | 5,5 | 3,8 | 3,5 | 5,6 | 5,2 |
| Entgelttrend | 3,0 | 3,2 | 0,4 | 0,5 | 2,5 | 2,5 | 2,0 | 1,8 |
| Rententrend | 2,0 | 2,0 | – | – | 1,8 | 1,8 | 0,8 | 0,8 |
| Fluktuationsrate | 2,5 | 2,5 | 3,2 | 3,5 | 4,8 | 4,8 | 3,9 | 3,1 |
Bei diesen Angaben handelt es sich um Durchschnittswerte, die anhand der Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtung gewichtet wurden. Hinsichtlich der Lebenserwartung werden in den Ländern jeweils die aktuellen Sterbetafeln berücksichtigt. Für Deutschland werden für die Gesellschaften von MAN Truck & Bus und die TRATON-Holding ab diesem Geschäftsjahr die Richttafeln RT2018G von Prof. Klaus Heubeck verwendet, da diese gemäß einer aktualisierten Bewertung die Sterblichkeit in der TRATON GROUP besser darstellen als die zuvor verwendeten Richttafeln 2005 G von Prof. Klaus Heubeck, welche im Jahr 2017 an MAN-spezifische Erfahrungswerte angepasst wurden. Aus der Aktualisierung der Sterbetafeln entstand kein wesentlicher Effekt. Für die US-amerikanischen Altersvorsorgepläne werden die Sterblichkeitsraten aus den von der Society of Actuaries veröffentlichten Standardsterblichkeitstafeln verwendet und bei Bedarf um die Erfahrungen der Pläne angepasst. Alle fünf Jahre, zuletzt im Jahr 2025, wird eine Studie durchgeführt, um die beste Schätzung des aktuellen Sterblichkeitsniveaus zu ermitteln. In Schweden werden die DUS2023-Standardsterbetafeln angewendet. Die Diskontierungssätze werden grundsätzlich auf Basis der Renditen von Unternehmensanleihen mit hoher Bonität (AA) bestimmt, deren Laufzeit und Währung den jeweiligen Verpflichtungen entsprechen. Die Entgelttrends umfassen erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen, die auch Steigerungen aufgrund von Karriereschritten berücksichtigen. Die Rententrends entsprechen entweder den vertraglich festgelegten Garantierentenanpassungen oder basieren auf den in den jeweiligen Ländern gültigen Regelungen zur Rentenanpassung. Die Fluktuationsraten basieren auf Vergangenheitserfahrungen sowie auf Zukunftserwartungen.
Die TRATON GROUP gewährt ihren Mitarbeitern Altersversorgungsleistungen entsprechend den landesspezifischen Gegebenheiten in Form von leistungs- oder beitragsorientierten Pensionsplänen.
Beitragsorientierte Pläne in der TRATON GROUP
Bei beitragsorientierten Zusagen (Defined Contribution Plans) werden aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen Beiträge an staatliche oder private Versorgungsträger gezahlt. Über die Beitragszahlung hinaus bestehen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen; sie beliefen sich 2025 in der TRATON GROUP auf insgesamt 472 Mio € (451 Mio €). Davon wurden in Deutschland für die gesetzliche Rentenversicherung Beiträge in Höhe von 127 Mio € (127 Mio €) geleistet. Daneben sind hier im Wesentlichen beitragsorientierte Versorgungspläne in Schweden und den USA bzw. leistungsorientierte gemeinschaftliche Pensionspläne enthalten, die als beitragsorientierte Pensionspläne bilanziert werden.
Gemeinschaftliche Pläne mehrerer Arbeitgeber in der TRATON GROUP
Gemeinschaftliche Pensionspläne mehrerer Arbeitgeber existieren in der TRATON GROUP in Großbritannien, in Schweden und in den Niederlanden (siehe Abschnitt Pläne in Schweden bzw. Pläne in anderen Ländern). Hierbei handelt es sich mehrheitlich um leistungsorientierte Pläne. Ein geringer Teil dieser gemeinschaftlichen Pensionspläne wird als beitragsorientierter Plan bilanziert, da die TRATON GROUP keine Möglichkeit hat, die für eine Bilanzierung als leistungsorientierter Plan notwendigen Informationen zu erhalten. Gemäß den Bestimmungen der gemeinschaftlichen Pläne haftet die TRATON GROUP nur in einem sehr beschränkten Maße für die Verpflichtungen der anderen Arbeitgeber.
