Soziales
Die Achtung der Menschenrechte ist ein Leitprinzip der TRATON GROUP und bildet die Grundlage ihres Ansatzes zur sozialen Nachhaltigkeit. Dieses Kapitel beschreibt, wie die Gruppe wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen in vier zentralen Bereichen steuert: Arbeitskräfte des Unternehmens, Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette, Verkehrssicherheit sowie betroffene Gemeinschaften. Diese Angaben beziehen sich auf die Joint Impact Area „Menschenrechte“ und spiegeln das Bestreben des Konzerns wider, zu einem gerechten Übergang beizutragen.
Eigene Belegschaft1
Die Attraktivität und Innovationskraft einer Organisation hängt wesentlich davon ab, wie gut sie die individuellen Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter erkennt und nutzt. Gerade vor dem Hintergrund des dynamischen Wandels in der heutigen Arbeitswelt wird die Vielfalt der Berufsbilder und Qualifikationen der Mitarbeiter immer wichtiger. TRATON ist auf qualifizierte, motivierte Mitarbeiter angewiesen und will diesen ein sicheres und attraktives Arbeitsumfeld bieten, in dem sie ihr volles Potenzial entfalten können. In unserer DMA haben wir die folgenden IROs in Bezug auf unsere eigenen Arbeitskräfte identifiziert.
Auswirkungen, Risiken und Chancen im Bereich Arbeitskräfte des Unternehmens
| Nachhaltigkeitsthema | IRO-Kategorie | Zeithorizont | Umfang | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|
| Arbeitsbedingungen | Potenzielle negative Auswirkung | Kurzfristig | Eigene Geschäftstätigkeit | Beeinträchtigung des Wohlbefindens der eigenen Belegschaft durch widrige Arbeitsbedingungen, Diskriminierung und schlechte Sicherheitspraktiken |
| Risiko | Langfristig | Eigene Geschäftstätigkeit | Personalfluktuation, Produktivitätsverluste und Sicherheitsprobleme in der eigenen Belegschaft aufgrund widriger Arbeitsbedingungen | |
| Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle | Potenzielle negative Auswirkung | Kurzfristig | Eigene Geschäftstätigkeit | Negative Auswirkungen von Diskriminierung in der Beschäftigung wie ungleiche Weiterbildung, Beförderungsmöglichkeiten, Entlohnung und Leistungen |
Die wesentlichen Auswirkungen und Risiken beziehen sich auf alle Mitarbeiter. Einige Gruppen der TRATON-Belegschaft können jedoch aufgrund wirtschaftlicher, politischer und sozialer Ausgrenzungsprozesse anfälliger für diese Risiken sein. Diese Gruppen könnten deshalb durch die Geschäftstätigkeit und die Wertschöpfungskette der TRATON GROUP unverhältnismäßig stark betroffen sein. Zu den schutzbedürftigen Gruppen in der TRATON-Belegschaft können zum Beispiel Migranten, weibliche Beschäftigte, Leiharbeitnehmer, Angehörige von Minderheiten (z. B. sprachliche, ethnische oder religiöse Minderheiten), minderjährige Beschäftigte, Praktikanten oder Auszubildende, Menschen mit eingeschränkter technischer Kompetenz, marginalisierte Gruppen, Personen mit niedrigem Einkommen sowie Menschen mit geringen Qualifikationen und eingeschränkter Lese- und Schreibkompetenz gehören.
Darüber hinaus konnte die TRATON GROUP mithilfe des Human Rights Salience Assessment (siehe Einbeziehung der Interessenträger) bestimmte Personengruppen innerhalb ihrer Belegschaft identifizieren, die einem größeren Risiko ausgesetzt sind, wobei schutzbedürftige Gruppen besonders berücksichtigt wurden.
Die Risikoanalyse des eigenen Geschäftsbereichs der TRATON GROUP (siehe Chancen- und Risikobericht) hat weder ein Risiko von Zwangs- oder Pflichtarbeit noch ein Risiko von Kinderarbeit festgestellt. Daher gelten keine spezifischen Arten von Geschäften, Ländern oder Regionen als besonders risikobehaftet. Dennoch ist TRATON im Rahmen der globalen Aktivitäten auch in Ländern mit erheblicher sozialer, politischer oder wirtschaftlicher Instabilität, Konfliktregionen oder Hochrisikogebieten tätig. Ein solches Umfeld könnte trotz aller Bestrebungen das Engagement der TRATON GROUP für die Einhaltung internationaler Standards auf der ganzen Welt erschweren.
Ansätze und Konzepte
Allgemeiner Ansatz für Personal- und Kulturmanagement
Das Leitmotiv von TRATON ist „Transforming Transportation Together. For a sustainable world“. Dies erfordert ein Team aus engagierten und leidenschaftlichen Menschen, die innerhalb der gesamten TRATON GROUP zusammenarbeiten, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Die Employer Value Proposition (EVP) der TRATON GROUP „be part of something bigger“ untermauert diesen Teamgedanken.
Das Fundament der TRATON GROUP Corporate Values und der Shared Leadership Principles von TRATON (siehe Unternehmenskultur) bietet die notwendige Unterstützung für das Leitmotiv und die EVP.
Arbeitnehmervertretung
Die TRATON GROUP legt großen Wert auf die Einbeziehung ihrer Arbeitnehmer und deren Vertreter. Daher orientieren sich Entscheidungen und Aktivitäten zur Steuerung von Auswirkungen an den Perspektiven der Belegschaft von TRATON. Diese Abstimmung findet hauptsächlich mit Arbeitnehmervertretern statt.
Arbeitnehmervertreter sind in verschiedene Gremien der TRATON GROUP eingebunden. Eines davon ist der TRATON-Aufsichtsrat, der sich zu gleichen Teilen aus Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer zusammensetzt und somit eine gleichberechtigte Mitsprache beider Gruppen bei der Entscheidungsfindung ermöglicht.
Auf Konzernebene verfügt TRATON mit dem Konzernbetriebsrat und dem SE-Betriebsrat über zwei Foren, die darauf ausgelegt sind, die multinationale Einbindung der Arbeitnehmervertretung in der Europäischen Union zu ermöglichen. Im Rahmen einer Zusatzvereinbarung mit dem SE-Betriebsrat ermöglicht das Unternehmen die Einladung von Teilnehmern außerhalb der Europäischen Union, sodass Arbeitnehmervertreter aus allen internationalen Standorten an den Sitzungen teilnehmen können. TRATON führt mindestens fünf SE-Betriebsratssitzungen und vier Konzernbetriebsratssitzungen pro Jahr durch. So wird eine effektive Kommunikation und Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens ermöglicht. Darüber hinaus haben der Vorstand und die Arbeitnehmervertreter einen Wirtschaftsausschuss eingerichtet, der zweimal pro Jahr zur Information über wirtschaftliche Angelegenheiten auf der Ebene des SE-Betriebsrats tagt. Unterausschüsse halten mehrere Sitzungen für Angelegenheiten im Zusammenhang mit den Group Industrial Functions ab.
Rahmenvereinbarung für das Engagement der Arbeitnehmer
Die Rechte der europäischen Mitarbeiter von TRATON werden durch die SE-Beteiligungsvereinbarung gemäß § 2 (3) und (4) des Gesetzes über die Beteiligung der Arbeitnehmer in einer Europäischen Gemeinschaft (SEBG) in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraums geregelt. Die Chief Human Resources Officers (CHROs) und die Abteilung Group Labor Relations sind dafür verantwortlich, die Arbeitnehmerbeteiligung auf operativer Ebene zu ermöglichen. In der Strategy on Working Conditions and Labour Standards (siehe Tabelle Konzepte für die Arbeitskräfte des Unternehmens) hat TRATON gemeinsame Grundsätze und Standards für die Mitarbeiter definiert. Weitere interne Vereinbarungen sind die SE-Beteiligungsvereinbarung und die Geschäfts- und Menschenrechtsverpflichtung. Externe Bekenntnisse umfassen z.B. das Modern Slavery und Human Trafficking Statement und die Verpflichtung zum Global Compact der Vereinten Nationen. Jede Marke ist für die Umsetzung und Einhaltung dieser Standards und Vereinbarungen verantwortlich und kann ihr Arbeitsumfeld und den Rahmen für die Umsetzung eigenständig gestalten.
Die TRATON GROUP verfolgt die Einhaltung der Arbeitsnormen mithilfe von Kontrollinstrumenten und Berichten, wie Berichterstattung über CSRD oder für die SE-Betriebsratssitzungen und den Dialog mit dem SE-Betriebsrat (z.B. Länderberichte), dem TRATON Speak up! Whistleblower-Portal oder markenspezifischen Whistleblower-Initiativen sowie Umfragen (z.B. jährliche Mitarbeiterbefragung). Diese Umfragen sowie die SE-Betriebsratssitzungen werden genutzt, um die Effektivität der Einbeziehung der Arbeitnehmer zu bewerten.
Auf der Ebene des Konzernbetriebsrats wurden über 20 Betriebsvereinbarungen geschlossen, die zahlreiche Themen abdecken. Darunter fällt die ordnungsgemäße Nutzung der konzernweiten IT-Systeme und Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter. Auf internationaler Ebene wurden mehrere Vereinbarungen umgesetzt, die die Einbeziehung der Arbeitnehmervertreter in Entscheidungsprozesse ermöglichen. Während der SE-Betriebsratssitzungen wird eine Vielzahl lokaler Themen besprochen und an die zuständigen Personen bei den Marken weitergeleitet.
TRATON hat mehrere Initiativen ins Leben gerufen, um Einblicke in die Perspektiven von Menschen in der eigenen Belegschaft zu gewinnen, die potenziell gefährdet und/oder ausgegrenzt sind, und um die Integration zu verbessern. Die TRATON GROUP verfolgte beispielsweise eine strategische Initiative zur Verbesserung des Engagements von unterrepräsentierten Mitarbeitergruppen. Der SE-Betriebsrat der Schwerbehinderten hat sich im Berichtsjahr zweimal getroffen. Die TRATON GROUP arbeitet gemeinsam an Lösungen für die Integration von Menschen mit Behinderungen in das Arbeitsleben, indem sie ihnen geeignete Arbeitsplätze, Arbeitshilfen oder angemessene Fördermaßnahmen anbietet.
Rahmenvereinbarungen für Menschenrechte
Die TRATON GROUP integriert die Menschenrechte in ihr Compliance-Management-System und respektiert alle geltenden Vorschriften als grundlegende und allgemeine Anforderung weltweit. Dies wird in den internen Vorschriften und in den unten beschriebenen Due-Diligence-Prozessen betont, bei denen TRATON bestrebt ist, relevante Interessenträger einzubeziehen.
TRATON verpflichtet sich zur Einhaltung der anwendbaren nationalen und internationalen Menschenrechtsgesetze und erkennt daher die International Bill of Human Rights an und ist dem Global Compact der Vereinten Nationen beigetreten. Damit bekennt sich die TRATON GROUP zu dessen Grundsätzen in Bezug auf Menschenrechte und Umweltschutz. Darüber hinaus ist das Unternehmen bemüht, im Einklang mit den Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte, den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen und internationalen Arbeitsnormen wie der Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organization, ILO) über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit zu handeln. Darüber hinaus erkennt TRATON die folgenden Konventionen an und lässt sich von ihnen leiten, sofern sie in den Ländern, in denen die TRATON GROUP tätig ist, gelten:
- Minamata-Übereinkommen über Quecksilber
- Basler Übereinkommen über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung von gefährlichen Abfällen und ihrer Entsorgung
- Stockholmer Übereinkommen über persistente organische Schadstoffe
Diese internationalen Übereinkommen und Erklärungen betrachtet das Unternehmen als Grundlage für sein Engagement und die Art und Weise, wie Geschäfte geführt werden sollen.
Wie in den beiden Code of Conduct beschrieben (für Mitarbeiter sowie für Lieferanten und Geschäftspartner, siehe dazu Abschnitt Nachhaltigkeits-Governance), lehnt die TRATON GROUP jede Art von Zwangsarbeit sowie moderne Sklaverei und Menschenhandel ab. Dazu gehört auch Arbeit, die unfreiwillig aufgrund von Einschüchterung, Strafe, Gewalt durch Sicherheitskräfte oder der Androhung von Nachteilen verrichtet wird. Arbeitsverhältnisse beruhen auf Freiwilligkeit und können von den Beschäftigten jederzeit aus freien Stücken und mit einer angemessenen Kündigungsfrist beendet werden. Die TRATON GROUP übernimmt Verantwortung für die Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeiter und die kontinuierliche Verbesserung ihres Arbeitsumfeldes. Kinderarbeit ist in der gesamten TRATON GROUP untersagt. Die ILO legt das Mindestalter für die Beschäftigung fest, das eingehalten werden muss.
Im TRATON-Risikomanagementsystem für Menschenrechte sind klare Verantwortlichkeiten innerhalb der Organisation definiert. Darüber hinaus ist das TRATON-Menschenrechtskommittee (Human Rights Committee, HRC) ein multidisziplinärer Ausschuss, der die Umsetzung von Sorgfaltspflichten im Bereich der Menschenrechte innerhalb des Konzerns überwacht und verfolgt. Das HRC tritt regelmäßig zusammen und berichtet direkt an den Vorstand. Zu diesen Berichten gehören die Ergebnisse der Risikoanalyse, die Wirksamkeit der Präventiv- und Abhilfemaßnahmen sowie relevante Erkenntnisse aus den Beschwerdeverfahren. Die Mitarbeiter werden zudem in webbasierten und persönlichen Schulungen mit dem Code of Conduct für Mitarbeiter vertraut gemacht. Darüber hinaus erhalten die Mitarbeiter eine spezielle Schulung zum Thema Wirtschaft und Menschenrechte, um ihnen Orientierung zu geben und das Bewusstsein für die unternehmerische Verantwortung des Konzerns für dieses Thema zu schärfen (siehe Unternehmenskultur). Sie können sich bei Fragen zu Menschenrechten z.B. an den TRATON Compliance Helpdesk wenden und werden in diversen Kommunikationsformaten über Menschenrechte informiert. Zusätzlich zu den allgemeinen Präventivmaßnahmen evaluiert und implementiert TRATON fortlaufend Maßnahmen, die sich mit identifizierten Risiken befassen.