Leistungsorientierte Pläne in der TRATON GROUP
Der wesentliche Teil der Versorgungszusagen der TRATON GROUP umfasst nach IAS 19 als leistungsorientiert eingestufte Pensionspläne, die zu einem nennenswerten Teil über entsprechendes externes Planvermögen finanziert werden. Die Versorgungspläne sind Zins-, Markt- und Langlebigkeitsrisiken ausgesetzt, die regelmäßig überwacht und bewertet werden.
Wegen ihres Versorgungscharakters werden insbesondere die Verpflichtungen der US-amerikanischen, kanadischen und brasilianischen Konzerngesellschaften für die Gesundheitsfürsorge der Mitarbeiter nach deren Eintritt in den Ruhestand (Other Post Employment Benefits-Pläne, kurz OPEB-Pläne) ebenfalls unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesen. Für diese pensionsähnlichen Verpflichtungen wird die erwartete langfristige Kostenentwicklung der Gesundheitsfürsorge berücksichtigt. Der zugehörige Barwert der Verpflichtung betrug zum 31. Dezember 2025 400 Mio € (535 Mio €). Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus niedrigeren prognostizierten Kosten im Zusammenhang mit den OPEB-Plänen in den USA, die auf Verträge mit Versicherungen zu günstigen Konditionen und höhere prognostizierte staatliche Finanzierungen zurückzuführen sind.
Nachfolgend werden die wesentlichen Versorgungszusagen beschrieben.
Pläne in Schweden
Die Pläne in Schweden beinhalten im Wesentlichen Pensionspläne für Mitarbeiter von Scania für die Zeit nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses, die Altersrenten, Vorruhestandsrenten, Hinterbliebenenabsicherung und Abfindungszahlungen leisten. Ein Teil dieser Pläne wurde im Rahmen der Zusammenführung signifikanter Teile der Forschungs- und Entwicklungsabteilungen innerhalb der TRATON GROUP auf die schwedische Group R&D-Gesellschaft übertragen.
Für Angestellte der Jahrgänge vor 1979 greift der gemeinschaftliche, leistungsorientierte Plan ITP2, der durch bilanzielle Rückstellungen und seit 2019 teilweise auch durch Pensionsvermögen finanziert und durch Kreditversicherungen bei Försäkringsbolaget PRI Pensionsgaranti abgesichert ist, einem Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG), der den Plan auch betreut. Die externe Kapitaldeckung erfolgt über eine Stiftung (Pensionsstiftelsen). Zum 31. Dezember 2025 betrug der Marktwert des Pensionsvermögens 375 Mio € (331 Mio €). Ein weiterer Teil des ITP2 ist durch Beiträge an den Rentenversicherer Alecta abgesichert und wird als beitragsorientierter Plan bilanziert (siehe Abschnitt Gemeinschaftliche Pläne mehrerer Arbeitgeber in der TRATON GROUP).
Neben diesen Verpflichtungen bestehen auch leistungsorientierte Verpflichtungen für vorruhestandsberechtigte Arbeiter, die das 62. Lebensjahr erreicht haben und 30 Jahre im Unternehmen beschäftigt waren bzw. die das 63. Lebensjahr erreicht und 25 Jahre für das Unternehmen beschäftigt waren, sowie für eine begrenzte Anzahl von ehemaligen Führungskräften.
Für die Verpflichtungen, die nur durch bilanzielle Rückstellungen finanziert werden, trägt das Unternehmen die mit lebenslangen Pensionsleistungen verbundenen Risiken.
Pläne in den USA
In den USA gewähren eine Reihe leistungsorientierter Pensionspläne von International den Mitarbeitern Altersversorgungsleistungen in Form lebenslanger Renten. Die Leistungen des Pensionsplans für Angestellte basieren in der Regel auf dem Gehalt und der Dauer der Betriebszugehörigkeit, während sich die Leistungen aus den zwei Pensionsplänen für Arbeiter in der Regel aus einem ausgehandelten Betrag für jedes Dienstjahr ergeben.
Die Pensionspläne für Arbeiter und Angestellte sind seit 2008 bzw. 1996 für Neueintritte und, bis auf einen der Pläne für Arbeiter, auch für die Ansammlung weiterer Leistungsansprüche geschlossen.