Der Menschenrechtsansatz von TRATON umfasst nicht nur die Arbeitsbedingungen der Arbeitskräfte des Unternehmens, sondern auch die der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette. Darüber hinaus werden auch andere wesentliche Themen behandelt, z.B. sonstige arbeitsbezogene Rechte von Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette, Gleichbehandlung und Chancengleichheit für die eigenen Arbeitskräfte sowie die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte von betroffenen Gemeinschaften.
Risikomanagement im Bereich der Menschenrechte
Ein zentrales Element des Menschenrechtsmanagements ist die Risikoanalyse. Für die eigene Geschäftstätigkeit des Unternehmens wurde 2024 zunächst eine abstrakte Risikoanalyse durchgeführt. Auf Basis der Analyse externer Quellen wie Branchenstudien und länderspezifischer Risikoindizes wurden abstrakte Risiken im Bereich Menschenrechte und Umwelt identifiziert. Allen relevanten Unternehmen der TRATON GROUP wurde eine von drei Risikokategorien zugeordnet. Die anschließende konkrete Risikoanalyse umfasste die Validierung der identifizierten abstrakten Risiken sowie die Bestimmung konkreter Risiken. Nach einem risikobasierten Ansatz wurden Risiko-Workshops sowie Fragebögen und Einzelinterviews mit Themenverantwortlichen und Fachexperten genutzt, um Risiken zu identifizieren, zu priorisieren und zu validieren. Um das Verständnis für ausgewählte Risikobereiche zu vertiefen, hat TRATON 2025 begonnen, die Risikoanalyse im eigenen Geschäftsbereich durch spezifische „Deep-Dive“-Projekte zu ergänzen. Die Ergebnisse der Risikobewertung werden im Zusammenhang mit dem Menschenrechtsmanagementsystem und den durchgeführten Menschenrechtsmaßnahmen analysiert, wobei mögliche Lücken bei Bedarf durch zusätzliche Maßnahmen und Kontrollen geschlossen werden.
Konzepte
TRATON hat mehrere Konzepte eingeführt, die Leitlinien für die Steuerung der IROs in Bezug auf die Arbeitskräfte des Unternehmens bieten. Diese Konzepte legen zudem grundlegende Handlungsprinzipien für das Vorgehen fest.
Die Grundsatzerklärung zu Menschenrechten von TRATON, das Konzept zur TRATON Strategy on Working Conditions and Labor Standards, das Konzernkonzept OHS sowie der Code of Conduct für Mitarbeiter beziehen sich auf die ermittelten potenziellen negativen Auswirkungen und Risiken bezüglich der Arbeitsbedingungen der Arbeitskräfte von TRATON.
TRATON hat außerdem mehrere Managementkonzepte, die sich auf die möglichen negativen Auswirkungen auf die eigene Belegschaft beziehen, die im Falle von Diskriminierung bei der Beschäftigung auftreten würden, z.B. ungleiche Ausbildung, Beförderungsmöglichkeiten, Bezahlung und Leistungen. Neben dem Code of Conduct für Mitarbeiter sind diese Konzepte das TRATON GROUP Diversity & Inclusion Commitment, die TRATON GROUP Corporate Values und die TRATON-Grundsatzerklärung zu Menschenrechten.
Die oben genannten Konzepte werden in der nachstehenden Tabelle Konzepte für die Arbeitskräfte des Unternehmens ausführlich dargestellt. Ausnahmen sind der Code of Conduct für Mitarbeiter und die Konzernwerte der TRATON GROUP, die im Abschnitt Nachhaltigkeits-Governance bzw. in der Tabelle Konzepte für die Unternehmenskultur im Kapitel Unternehmenskultur dargestellt werden.
Konzepte für die Arbeitskräfte des Unternehmens
| Bezeichnung des Konzepts | Wichtige Inhalte und Ziele | Umfang | Verantwortliche Organisationsebene und Monitoring-Prozess | Verfügbarkeit des Konzepts für Interessenträger | Weitere Informationen |
|---|---|---|---|---|---|
| TRATON-Grundsatzerklärung zu Menschenrechten | Die Grundsatzerklärung zu Menschenrechten umreißt die Grundsätze, nach denen TRATON der Verpflichtung zur Einhaltung der geltenden nationalen und internationalen Menschenrechtsgesetzen nachkommen will. Sie gilt für alle TRATON-Unternehmen weltweit und basiert auf international anerkannten Instrumenten. Die Grundsätze sollen in die Systeme und Prozesse des Konzerns integriert und verankert werden. | TRATON GROUP und Wertschöpfungs-kette | Die oberste Ebene der TRATON GROUP, die für dieses Konzept verantwortlich ist, ist der Vorstand. Das Konzept wird bei Bedarf überprüft und aktualisiert. Das Management der einzelnen Gesellschaften der TRATON GROUP ist für die Umsetzung der in dieser Erklärung definierten Maßnahmen und Anforderungen in ihren jeweiligen Gesellschaften verantwortlich. | Zugänglich über das Intranet und die Website | Das Konzept beruht auf den Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte sowie auf anderen internationalen Instrumenten wie der Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit. |
| TRATON Strategy on Working Conditions and Labor Standards | Diese Strategie zielt darauf ab, faire Arbeitsbedingungen und Arbeitsstandards zu sichern und basiert auf der TRATON-Grundsatzerklärung zu Menschenrechten und den assoziierten Standards. Sie enthält konzernweite Mindeststandards für die gesamte Belegschaft in Bezug auf Löhne und Gehälter, Arbeits- und Ruhezeiten, Arbeitsverträge sowie soziale Absicherung. Neben den Mindeststandards beschreibt sie auch die Rollen des markenübergreifenden Teams für Arbeitsbeziehungen, des TRATON SE-Betriebsrats und des TRATON CHRO-Teams. | TRATON GROUP | Die oberste Ebene der TRATON GROUP, die für dieses Konzept verantwortlich ist, ist der Vorstand. Das Konzept wird bei Bedarf überprüft und aktualisiert. | Zugänglich über das Intranet | Das Konzept beruht auf den Internationalen Arbeitsnormen. Um die Interessen der wichtigsten Interessenträger zu berücksichtigen, wurde die Strategie mit dem SE-Betriebsrat, dem TRATON CEO, den HR-Vorstandsmitgliedern der Marken, den Vertretern der Arbeitsbeziehungen und den Gewerkschaften abgestimmt. |
| Konzernkonzept OHS | Ein Konzernkonzept für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit (OHS) wurde mit allen TRATON-Marken abgestimmt und tritt 2026 in Kraft.Die TRATON GROUP verfolgt das Ziel, sichere und gesunde Arbeitsplätze bereitzustellen, um arbeitsbedingte Verletzungen und Erkrankungen zu verhindern sowie eine Sicherheits- und Gesundheitskultur und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu fördern.Der Zweck dieser Richtlinie besteht darin, ein ganzheitliches und wirksames Management von OHS-Themen innerhalb der TRATON GROUP zu etablieren. | TRATON GROUP | Die oberste Ebene der TRATON GROUP, die für dieses Konzept verantwortlich ist, ist der Vorstand. | Zugänglich über das Intranet | |
| TRATON GROUP Diversity & Inclusion Commitment |
Diskriminierung aufgrund der ethnischen oder nationalen Herkunft, des Geschlechts, der Geschlechtsidentität, der Religion, der Weltanschauung, des Alters, einer Behinderung, der sexuellen Orientierung, der Hautfarbe, der politischen Ansichten, der sozialen Herkunft oder anderer gesetzlich geschützter Merkmale wird nicht geduldet. TRATON begrüßt die Vielfalt, unterstützt aktiv die Integration und schafft ein Umfeld, das die Individualität jedes Mitarbeiters im Interesse der Gesellschaft fördert. Die TRATON GROUP betrachtet Vielfalt und Inklusion als zentral für den Unternehmenserfolg und entscheidend für das Erreichen der Ziele als Unternehmen und als verantwortungsvoller Arbeitgeber. Das Engagement der TRATON GROUP für Vielfalt und Inklusion ist ein wesentlicher Bestandteil der Säule „Verantwortungsvolles Unternehmen“ der TRATON-Strategie. Es steht im Einklang mit den Unternehmenswerten des Konzerns. Die Verpflichtungen und Maßnahmen sind über eine Reihe von Strategien und Maßnahmen über alle Marken hinweg grundlegend verankert. Vielfalt und Inklusion in der TRATON GROUP sind ein langfristiger strategischer Ansatz zur Sicherung des zukünftigen Erfolgs. TRATON fördert eine Unternehmenskultur, die die Vielfalt an Fähigkeiten, Erfahrungen, Kenntnisse und Perspektiven des wertvollsten Kapitals – der eigenen Belegschaft – nutzt. |
TRATON GROUP |
Die oberste Ebene der TRATON GROUP, die für diese Konzepte verantwortlich ist, ist der Vorstand. Um das Unternehmen in seiner Entwicklung im Einklang mit dem Diversity & Inclusion Commitment zu unterstützen und einen kontinuierlichen Austausch über strategische Konzerninitiativen und Best Practices zu ermöglichen, wurde eine Arbeitsgruppe Group Diversity and Inclusion mit Vertretern der Management-Teams aller Marken der TRATON GROUP gegründet. TRATON überwacht den Erfolg der Initiativen für Vielfalt und Inklusion anhand relevanter Leistungsindikatoren wie Repräsentation von Frauen im Management und Repräsentation von Frauen in der Managemententwicklung. |
Zugänglich über das Intranet und die Website (https://traton.com/dam/jcr:961d4ca4-b778-4b29-8bd8-762e0c495427/230221%20%20TRATON%20Group%20Diversity%20) | |
Maßnahmen
Der folgende Abschnitt beschreibt die Maßnahmen und Prozesse zur Steuerung wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft, einschließlich regelmäßiger Risikoanalysen, Monitoring- und Compliance-Mechanismen, um einen sicheren, fairen und unterstützenden Arbeitsplatz bereitzustellen.
Die TRATON GROUP führt regelmäßig Risikoanalysen durch, um mögliche negative Auswirkungen innerhalb ihrer Geschäftstätigkeit und Lieferkette zu identifizieren, zu bewerten und zu beseitigen. Bei diesen Analysen werden Bereiche wie das Wohlergehen der Beschäftigten, die Sicherheit am Arbeitsplatz und die Verhinderung von Diskriminierung und ungünstigen Arbeitsbedingungen priorisiert. Auf diese Weise werden rechtzeitig wirksame Abhilfemaßnahmen ergriffen, um ethische Standards aufrechtzuerhalten und nachhaltige Praktiken zu unterstützen.
Die Umsetzung der Maßnahmen in Bezug auf die Arbeitsbedingungen innerhalb der TRATON GROUP wird von der Konzernfunktion Personalwesen (HR) beaufsichtigt. Im Jahr 2025 wurden die folgenden Maßnahmen in Bezug auf die Arbeitsbedingungen der eigenen Belegschaft ergriffen. Regelmäßige Betriebsratssitzungen, die Aktualisierung der jährlichen Mitarbeiterbefragung (MyVoice) und die zentrale Koordination durch die Abteilung Group Health, Safety and Security zielen darauf ab, mögliche negative Auswirkungen auf das Wohlergehen unserer eigenen Arbeitskräfte durch schlechte Arbeitsbedingungen, Diskriminierung und schlechte Sicherheitspraktiken sowie durch miteinander verbundene identifizierte Risiken zu verhindern. Die in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Maßnahmen beziehen sich auf die Nachhaltigkeitsaspekte Arbeitsbedingungen sowie Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle.