Bei diesen Plänen handelt es sich um kapitalgedeckte Pensionspläne, die dem US Employee Retirement Income Security Act (ERISA) unterliegen und als nach US-Recht qualifizierte Pensionspläne steuerlich begünstigt werden. Nach internen Richtlinien wird jeweils der erforderliche Mindestbeitrag gemäß ERISA und dem Internal Revenue Code finanziert, und darüber hinaus werden von Zeit zu Zeit diskretionär zusätzliche Beiträge geleistet.
Das Planvermögen wird unter Einbeziehung eines externen Investmentberaters zur Vermeidung von Konzentrationen in Art, Sektor, Emittent, Markt oder Land diversifiziert und durch erfahrene Fondsmanager in Aktien, Immobilien, Hedgefonds, Kreditprodukte und Vermögenswerte zur Absicherung der Verbindlichkeiten angelegt. Für jeden Pensionsplan gibt es eine Investitionsrichtlinie, in der u.a. die strategische Asset-Allokation in Abhängigkeit vom Finanzierungsgrad festgelegt ist. Bei zunehmendem Ausfinanzierungsgrad wird zulasten renditestärkerer aber auch volatilerer Asset-Klassen in Assetklassen umgeschichtet, die das Zinsänderungsrisiko reduzieren. Derzeit werden keine derivativen Produkte zur Absicherung von Langlebigkeits- bzw. Zinsänderungsrisiken eingesetzt.
Für Führungskräfte gibt es nach US-Recht nicht qualifizierte leistungsorientierte Versorgungspläne, die nicht ERISA unterliegen und Altersversorgungsleistungen in Form einer lebenslangen Rente, eines Pauschalbetrags oder in Raten gewähren. Diese sind ausschließlich durch Rückstellungen finanziert.
Darüber hinaus werden in den USA sonstige Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (OPEB-Pläne) in Form von medizinischen Leistungen, verschreibungspflichtigen Medikamenten und Lebensversicherungen für eine geschlossene Gruppe von Teilnehmern auf Lebenszeit nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses gewährt, die teilweise kapitalgedeckt sind.
Pläne in Deutschland
Die Pläne in Deutschland beinhalten im Wesentlichen Pensionspläne der deutschen Gesellschaften von MAN Truck & Bus sowie der TRATON-Holding. Als eines der wesentlichen Elemente der Vergütungspolitik gewähren diese ihren inländischen Mitarbeitern für die Zeit nach dem aktiven Erwerbsleben Leistungen aus einer betrieblichen Altersversorgung. Diese bietet eine Zusatzversorgung im Ruhestand sowie einen Risikoschutz für Invalidität und Todesfall. Ein Teil dieser Pläne wurde im Rahmen der Zusammenführung signifikanter Teile der Forschungs- und Entwicklungsabteilungen innerhalb der TRATON GROUP auf die deutsche Group R&D-Gesellschaft übertragen.
Im Rahmen der aktuellen Versorgungswerke erhalten die aktiven Mitarbeiter an ihre Bezüge gekoppelte Arbeitgeberbeiträge und haben darüber hinaus die Möglichkeit, durch oftmals arbeitgebergeförderte Entgeltumwandlungen zusätzlich Eigenvorsorge zu betreiben. Durch die arbeitgeber- und arbeitnehmerfinanzierten Beitragszahlungen sowie die am Kapitalmarkt erzielten Erträge aus der Kapitalanlage wird während des aktiven Dienstes ein Versorgungskapital aufgebaut, das im Ruhestand als Einmalkapital oder in Raten ausgezahlt wird oder in bestimmten Fällen verrentet werden kann. Im Rahmen der Kapitalanlage werden die Anlagerisiken der Mitarbeiter mit zunehmendem Alter sukzessive reduziert (Life-Cycle-Konzept). Die Wertentwicklung des Versorgungskapitals leitet sich aus der Rendite der Kapitalanlagen ab. Bei Renteneintritt wird mindestens die Summe der für den Mitarbeiter einbezahlten Beiträge ausbezahlt.
Ehemalige Mitarbeiter, Rentner oder mit unverfallbaren Ansprüchen ausgeschiedene Mitarbeiter haben auch Versorgungsansprüche aus geschlossenen Versorgungswerken, die auf die Gewährung lebenslanger Rentenzahlungen ausgerichtet sind. Mit diesen Zusagen sind die üblichen Langlebigkeits- und Inflationsrisiken verbunden, die regelmäßig überwacht und bewertet werden.