Maßnahmen im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens
| Maßnahmen | Beschreibung und Zeithorizont | Umfang | Ziel festgelegt | Gesamtfortschritt im Jahr 2025 und Nachverfolgung der Wirksamkeit |
|---|---|---|---|---|
| Regelmäßige Betriebsratssitzungen | Betriebsratssitzungen finden unterjährig regelmäßig statt. Zusammen mit dem Konzernbetriebsrat erfolgt eine Abstimmung und Überwachung der TRATON Strategy on Working Conditions and Labour Standards. Ziel ist es, die Arbeitsbedingungen für alle Mitarbeiter der TRATON GROUP zu verbessern. Die Arbeitnehmervertreter und die entsprechenden Gremien werden in vielfältiger Weise unterstützt, u.a. durch die Finanzierung von Veranstaltungen, Übersetzungen, Dolmetschern, Materialaufbereitung und anderen Zuschüssen. Darüber hinaus stellt TRATON die notwendigen personellen Ressourcen zur Unterstützung der Sitzungen, Ziele und Pläne der Arbeitnehmervertreter und der Tarifverträge bereit. | Europäische Gesellschaften | Nein | Fortlaufender Prozess, Häufigkeit der Sitzungen wird von jedem Betriebsrat festgelegt. |
| Group Talent Development Programs | Die TRATON GROUP setzt sich für die kontinuierliche Entwicklung ihrer Mitarbeiter ein, um deren Motivation, notwendige Fähigkeiten und Kompetenzen zu fördern, wobei der Schwerpunkt auf dem täglichen Lernen liegt. Ziel ist es, selbstgesteuertes und zugängliches Lernen in der gesamten TRATON GROUP zu ermöglichen, damit das Unternehmen auch zukünftig erfolgreich ist. Neben markenspezifischen Lerninitiativen, der Volkswagen Academy und Partnerschaften mit externen Lernanbietern bietet die TRATON GROUP seit 2017 Talententwicklungsprogramme an, die alle Hierarchieebenen abdecken. Die Group Talent Development Programs finden jährlich oder zweijährlich statt und werden an die sich verändernden Bedürfnisse der Organisation oder an grundlegende Veränderungen angepasst, z. B. an die Umsetzung der TRATON GROUP Corporate Values. | TRATON GROUP | Ja | Ziel ist es, die markenübergreifende Zusammenarbeit zwischen Top-Talenten zu erleichtern, die Sichtbarkeit von Talenten auf Konzernebene sicherzustellen und Schlüsselkompetenzen im Einklang mit der Konzernstrategie zu entwickeln. Um die Effektivität dieser Programme zu verfolgen und zu bewerten, werden von den Teilnehmenden Bewertungen zu den Programminhalten, den Referenten und der praktischen Anwendung des neuen Wissens im Tagesgeschäft eingeholt. Dieses Feedback trägt auch dazu bei, die Programme auf die laufenden Bedürfnisse des Unternehmens abzustimmen. |
| Frauenanteil in den Group Talent Development Programs | TRATON ist bestrebt, die Repräsentation von Frauen in den konzernweiten Group Talent Development Programs zu erhöhen, mit besonderem Schwerpunkt auf Fachkräfte, Markenmanager, Markenführungskräfte und Führungskräfte des Konzerns. Dazu wurden entscheidende Maßnahmen ergriffen. Die Initiativen des Konzerns begannen 2023 und wurden 2025 fortgesetzt, wobei TRATON sich zu kontinuierlichen Fortschritten bekannt hat. Um diese Verbesserungen voranzutreiben, engagiert sich TRATON aktiv in der Kommunikation und Nachbereitung mit Markenvertretern. | TRATON GROUP | Ja | Weitere Informationen zu den Zielen und dem Fortschritt sind dem nachfolgenden Abschnitt Performance zu entnehmen. |
| Jährliche Mitarbeiterbefragung (MyVoice) | Diese neue Mitarbeiterbefragung ist eine wichtige Methode zur Berücksichtigung der Sichtweise der Mitarbeiter auf die Dynamik am Arbeitsplatz, die Zusammenarbeit im Team und die Beziehungen zu den Vorgesetzten. Sie wird eine Gesamtbewertung des Mitarbeiterengagements liefern und den Vorgesetzten bis hin zur Vorstandsebene Einblick geben in Bereiche, die gut funktionieren und in Bereiche mit Entwicklungsbedarf. Dieser Prozess zielt darauf ab, kontinuierliche Verbesserungen sowohl auf Team- als auch auf Organisationsebene zu ermöglichen. Die neue Umfrage wird ab 2026 im Einklang mit den TRATON GROUP Corporate Values, den TRATON-Shared-Leadership-Prinzipien, die im Abschnitt Unternehmenskultur detailliert beschrieben werden, und dem TRATON GROUP Diversity & Inclusion Commitment umgesetzt. | TRATON GROUP | Nein | Die TRATON GROUP hat beschlossen, die jährliche Mitarbeiterbefragung „Stimmungsbarometer“ (StiBa) ab 2024 auszusetzen und sich auf die Übernahme der neuen konzernübergreifenden Mitarbeiterbefragung „MyVoice“ vorzubereiten. Die für 2025 geplante Einführung wurde auf 2026 verschoben. Um die Entwicklung und Durchführung dieser neuen Befragung zu erleichtern, wurde sowohl finanzielle als auch personelle Unterstützung durch die HR- und IT-Abteilungen bereitgestellt. Die effektive Umsetzung der neuen Mitarbeiterbefragung wird von TRATON und den Marken durchgeführt, die auch die Aktionspläne basierend auf den Ergebnissen der Befragung aufstellen. Jede TRATON-Marke hat ihre Initiativen für 2025 individuell festgelegt, da die Konzernbefragung erst 2026 eingeführt wird. |
| D&I-Strategie | 2025 hat eine markenübergreifende Arbeitsgruppe den bestehenden Ansatz für Vielfalt und Inklusion (D&I) auf der Grundlage des Diversity & Inclusion Commitment aktualisiert und optimiert. Auf diese Weise wurde ein Strategierahmen geschaffen, der auch von den Marken verwendet werden kann und der die Verbindung zwischen Strategie und operativen Initiativen aufzeigt. D&I ist ein wichtiger Teil der Unternehmenskultur und die neue D&I-Strategie zeigt eine klare Verbindung zu den TRATON Corporate Culture Frameworks. | TRATON GROUP | Nein | Die D&I-Strategie wurde im Herbst 2025 entwickelt und beschlossen. Die kontinuierliche Überwachung der Zielerreichung erfolgt durch die CHROs. Die gemeinsamen Ziele und künftigen Initiativen der TRATON GROUP werden im Rahmen des HR-Governance-Modells aktualisiert und gesteuert. |
| Zentrale Koordination durch die Abteilung Group Health, Safety and Security | Zur Stärkung der konzernweiten Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen hat TRATON deren Koordination in einer neuen Konzernabteilung für Gesundheit, Sicherheit und Arbeitsschutz zentralisiert. Diese Konzernfunktion leitet die Vorhaben zum Thema Gesundheit und Sicherheit über alle Marken hinweg. Dieser koordinierte Ansatz soll einen neuen Standard für Gesundheit und Sicherheit in der gesamten TRATON GROUP setzen. | TRATON GROUP | Nein | Es wurde ein Senior Expert mit Koordinierungsfunktion ernannt und eine umfassende Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinie der TRATON GROUP erstellt. Diese tritt 2026 in Kraft. Eine Kooperationsplattform für die Marken unterstützt regelmäßige Meetings und eine effiziente Zusammenarbeit. Die aktuellen Markenstrukturen wurden überprüft und eine interne Prüfung, mit Fokus auf Unternehmensführung und Berichterstattung auf Ebene der TRATON SE sowie in zwei Marken initiiert. Zudem wurde ein interner Prozess zur Überprüfung der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz (OHS) eingerichtet. Um die Wirksamkeit des OHS-Ansatzes zu verfolgen, werden die Fortschritte regelmäßig an den CHRO berichtet. Diese Berichterstattung ermöglicht, dass notwendige Anpassungen vorgenommen werden können, damit die Gesundheits- und Sicherheitsstandards mit der Strategie in Einklang stehen. |
Performance
Merkmale der Arbeitnehmer des Unternehmens
112.123 (109.826) Mitarbeiter waren zum Ende des Jahres 2025 bei der TRATON GROUP beschäftigt.2
Im Berichtsjahr haben 9.022 (10.271) Beschäftigte die TRATON GROUP verlassen. Die Fluktuationsquote betrug 8,1 % (9,4 %). Sie wird berechnet, indem die Anzahl der Abgänge ins Verhältnis zur durchschnittlichen Anzahl der Beschäftigten im Berichtsjahr 2025 gesetzt wird. Basis der Berechnung sind die Daten im Rahmen der berichtspflichtigen Unternehmen des Konzerns von Dezember des Vorjahres bis Dezember des Geschäftsjahres. Bezugsbasis ist die durchschnittliche Anzahl von Beschäftigten in diesem Zeitraum. Bei den Abgängen werden folgende Gruppen berücksichtigt: Beschäftigte, die TRATON aufgrund von Entlassung, Ruhestand, Tod oder auf eigenen Wunsch verlassen haben. Für Scania und MAN sind die Abgänge zu den Unternehmen der TRATON GROUP in der Gesamtzahl enthalten. Dies ist auf technische Probleme innerhalb des Systems zurückzuführen, das Personaltransfers zwischen Gesellschaften der TRATON GROUP nicht erfasst.
Alle Personen mit einem aktiven Arbeitsverhältnis, die am Wertschöpfungsprozess der TRATON GROUP beteiligt sind, werden einbezogen. Alle Kennzahlen in diesem Abschnitt sind in Kopfzahlen angegeben und spiegeln die Anzahl der jeweiligen Gruppe von Mitarbeitern zum 31. Dezember des Berichtsjahres wider.
Zahl der Beschäftigten, aufgeschlüsselt nach Geschlecht
| Geschlecht | Stand 31. Dezember 2025 | Stand 31. Dezember 2024 |
|---|---|---|
| Weiblich | 22.923 | 22.229 |
| Männlich | 89.170 | 87.564 |
| Divers | 2 | 0 |
| Nicht offengelegt | 28 | 33 |
| Gesamt | 112.123 | 109.826 |
Zahl der Beschäftigten, aufgeschlüsselt nach Land
| Land1 | Stand 31. Dezember 2025 | Stand 31. Dezember 2024 |
|---|---|---|
| Deutschland | 21.292 | 21.239 |
| Schweden | 22.688 | 22.570 |
| USA | 14.386 | 15.378 |
1 nur Länder genannt, die >10 % der Gesamtzahl der Arbeitnehmer entsprechen
Zahl der Beschäftigten, aufgeschlüsselt nach Geschlecht und Arbeitsverhältnis
| Weiblich | Männlich | Divers | Nicht offengelegt | Gesamt | ||||||
| 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | |
| Anzahl der Beschäftigten1 | 22.923 | 22.229 | 89.170 | 87.564 | 2 | 0 | 28 | 33 | 112.123 | 109.826 |
| Anzahl der Beschäftigten mit unbefristeten Arbeitsverhältnissen | 21.928 | 20.742 | 86.222 | 83.497 | 2 | 0 | 28 | 33 | 108.180 | 104.272 |
| Anzahl der Beschäftigten mit befristeten Arbeitsverhältnissen | 995 | 1.487 | 2.948 | 4.067 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.943 | 5.554 |
| Anzahl der Abrufkräfte2 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
1 Erfasst werden alle Personen mit einem aktiven Arbeitsverhältnis, die am Wertschöpfungsprozess von TRATON beteiligt sind, z.B. Führungskräfte, Personen in der passiven Phase der Altersteilzeit (ATZ) und Auszubildende. Ausgenommen sind alle Formen der ruhenden Beschäftigung, wie Arbeitnehmer im Erziehungsurlaub sowie geringfügige Beschäftigung, Arbeitnehmer in der akademischen Ausbildung, befristetes externes Personal und Selbständige.
2 Abrufkräfte sind Mitarbeiter, die ohne Garantie einer Mindest- oder festen Anzahl von Arbeitsstunden beschäftigt werden.
Merkmale der Fremdarbeitskräfte des Unternehmens
Zum 31. Dezember 2025 hatte die TRATON GROUP insgesamt 5.335 (5.127) Fremdarbeitskräfte in der eigenen Belegschaft. Zu den Fremdarbeitskräften zählen externe Zeitarbeitskräfte und Selbstständige. Externe Zeitarbeitskräfte sind Personen, die ein Arbeitsverhältnis mit einer Zeitarbeitsfirma haben, nur für einen begrenzten Zeitraum beschäftigt sind und die gleichen Tätigkeiten ausüben wie Mitarbeiter des Unternehmens. Diese Personen werden nicht direkt von TRATON bezahlt und gelten daher nicht als Arbeitnehmer. Selbstständige üben selbstständig eine gewerbliche oder freiberufliche Tätigkeit aus und haben keinen Arbeitgeber, für den sie arbeiten.
Tarifvertragliche Abdeckung und sozialer Dialog
TRATON erhebt die Abdeckung durch Tarifverträge und sozialen Dialog. Tarifvertragliche Abdeckungen sind Verhandlungen zwischen Arbeitgebern (oder deren Organisationen) und Gewerkschaften (oder ordnungsgemäß gewählten Arbeitnehmervertretern) zur Festlegung von Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen sowie zur Regelung der Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern oder deren Organisationen. Ein Tarifvertrag ist eine schriftliche Vereinbarung, die aus diesen Verhandlungen hervorgeht, die Beschäftigungsbedingungen wie Bezahlung und Arbeitszeiten regelt und möglicherweise auch Themen wie Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz behandelt. Der Gesamtanteil der Arbeitnehmer, die unter Tarifverträge fallen, betrug im Berichtsjahr 67 % (69 %3 ).
Prozentsatz aller Beschäftigten im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), die von Tarifverträgen und
Arbeitnehmervertretungen erfasst werden
| Tarifvertragliche Abdeckung1 | Sozialer Dialog2 | |||
| Abdeckungsquote | Mitarbeiter – EWR (für Länder mit >50 Mitarbeitern, die >10 % der Gesamtzahl der Arbeitnehmer entsprechen) | Vertretung am Arbeitsplatz – EWR (für Länder mit >50 Mitarbeitern, die >10 % der Gesamtzahl der Arbeitnehmer entsprechen) | ||
| 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | |
| 0 bis 19 % | ||||
| 20 bis 39 % | ||||
| 40 bis 59 % | ||||
| 60 bis 79 % | ||||
| 80 bis 100 % | Deutschland, Schweden | Deutschland, Schweden | Deutschland, Schweden | Deutschland, Schweden |
1 Die Abdeckung umfasst alle Mitarbeiter, die unter einen Tarifvertrag fallen, einschließlich derjenigen, die unter eine freiwillige Ausdehnung fallen (z.B. Nicht-Gewerkschaftsmitglieder). Ein Arbeitnehmer, der unter mehrere Vereinbarungen fällt, wird nur einmal gezählt. In Ländern mit Gewerkschaften werden nur Arbeitnehmer berücksichtigt, die unter Vereinbarungen zwischen dem Arbeitgeber und einer Gewerkschaft fallen.
2 Ordnungsgemäß gewählte und bevollmächtigte Arbeitnehmervertreter sind diejenigen, die von den Arbeitnehmern frei und unabhängig von der Kontrolle durch den Arbeitgeber gemäß den nationalen Gesetzen oder Tarifverträgen gewählt werden. Ihre Funktionen überschneiden sich nicht mit den Vorrechten der Gewerkschaften und untergraben nicht die Position der Gewerkschaften oder ihrer Vertreter.
Angemessene Entlohnung
Zur Beurteilung, ob den Arbeitnehmern eine angemessene Entlohnung gezahlt wird, wird ein jährlicher Referenzwert als Richtwert herangezogen. Innerhalb des EWR dient der Mindestlohn als Referenzwert, während außerhalb des EWR der existenzsichernde Lohn angewendet wird. Die Quelle für die Referenzwerte ist WageIndicator. Hierbei handelt es sich um eine globale Forschungsinitiative zur Erfassung und Veröffentlichung von Daten zu Löhnen, Lebenshaltungskosten und Arbeitsmarktbedingungen. Sie bietet Richtwerte für existenzsichernde Löhne und hilft Unternehmen dabei, eine faire und angemessene Bezahlung sicherzustellen. Gibt es in einem EWR-Land keinen geltenden Mindestlohn, werden Vergleichswerte herangezogen, die nicht niedriger sind als der Mindestlohn eines sozioökonomisch ähnlichen Nachbarlandes. Nahezu alle Beschäftigten der TRATON GROUP wurden oberhalb der jeweils angesetzten Referenzwerte entlohnt. In den Ländern, in denen die oben genannten Referenzwerte nicht erreicht wurden, wurde eine Einzelfallprüfung hinsichtlich der tarifvertraglich vereinbarten Mindestentlohnung vorgenommen. Wenn die Einzelfallprüfung die Einhaltung der tarifvertraglich vereinbarten Mindestentlohnung ergab, gelten diese Beschäftigten als angemessen entlohnt. In Singapur existieren keine lokalen tarifvertraglichen Anforderungen innerhalb der TRATON GROUP und es fallen 19 % der Belegschaft (10 Beschäftigte) unter den angesetzten Referenzwert. Alle Beschäftigten wurden nach existierenden lokalen gesetzlichen Anforderungen entlohnt.
Frauenanteil in den Group Talent Development Programs (Ziel)
Durch die Erhöhung des Frauenanteils in den Group Talent Development Programs des Konzerns werden die Marken ermutigt, Frauen in höhere Managementpositionen auf Grundlage objektiver Kriterien zu befördern. Dies steht in engem Zusammenhang mit dem TRATON GROUP Diversity & Inclusion Commitment. Die Ziele des Konzerns für 2025 waren die Erhöhung des Frauenanteils im High Potential (HiPo) Challenge und im Management-Excellence-Programm auf 50 % sowie im Leading the Future-Programm auf 35 %. Die Zielsetzung orientierte sich an den Ist-Daten der vergangenen Jahre seit 2017 und dem unten angegebenen Zielwert für den Frauenanteil im Management. Bei der Zielsetzung waren die CHROs involviert, die die Marken über das CHRO-Meeting informieren. TRATON erfüllte die Ziele für die Programme High Potential Challenge, Management Excellence und Leading the Future für die Gruppen, welche 2025 starteten. Da das Executive Elite Program (EEP) grundsätzlich einem zweijährlichen Zyklus folgt, gab es 2025 keine Kohorte, außerdem pausiert das EEP für 2026 einmalig. Es handelt sich um ein fortlaufendes Ziel, und der Anteil von Frauen in den Kohorten des Talententwicklungsprogramms gilt für jedes jeweilige Jahr, sodass es keinen Basiswert und kein Basisjahr gibt.
Frauenanteil im Management (Ziel)
Im Rahmen ihres Engagements hat sich die TRATON GROUP das Ziel gesetzt, bis 2029 einen Anteil von 28 % weiblichen Führungskräften zu erreichen, mit einem Zwischenziel von 24,8 % bis 2025. TRATON hat dieses Zwischenziel erreicht. 2025 hat die TRATON GROUP ihren Zielpfad für den Frauenanteil im Management vor dem Hintergrund organisatorischer Veränderungen und geltender regulatorischer Anforderungen für US‑Gesellschaften neu bewertet. Aktualisierte Prognosen der Marken führten dazu, dass die TRATON GROUP das Ziel für 2029 von 30 % auf 28 % angepasst hat. Das überarbeitete Ziel bekräftigt das fortwährende Engagement für die Förderung eines inklusiven Arbeitsumfelds. Der Zielwert für Frauen in Führungspositionen umfasst Führungskräfte des Konzerns, Markenführungskräfte und Markenmanager, wobei angestrebt wird, den Frauenanteil in allen drei Führungsgruppen zu erhöhen. Das Ziel steht in engem Zusammenhang mit dem TRATON GROUP Diversity & Inclusion Commitment. Bei der Festlegung des Ziels hat sich TRATON auf Daten zu Mitarbeitern, Gespräche mit internen Experten, einen Abgleich mit dem Volkswagen Konzern und die Einbeziehung des Konzernbetriebsrats gestützt. Die Überwachung und Überprüfung des Ziels erfolgt in Zusammenarbeit zwischen TRATON und dem Volkswagen Konzern.
Diversitätskennzahlen
Folgende Tabellen zeigen die Verteilung der Mitarbeiter nach Altersgruppen sowie die Geschlechterverteilung auf der obersten Führungsebene (nach Anzahl sowie prozentualem Anteil).
Verteilung der Mitarbeiter nach Altersgruppen
| Anzahl der Mitarbeiter | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Unter 30 Jahren | 24.198 | 25.149 |
| Anteil der Mitarbeiter unter 30 Jahren | 22 % | 23 % |
| Zwischen 30-50 Jahren | 60.374 | 58.365 |
| Anteil der Mitarbeiter zwischen 30-50 Jahren | 54 % | 53 % |
| Über 50 Jahre | 27.551 | 26.312 |
| Anteil der Mitarbeiter über 50 Jahre | 25 % | 24 % |
Geschlechterverteilung in Anzahl und Prozentsatz auf der
obersten Führungsebene
| Anzahl der Mitarbeiter auf der obersten Führungsebene1 | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Weiblich | 8 | 7 |
| Anteil auf der obersten Führungsebene (%) | 18 % | 16 % |
| Männlich | 36 | 37 |
| Anteil auf der obersten Führungsebene (%) | 82 % | 84 % |
| Divers | 0 | 0 |
| Anteil auf der obersten Führungsebene (%) | 0 % | 0 % |
| Nicht offengelegt | 0 | 0 |
| Anteil auf der obersten Führungsebene (%) | 0 % | 0 % |
| Gesamt | 44 | 44 |
1 Als oberste Führungsebene ist die „TMK-Gruppe“ (Top-Management-Kreis-Gruppe) des Volkswagen Konzerns definiert.
Kennzahlen für Gesundheitsschutz und Sicherheit
84 % der Mitarbeiter4 sind durch ein betriebliches Gesundheits- und Sicherheitsmanagementsystem abgedeckt, das auf gesetzlichen Anforderungen und/oder anerkannten Standards oder Richtlinien basiert. Im Berichtsjahr gab es einen Todesfall im eigenen Betrieb5 . Dieser Todesfall betraf eine Fremdarbeitskraft. Dementsprechend trafen keine Todesfälle Mitarbeiter der TRATON GROUP und keine Todesfälle andere Arbeitskräfte.6 Im Berichtsjahr ereigneten sich 3.331 meldepflichtige Arbeitsunfälle eigener Mitarbeiter der TRATON GROUP, was einer Quote von 17,8 Arbeitsunfällen pro 1.000.000 Arbeitsstunden entspricht.
Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten
Im Berichtsjahr erhielt die TRATON GROUP 1.169 (863) Hinweise über die Whistleblower-Kanäle. Aufgrund von durchgeführten Awareness‑Kampagnen sowie der innerhalb Europas geltenden Hinweisgeberschutzgesetze ist die Anzahl der gemeldeten Fälle im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erwartungsgemäß gestiegen. Davon standen sechs (537 ) Fälle, die als Verstöße bestätigt wurden, im Zusammenhang mit Diskriminierung und Belästigung. 13 (9) Fälle, die als Verstöße bestätigt wurden, bezogen sich auf Personalfragen außerhalb von Diskriminierung und Belästigung. Es gab wie im Vorjahr keine Geldbußen, Sanktionen und Entschädigungszahlungen im Zusammenhang mit Vorfällen und Beschwerden über Diskriminierung, einschließlich Belästigung. Wie im Vorjahr wurden keine Fälle8 den nationalen Kontaktstellen für multinationale Unternehmen der OECD im Zusammenhang mit Fragen der Arbeitnehmerschaft vorgelegt.
Im Berichtszeitraum wurden wie im Vorjahr über die Whistleblower-Kanäle keine9 schwerwiegenden Vorfälle im Zusammenhang mit den Menschenrechten in der Belegschaft gemeldet. Daher wurden auch keine10 Verstöße gegen die Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte, die ILO-Erklärung über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit oder die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen gemeldet. Die Geldbußen, Sanktionen und Entschädigungszahlungen im Zusammenhang mit solchen Vorfällen beliefen sich deshalb auf 0 € (0 €).
Darüber hinaus wird nach derselben Methodik wie oben beschrieben die Gesamtsumme von Bußgeldern, Strafzahlungen und Schadenersatzleistungen aufgrund von Beschwerden erfasst. Auch die Gesamthöhe solcher Zahlungen im Zusammenhang mit schwerwiegenden Menschenrechtsvorfällen wird gesondert ausgewiesen.
Auf Grundlage der verfügbaren Daten gab es keine nennenswerten Bußgelder, Strafen oder Schadenersatzzahlungen in einer Höhe, die eine gesonderte Angabe dieser Zahlen im Konzernabschluss erforderlich macht.
Im Berichtszeitraum wurde eine Verletzung gegen menschenrechtliche Schutzgüter des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes11 (LkSG) hinsichtlich der Arbeitskräfte von Lieferanten in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette identifiziert. Die Verletzung betraf das Verbot der Missachtung des Arbeitsschutzes.
Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette
Die TRATON GROUP ist sich ihrer Verantwortung für die Einhaltung von Arbeitnehmerrechten und ethischen Standards in ihrer gesamten Lieferkette bewusst. In diesem Abschnitt werden die Konzepte, Risikobewertungen und Beschwerdemechanismen des Konzerns im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette erläutert. Mit der DMA hat TRATON die folgenden IROs in Bezug auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette identifiziert.
Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette
| Nachhaltigkeitsthema | IRO-Kategorie | Zeithorizont | Umfang | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|
| Arbeitsbedingungen | Potenzielle negative Auswirkung | Kurzfristig | Vorgelagerte Wertschöpfungskette | Auswirkungen von widrigen Arbeitsbedingungen, Problemen im Bereich Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sowie der Verweigerung der Vereinigungsfreiheit auf die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette |
| Sonstige arbeitsbezogene Rechte | Potenzielle negative Auswirkung | Kurzfristig | Vorgelagerte Wertschöpfungskette | Potenzielle Beschäftigung von Minderjährigen und Zwangsarbeit in der Wertschöpfungskette |
Die IROs sind eng verknüpft mit der Säule „Verantwortungsvolles Unternehmen“ der Strategie TRATON Way Forward und mit der Joint Impact Area Menschenrechte. Auf Grundlage des Human Rights Salience Assessment wurde ein Verständnis dafür entwickelt, wie bestimmte Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette einem größeren Risiko ausgesetzt sein können.
Die in der DMA identifizierten wesentlichen negativen Auswirkungen auf die betroffenen Gemeinschaften sind weit verbreitet und beziehen sich nicht auf spezifische Vorfälle oder Geschäftsbeziehungen. Mit der DMA und basierend auf den Ergebnissen des Human Rights Salience Assessment wurden nur Arbeitskräfte in der vorgelagerten Wertschöpfungskette als potenziell wesentlich betroffen identifiziert. Hierbei sind Arbeitskräfte in der Rohstofflieferkette einem erhöhten Risiko ausgesetzt, negativ betroffen zu sein. Unter diesen wurden die folgenden besonders schutzbedürftige Gruppen identifiziert: Migranten, Leiharbeitnehmer, weibliche Beschäftigte, Vertreter von Gewerkschaften und Arbeitnehmervertreter, Minderjährige, Beschäftigte mit niedrigem Einkommen, geringen Qualifikationen und eingeschränkter Lese- und Schreibkompetenz sowie Personen aus sprachlichen, ethnischen oder religiösen Minderheiten. Generell ist der Abbau von Rohstoffen in bestimmten Regionen stärker von Kinder- und Zwangsarbeit bedroht, insbesondere in Kobalt-Abbaustätten der Demokratischen Republik Kongo. Weitere Einzelheiten zur Bewertung der Bedeutung der Menschenrechte finden sich im Abschnitt Einbeziehung der Interessenträger.
Ansätze und Konzepte
Die Konzernkonzepte, d.h. die Grundsatzerklärung zu Menschenrechten und der Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner, beziehen sich auf die potenziellen negativen Auswirkungen, die innerhalb der Wertschöpfungskette identifiziert wurden.