Das inländische Pensionsvermögen wird durch den MAN Pension Trust e.V. bzw. die WTW Pensionsfonds AG verwaltet. Dieses Vermögen ist unwiderruflich dem Zugriff der Konzerngesellschaften entzogen und darf ausschließlich für laufende Versorgungsleistungen oder für Ansprüche der Mitarbeiter im Insolvenzfall verwendet werden. Die ordnungsgemäße Verwaltung und Verwendung des Treuhandvermögens wird von unternehmensfremden Treuhändern überwacht. Die WTW Pensionsfonds AG unterliegt zudem der Überwachung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.
Das Pensionsvermögen wird durch professionelle Investmentmanager nach vom Anlageausschuss der TRATON SE vorgegebenen Anlagerichtlinien investiert. Die strategische Allokation des Pensionsvermögens basiert auf in regelmäßigen Abständen durchgeführten Asset-Liability-Management-Studien. Für die WTW Pensionsfonds AG übernimmt die WTW Investments GmbH neben der reinen Administration auch das Fiduciary Management.
Der Erwerb von durch Gesellschaften des Volkswagen Konzerns begebenen Wertpapieren sowie Investments in eigengenutzte Immobilien ist grundsätzlich unzulässig.
Pläne in anderen Ländern
Mitarbeiter in Großbritannien, in der Schweiz, in Kanada und in Brasilien erhalten Versorgungsleistungen aus leistungsorientierten, fondsfinanzierten Pensions- und Gesundheitsvorsorgeplänen.
Die lebenslange Renten gewährenden Pensionspläne in Großbritannien sind für Neueintritte und für den Erwerb weiterer Ansprüche geschlossen. Für die Verwaltung der Pensionspläne einschließlich der Kapitalanlage sind Trustee Boards zuständig, die professionelle Administratoren und Berater mandatiert haben. Regelmäßige Asset-Liability-Management-Studien bilden die Basis für das Kapitalanlage- und Risikomanagement. Bei MAN Truck & Bus ist die Kapitalanlage an der Struktur der Verbindlichkeiten ausgerichtet und bietet eine weitgehende Absicherung gegen Veränderungen der Zinsniveaus und Inflationsraten.
Mitarbeiter in der Schweiz bauen über Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge bei überbetrieblichen (MAN Truck & Bus) oder betrieblichen Versorgungsträgern (Scania) Ansprüche auf, welche zum Renteneintritt zu den dann gültigen Bedingungen in eine lebenslange Rente gewandelt werden. Die Versorgungswerke werden konservativ auf Basis staatlicher Vorgaben geführt. Sofern die Ansprüche aufgrund negativer Marktentwicklungen nicht mehr durch Kapital gedeckt sind, können Sanierungsbeiträge von den angeschlossenen Arbeitgebern und ihren Mitarbeitern erhoben werden.
In Kanada gibt es zwei registrierte und kapitalgedeckte leistungsorientierte Pensionspläne, einen für Arbeiter und einen für Angestellte, sowie einen Plan für sonstige Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (OPEB). Die Pensionspläne gewähren lebenslange Renten und sind für Neueintritte geschlossen. Der Pensionsplan für Angestellte (die leistungsorientierte Komponente) ist auch für den Erwerb weiterer Ansprüche geschlossen. Der kanadische OPEB-Plan bietet Kranken-, Zahn- und Lebensversicherungsleistungen für berechtigte Rentner.
Mitarbeiter in Brasilien haben Ansprüche aus leistungsorientierten, weitgehend ausfinanzierten Pensionsplänen und Ansprüche aus rückstellungsfinanzierten Gesundheitsvorsorgeplänen.
Darüber hinaus werden in weiteren Ländern Pensionspläne mit geringem Leistungsumfang unterhalten bzw. obligatorische Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses gewährt. Diese Leistungen sind vollständig oder teilweise mit Kapital unterlegt (Niederlande, Belgien, Frankreich) bzw. nur rückstellungsfinanziert (Österreich, Türkei, Polen, Italien, Mexiko).