Die Grundsatzerklärung der TRATON GROUP zu Menschenrechten gilt sowohl für die eigenen Arbeitskräfte als auch für Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette und ist im Abschnitt Eigene Belegschaft beschrieben. Der Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner der TRATON GROUP wird im Abschnitt Nachhaltigkeits-Governance näher erläutert und bezieht sich im Schwerpunkt auf alle wesentlichen IROs im Zusammenhang mit folgenden Themen: Abschaffung von Kinderarbeit und Schutz von jungen Arbeitnehmern, Abschaffung von Zwangsarbeit, Arbeitszeiten, faire Löhne, Work-Life-Balance, Gesundheits- und Arbeitssicherheitsmaßnahmen, Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen.
Verfahren zur Identifizierung, Behandlung und Überwachung von Verstößen durch Lieferanten
Um negative Auswirkungen auf die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette abzumildern, können Verstöße gegen den Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner bei direkten oder indirekten Lieferanten durch den Supply Chain Grievance Mechanism (SCGM) als Teil des Beschwerdeverfahrens und des Sustainability Ratings festgestellt werden (ausführliche Informationen finden sich in der Tabelle Maßnahmen). In beiden Fällen können Vor-Ort-Audits eingesetzt werden.
TRATON befähigt und schult Lieferanten und Geschäftspartner in der Durchführung von Korrekturmaßnahmen, um Verstöße effektiv zu beheben und fördert ein kollaboratives Umfeld, in dem sowohl kurz- als auch langfristige Verbesserungen erzielt werden. Die Lieferanten werden aktiv in die Entwicklung dieser Maßnahmen mit den SCGM-Experten und/oder den Auditoren einbezogen. So können angemessene und geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um den Verstoß zu beenden oder zu minimieren. Insbesondere werden bei der Auswahl und Ausgestaltung geeigneter Maßnahmen der mit dem konkreten Verstoß verbundene Aufwand und die betroffenen Personen im jeweiligen lokalen Kontext abgewogen. Gegebenenfalls kann ein Eskalationsprozess eingeleitet werden, bei dem auch eine Sperrung der betreffenden Lieferanten oder Geschäftspartner möglich ist.
Die Überprüfung der Wirksamkeit der vom Lieferanten oder Geschäftspartner umgesetzten Maßnahmen als Ergebnis eines Vor-Ort-Audits erfolgt durch den Auditor oder den zuständigen Markenexperten im Rahmen eines Desktop-Reviews oder durch ein weiteres Vor-Ort-Audit. In Fällen, in denen direkte Lieferanten oder Geschäftspartner die definierten Maßnahmen nicht oder nicht vollständig umsetzen, werden die vorgesehenen Schritte eines mehrstufigen Eskalationsprozesses befolgt. Im Rahmen dieses Prozesses kann bei nicht fristgerechter Umsetzung der Maßnahmen ein erneutes Vor-Ort-Audit angeordnet oder ggf. die Geschäftsbeziehung ausgesetzt werden. Diese temporäre Suspendierung bedeutet, dass der Lieferant oder Geschäftspartner für eine erneute Vertragsvergabe gesperrt wird. Stellt sich bei einer erneuten Prüfung des Aktionsplans durch den Auditor oder Fachexperten heraus, dass der Lieferant oder Geschäftspartner den Verstoß nicht behoben hat, bleibt der Lieferant für neue Aufträge gesperrt. Schließlich können die laufenden und kommenden Aufträge des Lieferanten oder Geschäftspartners anhand der Nachweise überprüft werden.
Bei konkreten Hinweisen auf mögliches Fehlverhalten von Mitarbeitern der TRATON GROUP oder eines Geschäftspartners bzw. dessen Geschäftspartner im Rahmen der Zusammenarbeit mit TRATON bietet die Gruppe allen Beteiligten die Möglichkeit, ein solches Fehlverhalten über das TRATON-Whistleblowing-System zu melden. Der Ansatz des Konzerns zum Umgang mit negativen Auswirkungen über das Hinweisgebersystem sowie die bestehenden Mechanismen zum Schutz der Nutzer vor Vergeltungsmaßnahmen sind im Abschnitt TRATON-Beschwerdemechanismus beschrieben. Da die Beschwerdekanäle der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, sind sie auch für alle Mitarbeiter in der Wertschöpfungskette sowie für die betroffenen Gemeinden zugänglich. Um negative Auswirkungen auf die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette zu verhindern und aufzudecken, verlangt TRATON von Lieferanten und Geschäftspartnern, dass sie über den Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner einen für ihr Geschäft geeigneten Beschwerdemechanismus einrichten. Dieser Mechanismus ermöglicht es, dass Bedenken in Bezug auf Geschäftsethik, Menschenrechte oder Umwelt sowohl von den eigenen Mitarbeitern als auch von anderen potenziell betroffenen Personen anonym, vertraulich und ohne Angst vor Vergeltungsmaßnahmen vorgebracht werden können. Der TRATON Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner verlangt von diesen außerdem, dass sie ihren Mitarbeitern ungehinderten Zugang zu dem von TRATON eingerichteten Whistleblowing-System gewähren und keine Handlungen vornehmen, die den Zugang behindern, blockieren oder erschweren. Lieferanten und Geschäftspartner verpflichten sich vertraglich, diese Verpflichtungen an ihre Lieferanten weiterzugeben und, soweit möglich und zumutbar, sicherzustellen, dass die Verpflichtungen in der Lieferkette weitergegeben werden. Detaillierte Informationen darüber, wie angesprochene Themen überwacht werden und wie die Wirksamkeit des Hinweisgebersystems verfolgt wird, finden sich im Abschnitt TRATON-Beschwerdemechanismus.
Bislang hat TRATON kein Verfahren eingeführt, um direkt mit den Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette über die Auswirkungen zu interagieren. Bis zur Einrichtung eines Prozesses integriert TRATON die Perspektive der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette durch externe Forschung, einschließlich Berichten, Schriften und Artikeln von Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Medien und anderen angesehenen Organisationen/Experten, die die Perspektiven und Stimmen der betroffenen Personen widerspiegeln.
Maßnahmen
Responsible Supply Chain System
Der TRATON-Ansatz zur Steuerung der Lieferantenbeziehungen basiert im Wesentlichen auf dem Responsible Supply Chain System (ReSC-System). Dieses umfasst präventive Maßnahmen wie die Bestätigung des Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner, das Nachhaltigkeitsrating (S‑Rating), Schulungen für Lieferanten sowie das Human Rights Focus System (HRFS). Darüber hinaus beinhaltet es Minderungs- und Abhilfemaßnahmen wie den Supply Chain Grievance Mechanism (SCGM). Im Rahmen der Richtlinie zum Responsible Supply Chain System sowie der darin verankerten Maßnahmen – wie dem Raw Materials Due Diligence Management System (RMDDMS) und dem HRFS, das auch Lieferantenaudits umfasst – hat TRATON zusammen mit dem Volkswagen Konzern ein Verständnis dafür entwickelt, in welchem Umfang Arbeitskräfte mit bestimmten Merkmalen und Arbeitskräfte, die in einem bestimmten Umfeld arbeiten oder bestimmte Tätigkeiten ausführen, stärker von negativen Auswirkungen betroffen sein können. Da der Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner eine Standardmaßnahme des ReSC-Systems ist, beziehen sich die Maßnahmen auf dieselben IROs wie der Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner und decken daher beide Nachhaltigkeitsaspekte ab, nämlich die Arbeitsbedingungen und die sonstigen arbeitsbezogenen Rechte der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette.
Das ReSC-System umfasst die folgenden, aufeinander aufbauenden Elemente:
- Risikoanalyse: Eine regelmäßige Risikoanalyse dient der Identifizierung potenzieller negativer Auswirkungen auf Arbeitskräfte der Lieferantenebene. Die Prozesse zur Risikoanalyse stellen den ersten Schritt des ReSC-Systems dar. Auf Basis der für bestimmte Geschäftsmodelle und Länder ermittelten Risikoklasse wird dem Lieferanten ein Maßnahmenpaket zugewiesen, um die identifizierten potenziellen negativen Auswirkungen zu verhindern oder abzumildern.
- Standardmaßnahmen: Zu diesen präventiven und reaktiven Maßnahmen zählen die Bestätigung des Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner durch direkte Lieferanten, der Supply Chain Grievance Mechanism (SCGM), die Medienbeobachtung, das S‑Rating sowie Schulungen für Lieferanten und Mitarbeiter.
- Vertiefende Maßnahmen: Hierzu gehören das Human Rights Focus System (HRFS), das Raw Materials Due Diligence Management System (RMDDMS) sowie die Zusammenarbeit mit externen Partnern zur Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitskonzepts in der Lieferkette.
Maßnahmen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette
| Maßnahme | Beschreibung und Zeithorizont | Umfang | Ziel festgelegt | Gesamtfortschritt im Jahr 2025 und Nachverfolgung der Wirksamkeit |
|---|---|---|---|---|
|
Standardmaßnahme Supply Chain Grievance Mechanism (SCGM) |
Der SCGM wurde im Rahmen des ReSC-Systems für eine systematische Bearbeitung von Hinweisen auf Risiken oder Verstöße eingeführt. Er dient der Bearbeitung von Hinweisen auf Verstöße gegen den Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner durch direkte oder indirekte Lieferanten der TRATON GROUP. Dazu gehört auch die Festlegung eventueller (Abhilfe-) Maßnahmen, sobald die Sachlage geklärt und entsprechende Schlussfolgerungen gezogen wurden, z.B. durch Ad-hoc-Audits vor Ort. Diese Audits können sowohl Leistungsmängel seitens der Lieferanten als auch Risiken an den Standorten indirekter Lieferanten aufzeigen, die anschließend bei den direkten Lieferanten gemindert werden müssen. Der Mechanismus ist über die Kanäle der Whistleblower-Systeme des Volkswagen Konzerns, der TRATON GROUP oder der TRATON-Marken zugänglich und offen für alle potenziell betroffenen Interessenträger. |
Direkte und indirekte Lieferanten Vorgelagerte und nachgelagerte Lieferkette |
Es wurde kein Ziel festgelegt, da es aufgrund des qualitativen Charakters dieses Themas derzeit nicht möglich ist, ein messbares und verifizierbares Ziel zu definieren. | Lieferantenspezifische Maßnahmen, die bei Audits oder im Rahmen des SCGM (z.B. Prüfung von Meldungen von Verstößen) festgelegt und vom Lieferanten umgesetzt werden, werden von Auditoren oder Sachbearbeitern auf ihre Wirksamkeit hin überprüft. Dies geschieht durch Methoden wie Desktop-Reviews oder Follow-up-Audits vor Ort. |
| Standardmaßnahme Medienbeobachtung | Die Marken der TRATON GROUP führen entweder direkt oder über Volkswagen Group Procurement Sustainability mithilfe einer Software kontinuierlich und risikobasiert eine Medienbeobachtung relevanter Lieferanten1 durch. Wenn das Tool Hinweise auf mögliche Verstöße gegen den Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner durch Lieferanten in der vor- oder nachgelagerten Wertschöpfungskette erkennt, werden diese geprüft und bei Bedarf über den SCGM bearbeitet. Die Medienbeobachtung kann potenzielle Verstöße aufdecken, selbst wenn kein direkter Hinweis über das Whistleblower-System vorliegt oder in Lieferantenaudits keine Auffälligkeiten festgestellt wurden. So können diese Fälle über den SCGM bearbeitet und bei Bedarf durch Abhilfemaßnahmen adressiert werden. |
Direkte und indirekte Lieferanten Vorgelagerte und nachgelagerte Lieferkette |
Es wurde kein Ziel festgelegt, da es aufgrund des qualitativen Charakters dieses Themas derzeit nicht möglich ist, ein messbares und verifizierbares Ziel zu definieren. | Im Falle der Medienbeobachtung war es nicht möglich, geeignete Indikatoren zur Bestimmung der Wirksamkeit dieser Maßnahme zu definieren. |
|
Standardmaßnahme S‑Rating |