Folgende Beträge wurden für leistungsorientierte Zusagen in der Bilanz erfasst:
| in Mio € | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Barwert der extern finanzierten Verpflichtungen | 4.353 | 4.831 |
| Fair Value des Planvermögens | 3.592 | 3.627 |
| Finanzierungsstatus (Saldo) | 761 | 1.204 |
|
Barwert der nicht über Planvermögen finanzierten Verpflichtungen |
806 | 639 |
| Aufgrund der Begrenzung von IAS 19 nicht als Vermögenswert bilanzierter Betrag | 23 | 17 |
| Bilanzwerte | 1.590 | 1.859 |
| davon Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.644 | 1.909 |
| davon Sonstige Forderungen | 54 | 50 |
Im Folgenden wird die Entwicklung der für leistungsorientierte Verpflichtungen erfassten Bilanzwerte dargestellt:
| in Mio € | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Bilanzwerte am 01.01. | 1.859 | 1.811 |
| Laufender Dienstzeitaufwand1 | 90 | 84 |
| Nettozinsaufwand1 | 86 | 79 |
|
Versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+) durch Änderungen demografischer Annahmen |
–17 | –1 |
|
Versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+) durch Änderungen finanzieller Annahmen |
–149 | 55 |
|
Versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+) durch erfahrungsbedingte Anpassungen |
76 | 58 |
|
Im Zinsertrag nicht erfasste Erträge/Aufwendungen aus Planvermögen |
–117 | –90 |
|
Veränderung des aufgrund der Begrenzung von IAS 19 nicht als Vermögenswert bilanzierten Betrags |
7 | –4 |
| Arbeitgeberbeiträge an das Planvermögen | –104 | –66 |
| Arbeitnehmerbeiträge an das Planvermögen | 18 | 5 |
| Rentenzahlungen aus Firmenvermögen | –100 | –87 |
|
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand (inklusive Plankürzung)1 |
3 | 8 |
| Gewinne (–)/Verluste (+) aus der Planabgeltung1 | 2 | –5 |
| Konsolidierungskreisänderungen | – | 9 |
| Sonstige Veränderungen | –5 | –3 |
| Währungsunterschiede aus Plänen im Ausland | –55 | 5 |
| Bilanzwerte am 31.12. | 1.590 | 1.859 |
1 in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge
Die Entwicklung des Barwerts der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:
| in Mio € | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Barwert der Verpflichtungen am 01.01. | 5.469 | 5.291 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 90 | 84 |
| Zinsaufwand | 226 | 212 |
|
Versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+) durch Änderungen demografischer Annahmen |
–17 | –1 |
|
Versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+) durch Änderungen finanzieller Annahmen |
–149 | 55 |
|
Versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+) durch erfahrungsbedingte Anpassungen |
76 | 58 |
| Arbeitnehmerbeiträge an das Planvermögen | 21 | 8 |
| Rentenzahlungen aus Firmenvermögen | –100 | –87 |
| Rentenzahlungen aus dem Planvermögen | –259 | –231 |
|
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand (inklusive Plankürzung) |
3 | 8 |
| Abgänge aus der Planabgeltung | –5 | –21 |
| Konsolidierungskreisänderungen | – | 9 |
| Sonstige Veränderungen | 1 | 2 |
| Währungsunterschiede aus Plänen im Ausland | –197 | 85 |
| Barwert der Verpflichtungen am 31.12. | 5.160 | 5.469 |
Von den leistungsorientierten Verpflichtungen entfallen zum Bilanzstichtag 1.840 Mio € (2.188 Mio €) auf die Pläne von International in den USA, 1.571 Mio € (1.577 Mio €) auf die Pläne der TRATON-Holding, der deutschen Gesellschaften von MAN Truck & Bus sowie der deutschen Group R&D-Gesellschaft und 1.077 Mio € (1.001 Mio €) auf die Pläne in Schweden.