Das S‑Rating ist ein etablierter Prozess bei den Marken der TRATON GROUP. Mit diesem standardisierten Instrument wird bewertet, inwieweit direkte Lieferanten mit hohen Nachhaltigkeitsrisiken und einer entsprechenden Unternehmensgröße die Nachhaltigkeitsanforderungen des Volkswagen Konzerns erfüllen. Es ist eng mit den Anforderungen des Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner verknüpft. Ziel ist es, Transparenz zu schaffen, die Einhaltung der Nachhaltigkeitsstandards des Volkswagen Konzerns zu überprüfen, Verbesserungspotenziale zu identifizieren und Anreize für eine nachhaltige Unternehmensführung zu setzen. 2025 wurde das S‑Rating-Verfahren grundlegend überarbeitet und unter dem Namen „S‑Rating 2.0“ neu eingeführt. Die neue Bewertungslogik unterscheidet zwischen positiven und negativen S‑Ratings: Positives S‑Rating: Der Lieferant erfüllt die Nachhaltigkeitsanforderungen und kommt für die Auftragsvergabe in Frage. Ein positives S‑Rating soll zeigen, dass ein direkter Lieferant, der die Mindestkriterien des S‑Ratings erfüllt, in der Lage ist, potenzielle negative Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen seiner eigenen Mitarbeiter zu mildern oder zu vermeiden und tatsächliche negative Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen und andere arbeitsbezogene Rechte zu beseitigen. Negatives S‑Rating: Der Lieferant hat die erforderlichen Unterlagen noch nicht eingereicht oder hat gegen die Nachhaltigkeitsanforderungen der TRATON GROUP verstoßen. Ein negatives S‑Rating bedeutet in der Regel, dass der Lieferant für die Auftragsvergabe nicht in Frage kommt, und dient als gezielter Anreiz zur Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistung und zur Förderung verantwortungsvoller Geschäftspraktiken Die Bewertung ist risikobasiert und ereignisbezogen und wird vor jeder neuen Auftragsvergabe durchgeführt. Sie basiert auf einer umfassenden Risikoanalyse, die ökologische, soziale und Aspekte der Integrität in Betracht zieht. Zur Ermittlung des Länderrisikos nutzt TRATON Daten eines spezialisierten Dienstleisters. Die Lieferantenbewertung beginnt mit einem Fragebogen zur Selbsteinschätzung (Self-Assessment Questionnaire, SAQ), in dem dokumentierte Prozesse, Managementsysteme und relevante Dokumente erfasst werden. Diese Antworten werden von externen Dienstleistern validiert und in der Regel auf der Grundlage des Länderrisikos angepasst. Auf der Grundlage der Antworten aus dem Fragebogen erhalten die Lieferanten Empfehlungen zur Verbesserung ihrer Prozesse und rechtlichen Rahmenbedingungen. Bei bestimmten Unternehmen kann auch ein Audit (Vor-Ort-Prüfung) durch ausgewählte Dienstleister erforderlich sein. Bei Unstimmigkeiten muss der Anbieter einen Aktionsplan entwickeln und umsetzen. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird von Auditoren überprüft, z.B. durch Desktop-Reviews oder Follow-up-Audits. Die Prüfungen werden risikobasiert durchgeführt. Erhält der Lieferant weniger als 100 Punkte, wird ihm ein Korrekturmaßnahmenplan vorgelegt. Die erforderlichen Maßnahmen werden im Korrekturmaßnahmenplan dokumentiert, gemeinsam mit dem Lieferanten vereinbart und anschließend überwacht. Erhält ein Lieferant ein Audit-Ergebnis von weniger als 50 Punkten, wird nach der Umsetzung des Korrekturmaßnahmenplans ein Follow-up-Audit durchgeführt. Neben den Fragebogen zur Selbsteinschätzung und den Audits beeinflussen auch andere Instrumente – wie der SCGM oder spezifikationsspezifische Anforderungen (z.B. über RMDDMS) – das S‑Rating und damit die Eignung des Lieferanten für die Auftragsvergabe. |
Direkte Lieferanten Vorgelagerte und nachgelagerte Lieferkette |
Langfristiges Ziel: Bis 2040 sollen mehr als 95 % der relevanten direkten Lieferanten des Volkswagen Konzerns, gemessen am Umsatz, ein positives S‑Rating aufweisen. Zwischenziel: Für das Berichtsjahr 2025 wurde ein Zwischenziel von 85 % für den Volkswagen Konzern definiert. Die TRATON-Marken tragen zu diesem Ziel bei, jedoch wird ein realisierbares Ziel speziell für Nutzfahrzeuge derzeit evaluiert. Das Ziel ist direkt mit den Nachhaltigkeitszielen der Gruppe verknüpft, da eine positive S-Bewertung zeigt, dass Lieferanten die Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllen und dadurch negative Auswirkungen auf Arbeitsbedingungen und arbeitsbezogene Rechte mindern oder vermeiden. Das Zwischenziel wurde von einer funktionsübergreifenden Arbeitsgruppe auf Grundlage von Machbarkeitsanalysen und internem Benchmarking festgelegt. Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette oder deren Vertreter waren nicht direkt in den Prozess der Zielsetzung eingebunden. |
Seit der Festlegung des Ziels wurde das Ziel nicht angepasst. Die zugrunde liegende Methodik zur Berechnung des zugehörigen KPI wurde im Rahmen der Einführung des S‑Rating 2.0 überarbeitet und aktualisiert, wodurch die berücksichtigte Lieferantenbasis und die Bewertungslogik erweitert wurden. Diese methodische Änderung verbessert die Transparenz und Harmonisierung über die Marken hinweg, beeinflusst jedoch die Vergleichbarkeit mit früheren Auswertungen. Die neue KPI-Berechnungsmethode wird schrittweise eingeführt, um einen einheitlichen Status über alle Marken hinweg zu erreichen. Die Leistung wird kontinuierlich auf Markenebene überwacht, wobei interne Systeme genutzt werden, die Lieferanten-S‑Rating-Daten zu aggregieren. Zwar ist eine direkte Einbindung von Arbeitnehmern in die Nachverfolgung nicht etabliert, jedoch berücksichtigt das System Lieferantenfeedback und Auditergebnisse zur Bewertung der Wirksamkeit. Die Ergebnisse werden regelmäßig überprüft und auf signifikante Trends analysiert, um gezielte Lieferantenansprache und Verbesserungen zu unterstützen. 2025 lag bei TRATON der Anteil des Lieferantenumsatzes mit positivem S‑Rating bei 85 %. Da 2025 das erste Jahr unter der überarbeiteten Methodik ist, dient das Berichtsjahr als Ausgangsbasis für die zukünftige Nachverfolgung. |
| Standardmaßnahme Nachhaltigkeitsschulungen für Mitarbeiter in der Beschaffung | Nachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil des Kompetenzprofils der Mitarbeiter im Beschaffungswesen und tief verankert nicht nur in den individuellen Fähigkeiten in den Kernbereichen von Sustainable Procurement, sondern auch in der Unternehmenskultur. Eine systematische Schulung der TRATON-Mitarbeiter ist für die Verbesserung der Nachhaltigkeit in der Lieferkette unerlässlich. | TRATON GROUP Käufer weltweit | Aufgrund der laufenden Datenvalidierung und der sich weiterentwickelnden Normen wurde zum jetzigen Zeitpunkt kein spezifisches Ziel festgelegt. Der Schwerpunkt liegt auf der kontinuierlichen Verbesserung des internen Schulungsangebots. | 2025 wurden von den Marken weltweit mehr als 1.817 Mal Schulungen zur Nachhaltigkeit in der Beschaffung durchgeführt und besucht (363 Schulungsteilnehmer). Der deutliche Anstieg geht primär auf Schulungsgroßveranstaltungen bei MAN und Scania zurück. Bisher ist keine Überwachung der Effektivität in Bezug auf Arbeitsbedingungen und andere arbeitsbezogene Rechte implementiert. |
| Standardmaßnahme Nachhaltigkeitsschulungen für Lieferanten | Um eine kontinuierliche Lieferantenentwicklung zu ermöglichen, führen die Marken der TRATON GROUP in Zusammenarbeit mit dem Volkswagen Konzern themenspezifische Nachhaltigkeitstrainings und -Workshops mit den Lieferanten an ausgewählten Standorten oder online durch. Außerdem bieten sie webbasierte Trainings an, u.a. zum S‑Rating und zum Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner. Seit 2023 wird das vertiefende Menschenrechtstraining systematisch auf Lieferanten mit hohem Nachhaltigkeitsrisiko ausgeweitet. Die Schulungen umfassen gesetzlich geforderte Aspekte wie Schulungen zu Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Diskriminierung. Zusätzlich zu den Schulungen stellt TRATON den aktuellen Lieferanten ein E-Learning-Modul zum Thema Nachhaltigkeit in acht Sprachen zur Verfügung. |
Direkte Lieferanten Vorgelagerte Lieferkette |
Aufgrund der laufenden Datenvalidierung und der sich weiterentwickelnden Normen wurde zum jetzigen Zeitpunkt kein spezifisches Ziel festgelegt. Priorität hat die kontinuierliche Verbesserung des externen Schulungsangebots. | 2025 wurden 600 (733) Lieferanten entsprechend geschult. Bisher ist keine Überwachung der Effektivität in Bezug auf Arbeitsbedingungen und andere arbeitsbezogene Rechte implementiert. |
| Vertiefende Maßnahmen Raw Materials Due Diligence Management System (RMDDMS) |
Bei der verantwortungsvollen Beschaffung von Rohstoffen folgt TRATON als Teil des RMDDMS des Volkswagen Konzerns dem Ansatz der fünf Schritte der OECD Due Diligence Guidance for Responsible Business Conduct und den Anforderungen der OECD Due Diligence Guidance for Responsible Supply Chains of Minerals from Conflict-Affected and High-Risk Areas. Dieses Managementsystem dient dazu, Minderungsmaßnahmen zu identifizieren, zu bewerten und umzusetzen. Es deckt zurzeit 18 Rohstoffe ab. Dazu gehören die Batterierohstoffe Kobalt, Lithium, Nickel und Graphit, die Konfliktmineralien Zinn, Wolfram, Tantal und Gold (3TG) sowie Aluminium, Kupfer, Leder, Glimmer, Stahl, Naturkautschuk, Platingruppenmetalle, Seltene Erden, Baumwolle und Magnesium. Mit diesem risikobasierten Ansatz priorisiert die TRATON GROUP als Teil des Volkswagen Konzerns ihre Aktivitäten auf der Grundlage der Schwere und Wahrscheinlichkeit des Verstoßes und der Möglichkeiten des Unternehmens, diesen zu beeinflussen. Audits gehören zu den zentralen Instrumenten, um Risiken in den vorgelagerten Lieferketten zu bewerten und geeignete Minderungsmaßnahmen abzuleiten. Sie werden ergänzend zu anderen Instrumenten der Raw Material Due Diligence eingesetzt und tragen dazu bei, Transparenz, Compliance sowie eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung und des Dialogs entlang der gesamten Lieferkette zu fördern. RMDDMS-Minderungsmaßnahmen werden von den TRATON-Marken in einer Weise umgesetzt, die ihrem Geschäft entspricht. Einige TRATON-Marken setzen zusätzliche Maßnahmen um, die auf ihre spezifischen Risiken in der Lieferkette und ihre Nachhaltigkeitsziele zugeschnitten sind. |
Direkte und indirekte Lieferanten Vorgelagerte Lieferkette |
Es wurde kein Ziel festgelegt, da es aufgrund des qualitativen Charakters dieses Themas derzeit nicht möglich ist, ein messbares und verifizierbares Ziel zu definieren. | Im RMDDMS werden Maßnahmen als wirksam angesehen, wenn sie zur Verbesserung der Lebensbedingungen oder zum Schutz der Umwelt beitragen. Jeder Maßnahme werden bei der Auswahl ein Zeitplan und Erfolgsindikatoren zugewiesen, wobei die Ergebnisse in die jährliche Risikoanalyse für 18 risikoreiche Rohstoffe einfließen. Bisher ist keine Überwachung der Effektivität in Bezug auf Arbeitsbedingungen und andere arbeitsbezogene Rechte implementiert. |
| Vertiefende Maßnahme Human Rights Focus System (HRFS) | Im Rahmen des nachhaltigen Lieferantenmanagements steht TRATON als Teil des Volkswagen Konzerns auch mit Schutzgruppen von Personen im Dialog, die entlang der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette von negativen Auswirkungen betroffen sein könnten. Um hier noch wirkungsvoller sein zu können, hat der Volkswagen Konzern das HRFS eingeführt. Die TRATON-Marken als Teil des Volkswagen Konzerns nutzen das HRFS in einer ihrem Geschäft entsprechenden Weise, um Themen zu identifizieren, die mit Menschenrechts- und Umweltrisiken verbunden sein können. Diese Themen werden vertieft analysiert und fortlaufend bearbeitet. Die im HRFS eingesetzten Instrumente und Maßnahmen zielen darauf ab, erkannte negative Auswirkungen auf Beschäftigte in der Wertschöpfungskette zu minimieren und zu beseitigen. Gleichzeitig sollen positive Auswirkungen auf diese Beschäftigten gefördert werden. |
Direkte Lieferanten Vorgelagerte und nachgelagerte Lieferkette |
Es wurde kein Ziel festgelegt, da es aufgrund des qualitativen Charakters dieses Themas derzeit nicht möglich ist, ein messbares und verifizierbares Ziel zu definieren. | Im Berichtsjahr gab es noch keine Messung der Wirksamkeit. |
| Human Rights Salience Assessment (nicht Teil des ReSC-Systems) | Um das menschenrechtliche und soziale Risikoprofil der TRATON GROUP zu verstehen und die Bereitschaft und Fähigkeit der wichtigsten Entscheidungsträger zu erhöhen, die Menschenrechte in der Nachhaltigkeits- und Geschäftsstrategie der Gesellschaft zu berücksichtigen, hat die TRATON GROUP in den Jahren 2023 bis 2024 ein externes Beratungsunternehmen mit der Durchführung eines Human Rights Salience Assessment beauftragt. Es identifiziert und priorisiert die Risiken aus der Sicht der Rechteinhaber, bevor das Management der Gesellschaft tätig wird. Die Analyse deckt die gesamte Wertschöpfungskette der TRATON GROUP über ihre Marken hinweg ab, einschließlich der unternehmenseigenen Betriebe, der Lieferkette, der Vertriebs- und Verkaufsnetze sowie der Kunden und Endverbraucher. Die Methodik zur Bewertung negativer Auswirkungen orientiert sich an den United Nations Guiding Principles on Business and Human Rights und berücksichtigt die vier Kriterien Umfang, Ausmaß, Abhilfemöglichkeit und Eintrittswahrscheinlichkeit. Insgesamt wurden 18 auffällige Menschenrechtsrisiken und -auswirkungen ermittelt, die sich in die drei Kategorien Arbeit und Arbeitskräfte, Produkte, Kunden und Endverbraucher sowie Querschnittsthemen und neue Themen unterteilen lassen. |
Vorgelagerte und nachgelagerte Lieferkette TRATON GROUP |
Es wurde kein Ziel festgelegt, da es aufgrund des qualitativen Charakters dieses Themas nicht möglich ist, ein messbares und verifizierbares Ziel zu definieren. | Das Human Rights Salience Assessment diente als Grundlage für die DMA und wird als Grundlage für weitere Maßnahmen zum Umgang mit IROs im Zusammenhang mit Beschäftigten in der Wertschöpfungskette dienen. Als nächsten Schritt wird die TRATON GROUP ein neues Menschenrechtsprogramm starten. 2025 gab es noch keine Messung der Wirksamkeit. |
1 Die Relevanz eines Lieferanten für die Medienbeobachtung ergibt sich u.a. aus Faktoren wie dem Beschaffungsvolumen oder dem Risikoprofil, das sich aus der Art des Produkts oder der Dienstleistung ableitet.