Veränderungen bei den maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen hätten folgende Auswirkungen auf die leistungsorientierten Verpflichtungen:
|
Barwert der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung, falls |
31.12.2025 | 31.12.2024 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio € |
Veränderung in % |
in Mio € |
Veränderung in % |
||
| Diskontierungszinssatz | um 0,5 ppt. höher | 4.935 | –4,3 | 5.199 | –5,0 |
| um 0,5 ppt. niedriger | 5.409 | 4,8 | 5.768 | 5,5 | |
| Rententrend | um 0,5 ppt. höher | 5.277 | 2,3 | 5.591 | 2,2 |
| um 0,5 ppt. niedriger | 5.052 | –2,1 | 5.357 | –2,1 | |
| Entgelttrend | um 0,5 ppt. höher | 5.219 | 1,1 | 5.530 | 1,1 |
| um 0,5 ppt. niedriger | 5.105 | –1,1 | 5.413 | –1,0 | |
| Lebenserwartung | um ein Jahr länger | 5.326 | 3,2 | 5.666 | 3,6 |
Die dargestellten Sensitivitätsanalysen berücksichtigen jeweils die Änderung einer Annahme, wobei die übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben, das heißt mögliche Korrelationseffekte zwischen den einzelnen Annahmen werden dabei nicht berücksichtigt. Zur Untersuchung der Sensitivität des Anwartschaftsbarwerts gegenüber einer Veränderung der angenommenen Lebenserwartung wurde im Rahmen einer Vergleichsberechnung das Lebensalter der Anspruchsberechtigten um ein Jahr reduziert. Die auf Basis der Anwartschaftsbarwerte gewichtete durchschnittliche Laufzeit (Macaulay Duration) der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen beträgt neun Jahre (zehn Jahre).
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen teilt sich wie folgt auf die Mitglieder des Plans auf:
| in Mio € | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Aktive Mitglieder mit Ansprüchen aus Leistungszusagen | 1.851 | 1.813 |
| Mit unverfallbarem Anspruch aus dem Unternehmen ausgeschiedene Mitglieder | 615 | 657 |
| Rentner | 2.694 | 2.999 |
| 5.160 | 5.469 | |
Nachfolgend wird das Fälligkeitsprofil der Zahlungen der leistungsorientierten Verpflichtungen anhand der Aufteilung des Barwerts der Verpflichtungen nach Fälligkeit der zugrunde liegenden Zahlungen dargestellt:
| in Mio € | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Zahlungen fällig innerhalb des nächsten Geschäftsjahres | 327 | 314 |
| Zahlungen fällig innerhalb von zwei bis fünf Jahren | 1.246 | 1.314 |
| Zahlungen fällig in mehr als fünf Jahren | 3.587 | 3.841 |
| 5.160 | 5.469 | |
Die Entwicklung des Planvermögens wird aus folgender Tabelle ersichtlich:
| in Mio € | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Fair Value des Planvermögens am 01.01. | 3.627 | 3.500 |
| Zinserträge aus Planvermögen – in Höhe des Rechnungszinses | 140 | 133 |
|
Im Zinsertrag nicht erfasste Erträge/Aufwendungen aus Planvermögen |
117 | 90 |
| Arbeitgeberbeiträge an das Planvermögen | 104 | 66 |
| Arbeitnehmerbeiträge an den Fonds | 3 | 3 |
| Rentenzahlungen aus dem Planvermögen | –258 | –231 |
| Abgänge aus der Planabgeltung | –3 | –16 |
| Währungsunterschiede aus Plänen im Ausland | –142 | 80 |
| Sonstige Veränderungen | 5 | 2 |
| Fair Value des Planvermögens am 31.12. | 3.592 | 3.627 |
Vom Fair Value des Planvermögens entfallen zum Bilanzstichtag 1.221 Mio € (1.378 Mio €) auf die Pläne von International in den USA, 1.509 Mio € (1.438 Mio €) auf die Pläne der TRATON-Holding, der deutschen Gesellschaften von MAN Truck & Bus sowie der deutschen Group R&D-Gesellschaft, und 375 Mio € (331 Mio €) auf die Pläne in Schweden.
Im nächsten Geschäftsjahr werden sich die Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen voraussichtlich auf 129 Mio € (123 Mio €) belaufen.
Aus der Anlage der Planvermögen zur Deckung der zukünftigen Pensionsverpflichtungen ergab sich ein Gesamtergebnis in Höhe von 257 Mio € (223 Mio €).
Das Planvermögen ist in folgende Anlagekategorien investiert:
| in Mio € | 31.12.2025 | 31.12.2024 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
|
Marktpreis- notierung in einem aktiven Markt |
Keine Marktpreis- notierung in einem aktiven Markt |
Gesamt |
Marktpreis- notierung in einem aktiven Markt |
Keine Marktpreis-notierung in einem aktiven Markt |
Gesamt | |
| Flüssige Mittel | 76 | – | 76 | 96 | – | 96 |
|
Eigenkapitalinstru- mente |
200 | – | 200 | 175 | – | 175 |
| Schuldinstrumente | 133 | 4 | 136 | 138 | 4 | 142 |
|
Direktinvestitionen in Immobilien |
– | 47 | 47 | – | 56 | 56 |
| Aktienfonds | 999 | – | 999 | 1.116 | 2 | 1.118 |
| Rentenfonds | 1.331 | 49 | 1.380 | 1.279 | 82 | 1.362 |
| Immobilienfonds | 211 | 21 | 233 | 217 | 23 | 240 |
| Sonstige Fonds | 5 | 227 | 232 | 4 | 207 | 211 |
| Sonstiges | 147 | 142 | 289 | 85 | 141 | 227 |
|
Planvermögen zum Fair Value |
3.102 | 491 | 3.592 | 3.111 | 516 | 3.627 |
25. Sonstige Rückstellungen
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze: Sonstige Rückstellungen
Rückstellungen werden gebildet, soweit gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bestimmung der Rückstellungshöhe beruht auf Schätzungen über die Schadenshöhe und die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme.
Rückstellungen, die nicht innerhalb eines Jahres zu einem Ressourcenabfluss führen, werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen Marktzinssätze zugrunde. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die erwarteten Kostensteigerungen zum Bilanzstichtag. Rückstellungen werden nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet.
Schätzungen und Ermessensspielräume des Managements: Ansatz und Bewertung von Rückstellungen
Die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen basiert auf der Einschätzung von Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse sowie der Schätzung des Diskontierungszinssatzes. Soweit möglich, wird auf Erfahrungen oder externe Gutachten zurückgegriffen. Gewährleistungsansprüche aus dem Absatzgeschäft werden unter Zugrundelegung der geschätzten zukünftigen Kosten und der Kulanzregelungen ermittelt. Dazu sind Annahmen über Art und Umfang künftiger Garantie- und Kulanzfälle zu treffen. Die Bewertung von Restrukturierungsrückstellungen ist mit Schätzungen und Annahmen in Bezug auf die Höhe der Abfindungszahlungen, Auswirkungen belastender Verträge, den Zeitplan für die Umsetzung der Maßnahmen und demzufolge die zeitliche Verteilung der erwarteten Auszahlungen behaftet. Rechtsstreitigkeiten und andere Gerichtsverfahren führen zu komplexen rechtlichen Fragestellungen und sind mit zahlreichen Unsicherheiten verbunden. Für die Bemessung werden der aktuelle Verhandlungsstand sowie Einschätzungen durch das lokale Management und den Vorstand der TRATON SE sowie durch externe Anwälte berücksichtigt.
| in Mio € |
Verpflich-tungen aus dem Absatz-geschäft |
Verpflich- tungen gegenüber Mitarbeitern |
Prozess- und Rechtsrisiken |
Restruktu-rierung |
Übrige Rück-stellungen |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.01.2025 | 2.297 | 402 | 512 | 27 | 597 | 3.835 |
| Währungsanpassung | –59 | –7 | –22 | 1 | –3 | –90 |
| Konsolidierungskreis-Änderung | 2 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2 |
| Verbrauch | –1.304 | –92 | –126 | –3 | –256 | –1.781 |
| Zuführung/Neubildung | 1.633 | 71 | 166 | 42 | 295 | 2.208 |
|
Aufzinsungseffekt/Effekte aus der Änderung des Diskontie- rungszinssatzes |
35 | 4 | 2 | 0 | 0 | 41 |
| Auflösung | –117 | –11 | –18 | –2 | –77 | –225 |
| Stand am 31.12.2025 | 2.486 | 367 | 515 | 65 | 556 | 3.989 |
| davon kurzfristig | 1.456 | 114 | 213 | 65 | 378 | 2.228 |
| davon langfristig | 1.030 | 253 | 301 | 0 | 178 | 1.761 |
In den Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft sind Rückstellungen enthalten, die alle Risiken aus dem Verkauf von Fahrzeugen und Ersatzteilen abdecken. Diese enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen sowie gesetzliche oder vertragliche Garantieverpflichtungen. Des Weiteren sind Rückstellungen für aufgrund rechtlicher oder faktischer Verpflichtungen zu gewährende Rabatte, Boni und Ähnliches enthalten, die nach dem Bilanzstichtag anfallen, jedoch durch Umsätze vor dem Bilanzstichtag verursacht wurden.