Verkehrssicherheit
Zahlreiche Menschen kommen täglich mit Produkten und Dienstleistungen der TRATON GROUP in Kontakt. Die Sicherheit der Produkte hat für TRATON höchste Priorität. Mit der DMA hat das Unternehmen potenzielle negative und positive Auswirkungen in Bezug auf das unternehmensspezifische Thema Verkehrssicherheit ermittelt. Der folgende Abschnitt beschreibt die Herangehensweise der TRATON GROUP zum Management wesentlicher Auswirkungen im Bereich Verkehrssicherheit entlang der Wertschöpfungskette.
Auswirkungen, Risiken und Chancen im Bereich Verkehrssicherheit
| Nachhaltigkeitsthema | IRO-Kategorie | Zeithorizont | Umfang | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|
| Verkehrssicherheit (unternehmensspezifisches Unterthema) | Potenzielle negative Auswirkung | Kurzfristig | Nachgelagerte Wertschöpfungskette | Auswirkungen auf Verkehrsteilnehmer infolge von Verkehrsunfällen. |
| Potenzielle positive Auswirkung | Kurzfristig | Nachgelagerte Wertschöpfungskette | Zunehmende Sicherheitsmerkmale der Produkte und Förderung der Verkehrssicherheit. | |
Ansätze und Konzepte
Das Konzept der Produktsicherheit und -konformität bezieht sich auf die potenziellen negativen Auswirkungen von Verkehrsunfällen auf Menschen sowie auf die potenziellen positiven Auswirkungen durch eine Verbesserung der Sicherheitsmerkmale der Produkte und die Förderung der Verkehrssicherheit. Das Konzept ist von zentraler Bedeutung, insbesondere für die persönliche Sicherheit von Kunden, den Umweltschutz und die Gesellschaft im Allgemeinen. Es ist eng mit dem entsprechenden Konzept des Volkswagen Konzerns abgestimmt und legt gruppenweit einheitliche Standards fest, um gesetzliche Anforderungen zu erfüllen und dem Bestreben der TRATON GROUP einen verantwortungsvollen Umgang mit den Produkten einzuhalten. Ein System zur aktiven und passiven Überwachung der in den Verkehr gebrachten Produkte muss aufrechterhalten werden, und alle mit diesen Produkten verbundenen Risiken sind nach Möglichkeit zu verhindern.
Konzept zur Verkehrssicherheit
| Bezeichnung des Konzepts | Wichtige Inhalte und Ziele | Umfang | Verantwortliche Organisationsebene und Monitoring-Prozess | Verfügbarkeit des Konzepts für Interessenträger |
|---|---|---|---|---|
| Produktsicherheit und -konformität (Konzernkonzept) |
Mit dem Konzept der Produktsicherheit und -konformität wurden einheitliche Standards für die TRATON GROUP geschaffen. Es lehnt sich eng an das Konzept des Volkswagen Konzerns an. Das Konzept schreibt vor, dass TRATON-Unternehmen, die Produkte auf den Markt bringen, die definierten organisatorischen und prozessualen Rahmenbedingungen einhalten müssen, und es soll bewirken, dass in diesem Bereich identifizierte Risiken in Bezug auf Sicherheit und/oder Konformität erkannt, bewertet und angemessen gemindert werden. Darüber hinaus spezifiziert das Konzept die markenübergreifende Zusammenarbeit der TRATON-Marken. Es setzt konzernweit einheitliche Standards in Übereinstimmung mit der Modul- und Komponentenstrategie der TRATON GROUP und erleichtert die Koordination der notwendigen Maßnahmen zwischen den Unternehmen der TRATON GROUP. Als Nutzfahrzeughersteller ist TRATON bestrebt, Produkte von höchstmöglicher Qualität herzustellen. Nachhaltiger Erfolg ist jedoch nur möglich, wenn Integrität, d.h. gesetzeskonformes und werteorientiertes Handeln, die Basis des täglichen Handelns bildet. Darüber hinaus unterhält TRATON ein System zur aktiven und passiven Produktüberwachung für die von ihr auf den Markt gebrachten Produkte. Des Weiteren ist TRATON bestrebt, von den Produkten ausgehende Gefahren für Leben und Gesundheit im Rahmen der verfügbaren Möglichkeiten abzuwenden. |
TRATON GROUP | Der Monitoring-Prozess für dieses Konzept wird ausführlich weiter unten in der Tabelle Maßnahmen im Zusammenhang mit der Verkehrssicherheit beschrieben. | Zugänglich über das Intranet |
Prozess bei sicherheits- oder konformitätsrelevanten Fällen
Wenn ein Fall potenziell sicherheits- und/oder konformitätsrelevant ist, muss der Ausschuss für Produktsicherheit gemäß den Konzernvorgaben konsultiert werden. Die Abteilung für Produktsicherheit bestimmt anschließend notwendige und angemessene Maßnahmen, um die Sicherheit und Konformität der Produkte auf dem Markt wiederherzustellen. Zu diesen Maßnahmen zählen u.a. Rückrufaktionen, Werkstatt-Serviceaktionen, Garantieverlängerungen oder Produktionsstopps.
Jegliche Hinweise auf sicherheits- und/oder konformitätsrelevante Probleme, die durch passive oder aktive Produktüberwachung identifiziert werden, werden detailliert analysiert. Nach Freigabe einer Maßnahme durch den Ausschuss für Produktsicherheit erfolgt die Umsetzung durch die Qualitäts- und Serviceorganisation der jeweiligen Marke, die dem Ausschuss über Zeitplan und Fortschritt berichtet.
Die Wirksamkeit jeder Maßnahme wird durch kontinuierliche Produktüberwachung verfolgt und anhand der Umsetzungsrate bewertet.
Alle vom Ausschuss für Produktsicherheit genehmigten Entscheidungen und Maßnahmen sind für alle relevanten Abteilungen verbindlich. Das Büro des Ausschusses für Produktsicherheit überwacht die fristgerechte Durchführung dieser Maßnahmen und berichtet den Stand der Dinge bei Bedarf an den Ausschuss. Dies erfolgt unter Einbeziehung relevanter Abteilungen wie technische Entwicklung und Produktion. Dabei werden Faktoren wie Häufigkeit des Auftretens, Ursache, betroffene Komponenten und weitere betroffene Konzernmodelle berücksichtigt.
Cybersecurity Management System
Die Marken verwenden verschiedene Managementsysteme für Kraftfahrzeuge in Bezug auf die Cybersicherheit ihrer Fahrzeuge.
Potenzielle Risiken werden während der Entwicklung analysiert und durch geeignete, dem Stand der Technik entsprechende Lösungen gemildert. Mithilfe von Tests werden verbleibende Schwachstellen aufgedeckt, damit diese vor Produktionsbeginn beseitigt werden können.
Um wirksam auf neue Cybersicherheitsrisiken reagieren zu können, werden von den Marken laufend Risikobewertungen durchgeführt und verschiedene Überwachungsverfahren eingeführt. Im Rahmen der kontinuierlichen Überwachung wird auf interne Quellen zurückgegriffen, z.B. die Analyse von Fahrzeugdaten, aber auch auf externe Quellen wie Internetrecherchen durch einen Threat-Intelligence-Dienstleister. Diese Maßnahmen ermöglichen es den Marken, neue Schwachstellen im Bereich Cybersicherheit und Cyber-Angriffe auf Produkte der TRATON GROUP (auch als Vorfälle bezeichnet) zu erkennen. Die auf Markenebene sowie auf Ebene des Volkswagen Konzerns bestehenden Steuerungsprozesse für Schwachstellen und Vorfälle stellen eine angemessene und zeitnahe Reaktion sicher.
Falls erforderlich, werden geeignete Gegenmaßnahmen über die bekannten Kanäle wie Over-the-Air-Updates oder Feldmaßnahmen eingeführt.
Maßnahmen
Die folgenden Maßnahmen verdeutlichen die Ambitionen der TRATON GROUP im Bereich Verkehrssicherheit.
Maßnahmen im Zusammenhang mit der Verkehrssicherheit
| Maßnahme | Beschreibung und Zeithorizont | Umfang | Ziel festgelegt | Gesamtfortschritt im Jahr 2025 und Nachverfolgung der Wirksamkeit |
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| Überwachung und Management der Produktsicherheit und -konformität | Die Marken der TRATON GROUP, die Produkte auf den Markt bringen, sind bestrebt, robuste Systeme zur aktiven und passiven Überwachung der auf den Markt gebrachten Produkte aufrechtzuerhalten, um mögliche Gefahren zu vermeiden. Sobald Hinweise auf potenziell sicherheits- und/oder konformitätsrelevante Abweichungen festgestellt werden, müssen diese Informationen unverzüglich einer genaueren technischen Analyse und gegebenenfalls einer Risikobewertung unterzogen werden, um dann notwendige Maßnahmen einzuleiten. Zur Steuerung solcher Verfahren sind innerhalb der Marken bestimmte Gremien eingerichtet. Es handelt sich um eine wiederkehrende Maßnahme. | TRATON GROUP | Nein | Durch regelmäßige interne Audits wird sichergestellt, dass alle durch das Produktsicherheits- und Konformitätskonzept geforderten Maßnahmen eingehalten werden und wirksam sind. Zu diesem Zweck sollen in jedem Kalenderjahr mindestens 5 % der seit dem letzten Audit neu hinzugekommenen Verdachtsfälle von Nichtkonformität oder mangelnder Sicherheit auditiert werden. |
| Scania Zone | Scania Zone ist ein auf Positionsdaten basierter Service, mit dem sich geografisch Geschwindigkeitsbeschränkungen für bestimmte Gebiete festlegen lassen. Es wird innerhalb von My Scania, dem digitalen Ökosystem von Scania, und in den Anwendungen Scania Driver App und Scania Fleet App verwaltet. | Die Scania-Baureihen L, P, G, R und S Cabs- sowie die CrewCab-Modelle | Nein | |
| Verkehrssicherheitsindex der Fédération Internationale de l'Automobile (FIA Road Safety Index) | Als Teil der Zielsetzung von Scania, den Wandel hin zu null Unfällen voranzutreiben, hat Scania die ersten drei Schritte des FIA Road Safety Index abgeschlossen – Analyse der Wertschöpfungskette, Engagement und Fußabdruck – und sich dabei zunächst auf die globalen Funktionen von Scania und den Betrieb in Schweden konzentriert. Das ist ein wichtiger Schritt, um Scania‘s Fortschritte bezogen auf die eignenen Ambitionen messen zu können. | Reichweite und Tätigkeit der TRATON GROUP in Schweden | Nein | Scania erhielt eine 3-Sterne-Bewertung, die höchste Bewertung, die von einer dritten Partei geprüft wurde. Damit gehört Scania zu den weltweit führenden Unternehmen und ist das erste Unternehmen für schwere Nutzfahrzeuge, das diese Auszeichnung erhält. |
Betroffene Gemeinschaften
Die TRATON GROUP ist sich bewusst, dass ihre Fahrzeuge und Geschäftstätigkeiten das Leben von Menschen beeinflussen können. Dieser Abschnitt beschreibt, wie die Gruppe die Auswirkung im Zusammenhang mit den Rechten von betroffenen Gemeinschaften und dem Fahrzeugmissbrauch im Einklang mit der Joint Impact Area Menschenrechte steuert.
Auswirkungen, Risiken und Chancen im Bereich betroffene Gemeinschaften
| Nachhaltigkeitsthema | IRO-Kategorie | Zeithorizont | Umfang | Beschreibung |
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| Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von Gemeinschaften | Potenzielle negative Auswirkung | Kurzfristig | Vorgelagerte Wertschöpfungskette, eigene Geschäftstätigkeit und nachgelagerte Wertschöpfungskette | Schäden aufgrund eines unzureichenden Schutzes der Rechte von Gemeinschaften und Fahrzeugmissbrauchs |
Abgesehen von der DMA wurde das Human Rights Salience Assessment für verschiedene Gruppen von Rechteinhabern durchgeführt. Eine dieser Gruppen sind die lokalen Gemeinschaften in der Umgebung der TRATON-Standorte sowie entlang der Lieferkette von TRATON, die durch Aktivitäten wie Produktion oder Rohstoffabbau beeinflusst werden können.
Betroffene Gemeinschaften im Rahmen dieses Berichts sind alle Gemeinschaften, die von wesentlichen IROs betroffen sind. Die folgenden Gemeinschaften wurden in diesem Zusammenhang als betroffene Gemeinschaften identifiziert:
- Rechteinhaber, die von Verbrechen und illegalen Aktivitäten betroffen sind, die durch Fahrzeuge des Konzerns erleichtert werden wie illegaler Holzeinschlag, Bergbau, Raubüberfälle, Terroranschläge, Entführungen oder Menschenhandel. Diese Personen könnten Auswirkungen auf ihre Gesundheit, ihren Lebensstandard, ihre persönliche Sicherheit und ihr Leben erfahren. In Konfliktgebieten kann der Missbrauch von Fahrzeugen der TRATON GROUP diese Auswirkungen noch verschärfen, während er in autoritären Staaten die politische Meinungsäußerung und die persönliche Freiheit beeinträchtigen könnte.