Rückstellungen aus Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern werden u.a. für Jubiläumszuwendungen, Altersteilzeit, Abfindungen und ähnliche Verpflichtungen gebildet.
Im Zusammenhang mit dem EU-Kartellrechtsverfahren bestehen zum 31. Dezember 2025 Rückstellungen für zivilrechtliche Klagen gegen Scania Vehicles & Services und MAN Truck & Bus. Darüber hinaus enthalten die Prozess- und Rechtsrisiken Vorsorgen für eine Vielzahl an Rechtsstreitigkeiten und behördlichen Verfahren, an denen die Gesellschaften der TRATON GROUP national und international im Rahmen ihrer operativen Tätigkeit beteiligt sind. Solche Rechtsstreitigkeiten und Verfahren treten insbesondere im Verhältnis zu Lieferanten, Händlern, Kunden und Arbeitnehmern auf. Weitere Erläuterungen zu den rechtlichen Risiken befinden sich in der Anhangangabe 32. Rechtsstreitigkeiten/Rechtliche Verfahren.
Die Übrigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl erkennbarer Einzelrisiken und ungewisser Verpflichtungen, die sich aus dem operativen Geschäft ergeben und in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt werden. Darüber hinaus werden unter den Übrigen Rückstellungen auch Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten für Verkehrssteuern und sonstige Steuern erfasst.
26. Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen
Einzelne Gesellschaften der TRATON GROUP nutzen Supplier Finance Arrangements bei denen ein Lieferant seine bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an eine Bank oder einen Drittanbieter verkauft. Die Arrangements haben die folgenden Bedingungen und Konditionen:
- Bei traditionellen Supplier Finance Arrangements (eine einzige Finanzierungsquelle) schickt der Lieferant die Rechnung nach der Lieferung der Waren an die TRATON GROUP-Gesellschaft. Die Rechnung wird von TRATON zur Zahlung freigegeben, und der Lieferant bietet die bestehende Forderung der jeweiligen Bank zum Kauf an. Die Bank nimmt das Angebot an, kauft die Rechnung an und zahlt einen abgezinsten Rechnungsbetrag sofort an den Lieferanten aus. TRATON zahlt den vollen Rechnungsbetrag bei Fälligkeit an die Bank.
- Bei plattformbasierten Supplier Finance Arrangements (Multi-Bank-Ansatz) schickt der Lieferant die Rechnung nach der Warenlieferung an das Unternehmen der TRATON GROUP. Die Rechnung wird von TRATON zur Zahlung freigegeben. Der Lieferant gibt die Rechnungen auf der Plattform zur vorzeitigen Zahlung frei. Eine der Banken/Drittanbieter auf der Plattform nimmt das Angebot an, kauft die Rechnung an und zahlt einen diskontierten Rechnungsbetrag sofort an den Lieferanten. TRATON zahlt den vollen Rechnungsbetrag bei Fälligkeit an die Bank/den Drittanbieter.
Der bilanzseitige Ausweis erfolgt weiterhin unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, da diese die Charakteristika einer Verbindlichkeit aus Lieferung und Leistung erfüllen und sich die Vertragskonditionen (z.B. Zahlungsziele) nicht oder nicht wesentlich ändern. Sicherheiten werden in diesem Zusammenhang nicht begeben. Korrespondierend damit wird der Zahlungsmittelabfluss im Cashflow aus der Geschäftstätigkeit ausgewiesen.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Supplier Finance Arrangements
| in Mio € | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.474 | 5.349 |
| Davon Teil von Supplier Finance Arrangements | 482 | 421 |
| Davon Zahlung an Lieferanten durch Bank/Drittanbieter erfolgt | 478 | 416 |
Aus den Supplier Finance Arrangements ergeben sich keine wesentlichen Liquiditätsrisiken und keine Risiken aus Risikokonzentrationen, und im Berichtszeitraum fanden keine zahlungsunwirksamen Übertragungen von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf Finanzverbindlichkeiten statt.
Für Informationen zu den Bewertungsgrundsätzen von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie weiteren Informationen zu Liquiditätsrisiken siehe Anhangangabe 28. Bedeutung der Finanzinstrumente für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und 29. Art und Ausmaß von Risiken, die sich aus Finanzinstrumenten ergeben.