- Rechteinhaber in Gemeinschaften in der Nähe von TRATON-Betrieben oder entlang der Lieferkette könnten durch Aktivitäten wie Bergbau beeinträchtigt werden.
- Die primären Nutzer der Fahrzeuge des Konzerns, z.B. Fahrer könnten in ihrer Privatsphäre beeinträchtigt werden, wenn intelligente Systeme Daten, z.B. Standortdaten oder Gesundheitsinformationen, ohne ihre Zustimmung sammeln. Dies gilt auch für verbundene Geräte und Fahrzeugkameras.
- Die Fahrer und Passagiere von TRATON-Fahrzeugen könnten in ihrem Recht auf Gesundheit, Sicherheit und Leben beeinträchtigt werden, wenn es zu Unfällen kommt, die mit mangelhafter Produkt- oder Verkehrssicherheit zusammenhängen. Andere Rechteinhaber, die in Unfälle mit TRATON-Fahrzeugen verwickelt sein können, z.B. Fußgänger oder Passagiere in anderen Fahrzeugen, können ebenfalls Auswirkungen auf Gesundheit, Sicherheit und Leben erfahren.
Die in der DMA identifizierten wesentlichen negativen Auswirkungen auf die betroffenen Gemeinschaften sind weit verbreitet und beziehen sich nicht auf spezifische Vorfälle oder Geschäftsbeziehungen. Das identifizierte Risiko rechtlicher und reputationsbezogener Schäden sowie betrieblicher Unterbrechungen im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen kann sich aus den Abhängigkeiten der TRATON GROUP von Gemeinschaften in der Nähe ihrer Betriebsstätten oder entlang der Lieferkette ergeben. Dies könnte zu Störungen führen, die die Geschäftskontinuität und die Beziehungen zu lokalen Interessenträgern beeinträchtigen. Die wesentlichen Auswirkungen im Bereich des Missbrauchs von Produkten spiegeln sich in dem TRATON-Projekt zu Konflikt- und Hochrisikogebieten (conflict-affected and high-risk areas, CAHRA) wider.
Ansätze und Konzepte
Der Ansatz zur Behandlung negativer Auswirkungen über den Beschwerdemechanismus sowie die Mechanismen zum Schutz der Nutzer vor Vergeltungsmaßnahmen sind im Abschnitt TRATON-Beschwerdemechanismus dargelegt.
Neben dem Beschwerdemechanismus, der für jeden zugänglich ist, hat die TRATON GROUP bisher kein Verfahren für den Dialog mit den betroffenen Gemeinschaften sowie den im vorherigen Kapitel behandelten Verteilsteilnehmern eingeführt. Bis zur Einrichtung eines Prozesses integriert TRATON die Perspektive der Gemeinschaften durch externe Forschung, einschließlich Berichte, Schriften und Artikel von NGOs, Medien und anderen angesehenen Organisationen/Experten, die die Perspektive und Stimmen der Rechteinhaber widerspiegeln.
TRATON respektiert die Menschenrechte der betroffenen Gemeinschaften in gleicher Weise wie die Menschenrechte der eigenen Arbeitskräfte und der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette und ist bestrebt, dass interne Mechanismen und Grundsätze mit den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, der ILO-Erklärung und den OECD-Leitsätzen in Einklang stehen. Dieser Ansatz ist wichtig für Gemeinschaften in der Nähe von Betrieben des Konzerns oder Lieferketten sowie für Gemeinschaften, die von Verbrechen und illegalen Aktivitäten betroffen sind, die durch Fahrzeuge des Konzerns begünstigt werden könnten. Daher befasst sich die Risikoanalyse des Konzerns mit negativen Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften, die durch die eigene Geschäftstätigkeit oder durch Lieferanten von TRATON verursacht werden können. Ebenso werden Fälle von Verstößen gegen Vorschriften mit negativen Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften, die durch das Fehlverhalten der Mitarbeiter oder der Lieferanten verursacht werden, über die im Rahmen des Beschwerdeverfahrens von TRATON bereitgestellten entsprechenden Kanäle behandelt.
Der Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner (siehe Nachhaltigkeits-Governance) verpflichtet die Lieferanten und Geschäftspartner der TRATON GROUP dazu, die Rechte lokaler Gemeinschaften auf angemessene Lebensbedingungen zu respektieren, einschließlich ihrer Rechte auf Land, Zugang zu Wasser und anderen natürlichen Ressourcen sowie ihres Rechts auf die Ausübung ihrer Kultur. Die Grundsatzerklärung zu Menschenrechten enthält weitere Grundsätze, an die sich TRATON im Zusammenhang mit den Menschenrechten hält und die dazu beitragen, potenzielle negative Auswirkungen in diesem Zusammenhang abzumildern.
Konzept für betroffene Gemeinschaften
| Bezeichnung des Konzepts | Wichtige Inhalte und Ziele | Umfang | Verantwortliche Organisationsebene und Monitoring-Prozess | Verfügbarkeit des Konzepts für Interessenträger |
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| Exportkontrollkonzept |
Das Konzept dient als übergeordnetes Rahmenwerk für alle Konzerngesellschaften. Es legt die Verantwortlichkeiten und Grundsätze des Konzerns zur Einhaltung von Exportkontroll- und Sanktionsvorschriften fest und definiert klare Zuständigkeiten für deren Umsetzung. Da die Gesetze und Verordnungen betreffend Exportkontrolle von Natur aus Menschenrechtsaspekte berücksichtigen, indem sie Exporte verbieten, die zur Unterdrückung, zu Konflikten oder zu Verletzungen des Völkerrechts beitragen könnten, berücksichtigt der Konzern den Schutz der Menschenrechte, indem er Verkäufe an sanktionierte Länder, Endverbraucher mit hohem Risiko und Konfliktregionen einschränkt. Diese Maßnahmen stellen sicher, dass die Produkte ausschließlich für legitime zivile Zwecke verwendet werden und verhindern einen möglichen Missbrauch der Produkte. Im Rahmen dieses Konzernkonzepts muss jede Gesellschaft eine geeignete Governance und Verantwortlichkeit benennen (z. B. eine Exportkontrollfunktion mit klar definierten Berichtswegen), eine risikobasierte Klassifizierung von Produkten, Software und Technologien durchführen, Transaktionen und Geschäftspartner prüfen, Genehmigungserfordernisse bestimmen, Aufzeichnungen führen sowie rollengerechte Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen anbieten. Marken- oder länderspezifische Verfahren, Arbeitsanweisungen und Prozessbeschreibungen ergänzen dieses Konzept, sofern sie deren Anforderungen erfüllen oder übertreffen. Die Abteilung Export Control unterstützt die Gesellschaften des Konzerns dabei, dieses Konzept sowie nationale, EU- und US-Vorschriften einzuhalten. Die Gesellschaften berichten an ihre jeweilige Exportkontrollfunktion, diese wiederum an die TRATON-Exportkontrollfunktion. Zudem erfolgt eine jährliche Berichterstattung an die Abteilung Export Control bei Volkswagen. Bei Bedarf können qualifizierte externe Parteien zur Durchführung von Überprüfungen und Audits herangezogen werden. Korrekturmaßnahmen, die aufgrund von Prüfungsergebnissen zur Anpassung der Exportkontrollprozesse oder des Internal Compliance Program (ICP) erforderlich sind, werden gemeinsam von der jeweiligen Marke und/oder der jeweiligen Gesellschaft der TRATON GROUP festgelegt und überwacht. Alle Konzerngesellschaften und deren Mitarbeiter sind zur Einhaltung dieses Konzepts verpflichtet. |
TRATON GROUP |
Jedes lokale Markenunternehmen, das in den Export involviert ist, muss einen Export Control Officer gemäß der Governance-Struktur ernennen, die von der zentralen Exportkontrollfunktion der Marke vorgegeben wird. Darüber hinaus benennt jede Gesellschaft der TRATON GROUP ein Mitglied aus dem jeweiligen Management Board oder dem Board of Directors als Chief Export Control Officer, der für Außenhandels- und Exportkontrollangelegenheiten verantwortlich ist. Das Konzept definiert den Rahmen, innerhalb dessen jede Gesellschaft der TRATON GROUP ein Internal Compliance Program (ICP) umsetzt, einschließlich Selbstbewertungen der Exportkontrollen, wie in der Tabelle Maßnahmen im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften beschrieben. |
Zugänglich über das Intranet |
Maßnahmen
Die nachstehende Tabelle zeigt die 2025 ergriffenen Maßnahmen im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften.
Maßnahmen im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften
| Maßnahme | Beschreibung und Zeithorizont | Umfang | Ziel festgelegt | Gesamtfortschritt im Jahr 2025 und Nachverfolgung der Wirksamkeit |
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| Projekt in konfliktbetroffenen und risikoreichen Gebieten (CAHRA) | Um negative Auswirkungen auf betroffene Gemeinschaften in Konflikt- und Hochrisikogebieten (CAHRA) zu bekämpfen, die durch die eigene Geschäftstätigkeit und die der Geschäftspartner verursacht werden, entwickelt TRATON einen Ansatz zur verstärkten Sorgfaltspflicht im Bereich der Menschenrechte (CAHRA-Projekt). Darüber hinaus steht diese Maßnahme im Einklang mit der identifizierten Auswirkung und wesentlichen Themen im Zusammenhang mit der Einhaltung der internationalen Standards bei CAHRA. Der Geltungsbereich dieser Maßnahme erstreckt sich auf Geschäftspartner in der nachgelagerten Wertschöpfungskette, die in CAHRAs ansässig sind oder an diese verkaufen. In diesem Zusammenhang könnte der Input aus diesem Projekt dazu beitragen, die negativen Auswirkungen bestimmter Beschwerden im Zusammenhang mit CAHRAs besser zu verstehen. | Nachgelagerte Wertschöpfungskette | Es wurde kein Ziel festgelegt, da es aufgrund des qualitativen Charakters dieses Themas derzeit nicht möglich ist, ein sinnvolles und messbares Ziel zu definieren. | Dieses Projekt wurde 2025 begonnen und soll sich auf vertriebs- und endverwendungsbezogene Risiken konzentrieren. Es wird die Risikokartierung für Verkaufs- und Endverwendungsrisiken erleichtern. Ein Due-Diligence-Prozess für CAHRAs soll entwickelt werden. |
| Internes Programm zur Einhaltung der Vorschriften und Selbsteinschätzung der Ausfuhrkontrolle |
Das Exportkontrollkonzept der TRATON GROUP legt einen verbindlichen Rahmen fest und fordert von den Marken und Gesellschaften die Etablierung eines Internal Compliance Program (ICP), um die Einhaltung internationaler gesetzlicher Anforderungen im Rahmen internationaler Handelsvorschriften wie der US Export Administration Regulation (EAR), der Dual-Use-Verordnung der EU und anderer nationaler Exportkontrollgesetze sicherzustellen. Das ICP dient als übergreifendes Rahmenwerk für den Konzern. Es legt die Verantwortlichkeiten und Grundsätze des Konzerns zur Einhaltung von Exportkontroll- und Sanktionsvorschriften fest und definiert klare Zuständigkeiten für deren Umsetzung. Umfang und Detailgrad des ICP müssen an die spezifischen Geschäftstätigkeiten des jeweiligen Unternehmens angepasst werden und hängen von Faktoren wie Größe, Struktur, Geschäftsumfang und Kundenportfolio ab. |
TRATON GROUP | Es wurde kein Ziel festgelegt, da es aufgrund des qualitativen Charakters dieses Themas derzeit nicht möglich ist, ein sinnvolles und messbares Ziel zu definieren. | Die Konzerngesellschaften müssen im Rahmen des ICP kontinuierliche Exportkontroll-Selbstbewertungen durchführen, um Exportkontrollanforderungen zu identifizieren und Risiken zu mindern. Diese Bewertungen helfen dabei, die Wirksamkeit der bestehenden Verfahren und Kontrollen zu evaluieren, um Verbesserungen und eine Anpassung an sich entwickelnde gesetzliche Anforderungen (z.B. im Bereich Sanktionen) sicherzustellen. Bei Bedarf können qualifizierte externe Parteien zur Durchführung von Überprüfungen und Audits herangezogen werden. Korrekturmaßnahmen zur Anpassung der Exportkontrollverfahren entsprechend den Ergebnissen der Überprüfung werden von der jeweiligen Marke und/oder dem Unternehmen der TRATON GROUP überwacht. |
Performance
2025 wurden keine bestätigten Fälle von Verstößen gegen die Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte, die ILO-Erklärung über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit und die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen, sowie keine Fälle von schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen und Vorfällen im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften gemeldet.
Weitere Aspekte des Managements von Auswirkungen und Risiken im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften werden im Abschnitt TRATON-Beschwerdemechanismus beschrieben. Die im Abschnitt Arbeitskräfte des Unternehmens beschriebenen Prozesse zur Identifizierung geeigneter Maßnahmen bei negativen Auswirkungen werden in allen Betrieben und in der Lieferkette der TRATON GROUP umgesetzt.
Es wurden noch keine spezifischen messbaren Ziele in Bezug auf die definierten betroffenen Gemeinschaften festgelegt, da hierfür weitere interne Bewertungen erforderlich sind.